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Deutschland auf der Couch: Was für ein Volk sind wir bloß?

05/03/2017 14:49 CET | Aktualisiert 11/03/2017 18:29 CET

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Auf dieser Couch liegen bekanntlich immer wir alle, also das ganze deutsche Volk. Dank dem Internetzeitalter ohne das es darauf eng wird. Was schon deshalb angenehm ist, weil wir ja quasi über Nacht noch größer geworden sind.

Vielleicht nur aus Versehen, aber im Wahlkampf werden Nebensätze schnell zu Hauptsätzen und die werden dann zu Schlagzeilen:

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Aus einer Wahlkampfveranstaltung in ihrem Wahlkreis, als sie sagte:

„Die Zeit der deutschen Einheit, die Zeit als der Eiserne Vorhang fiel, die Zeit als Europa zusammen gewachsen ist, war eine wunderbare Zeit."

Hätte sie es bei dieser Erinnerung belassen, wäre das nur für die Lokalzeitung ein schönes Zitat gewesen. Aber es ist Wahlkampf und so konnte sie sich in ihrer Euphorie nicht zurückhalten und sagte in Erinnerung an die Zeit, als das Volk zum letzten Mal in Deutschland unter dem Motto ‚Wir sind das Volk!' auf die Straße ging, an das Volk, das heute öffentlich ‚Wir sind das Volk!' ruft:

„Es gibt keinerlei Rechtfertigung, dass sich kleine Gruppen aus unserer Gesellschaft anmaßen zu definieren, wer das Volk ist."

Auch das wäre noch keine großen Schlagzeilen wert gewesen. Die wurden es erst, als sie sich das gerade eben noch Ausgeschlossene im nächsten Satz selbst anmaßte. Mit ihrer Definition:

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Damit war der Bann gebrochen. Wie immer, wenn wir anfangen über uns selbst nachzudenken, war das Echo so schnell wie heftig.

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Weil plötzlich eine Frage gefragt wurde, die in Deutschland schon lange nicht mehr gestellt wurde:

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Und schon gar nicht so beantwortet:

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Das sind zurzeit 84 Millionen. Aber nicht alle sind Deutsche:

Deutscher im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland (Artikel 116) ist, vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.

Solange das noch gilt, ist die Frage wer ein Deutscher ist, eigentlich geklärt. Auch für Angela Merkel. Ihren Amtseid hat sie ja auf das Grundgesetz geschworen. Sogar schon dreimal:

Alles für das Wohl des deutschen Volkes.

Das sich vor ihrem nächsten Mal aber eher unwohl fühlt. Weil es nicht das erste Mal ist, dass sie gegen das Grundgesetz entschieden hat. Mit dem Ergebnis, dass wir erst offene Grenzen, jetzt offene Kassen haben. Nicht nur für Deutsche, sondern alle die hier leben.

Die einen nennen sie deshalb „Volksverräterin", die anderen „Willkommenskanzlerin".

Auch das zeigt uns wieder wie wir ticken. Innerlich zerrissen und Angela Merkel ist dafür das beste Beispiel, als ein Kind der Zeiten, in denen der Eiserne Vorhang Deutschland und das deutsche Volk teilte. Einmal mittendurch. Und je nachdem, ob man Glück oder Pech hatte, war man ein eingesperrter Ost - oder ein freier Westdeutscher.

Bis in diesen unvergesslichen Herbst 1989. Als sich die Menschen im Osten Deutschlands erst daran erinnerten:

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Und dann alle Deutschen daran erinnerten:

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Das gilt seitdem auch an der Wahlurne. Nicht für alle die hier leben, sondern alle, die dazugehören, also deutsche Staatsbürger sind. Die bilden das deutsche Volk und das entscheidet wie es in Deutschland zugeht:

Alle Gewalt geht vom Volk aus.

Damit ist die Frage, wer dazu gehört, nicht nur juristisch geklärt, sondern auch politisch. Aber geistig? Bis heute nicht. Denn diese Frage sprengt jedes Grundgesetz. Die Antwort kann man ja niemandem vorschreiben. Der eine fühlt sich voller Überzeugung dem deutschen Volk zugehörig, der Andere voller Verachtung. Je nachdem, wie er über uns Deutsche denkt.

Die versuchen sich seit 1989 so zusammenzubringen, dass aus zwei halben endlich wieder ein ganzes Volk wird. Nicht nur juristisch oder politisch, sondern auch geistig.

Aber warum fällt uns das so schwer? Die Liebe und den Hass in uns und unserem Land auszugleichen, um endlich Frieden mit uns und unserem Land zu schließen? Nicht mal darüber reden können wir, ohne Angst davor zu haben:

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Auch eine Schlagzeile, die zeigt wie wir ticken. Als eine Frage, die so nur in Deutschland gestellt werden kann, aber hier leben wir nun einmal. Innerlich zerrissen, von ganz oben bis ganz unten und den Weg zur Einheit immer noch nicht gefunden. Obwohl er doch längst vorgegeben, sogar vorgesungen ist.

Von den ‚48'igern', wie die Generation der ersten deutschen Revolutionäre genannt wird, die mit der Hymne der Revolution auf den Lippen schon 1848 für das große Ziel kämpften:

‚Einigkeit und Recht und Freiheit

Für das deutsche Vaterland!

Danach lasst uns alle streben

Brüderlich mit Herz und Hand!'

Geschrieben hat diese schönen Zeilen Hoffmann von Fallersleben. Er traf damit den Nerv der Zeit im damals sogar noch vielgeteilten Deutschland, angeführt von Fürsten, Herzögen und Königen. Von ‚Einigkeit in Recht und Freiheit', träumten viele Deutsche darin. Wäre ja das erste Mal gewesen, dass sie alle zusammen, statt jeder für sich, etwas aus ihrer Heimat machen.

Heute haben wir diese Chance wieder. Dank den ‚89igern', den letzten deutschen Revolutionären, die für den großen Traum auf die Straße gegangen sind:

Einigkeit in Recht und Freiheit.

Was bis heute bedeutet, dass jeder Mensch, solange er das eine Mal existiert, aus sich und seinem Leben machen kann was er will, Hauptsache er geht dabei niemandem auf den Sa...sagen wir Geist. Dann wird er bestraft. So kommen Freiheit und Gerechtigkeit zusammen und dafür steht Deutschland, das ist unsere Kultur, das ist unser Glauben und wenn Sie den teilen, gibt es eigentlich keinen Grund Deutschland zu hassen. Im Gegenteil.

Damit gehören Sie zu den Guten.

Nicht nur in Deutschland, sondern der ganzen Welt. Und das ist wichtig, jeder Gute zählt, jetzt, wo das Böse wieder unterwegs ist. Nicht nur in Deutschland, aber hier eben auch, hat es sein hässlichstes Gesicht schon gezeigt. Am Breitscheidplatz, im Schatten des lieben Gottes.

Was der wohl dazu gesagt hat?

Wenn es der war, an den die meisten Deutschen glauben, dann hat er dabei geweint. Wenn es der war, an den der Attentäter glaubte, hat er sich dabei gefreut.

Und welcher Glauben war in dem Fall stärker?

Der, der für den Massenmord nicht die Hölle verspricht, sondern das Paradies. Und je mehr Anhänger der findet, umso länger wird die Schlange in das Paradies. Die nächsten stehen sicher schon bereit. Gekommen um gleich wieder zu gehen und je mehr man dabei mitnimmt, umso schöner wird das Paradies.

Damit soll jetzt Schluss sein. Das Volk weiß auch schon wie:

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Fordern die unter uns, die schon länger der Meinung sind, dass Angela nicht mehr die Interessen des Deutschen Volkes vertritt. Obwohl sie es doch größer gemacht hat, als es jemals war. Allerdings mit Deutschen, die keine sind.

Das freut die unter uns, die sogar noch viel mehr Deutsche, die keine sind, nach Deutschland holen würden. Damit die Deutschen, die schon da sind, keine mehr sind. Bis zum Endsieg:

Deutschland verrecke!

Das war immer schon der größte Traum der vielen linksrotgrünen Deutschlandhasser. In der Politik, den Medien, wie der Bildung, überall arbeiten sie daran, uns als Volk abzuschaffen. Und wie nennt man das? Völkermord. Und was steht darauf? Die Höchststrafe. Und was ist die Höchststrafe bei uns? Noch leben wir in einer Demokratie. In der ist die Höchststrafe nicht Abschießen, sondern Abwählen. Ohne jedes schlechte Gewissen dabei. Denn wir sind die Guten, das weiß die ganze Welt:

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Weil wir ein friedliches Volk sind. Außer die unter uns, die das nicht glauben wollen. Die gehören erst abgewählt, dann abgeschoben. Das wäre vielen hier das liebste. Aber auch die größten Deutschlandhasser sind am Ende nur Deutsche. Nur eben die unter uns, die unser Land lieber hassen. Aber wer sein Land hasst, hasst sich selbst und wer sich selbst hasst, dem fällt es nicht so schwer sich abzuschaffen, wie demjenigen der sich liebt. Und das sind, unserem Gott sei Dank, noch immer viele:

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Weil Deutsch sein heißt, auf der Seite des Guten zu sein. Und jeder, der dazu gehören will braucht nur ‚Ja' zu sagen, dann hat er die Bratwurst und ist Deutscher. Juristisch, politisch und geistig. Nicht nur am Wahltag. Aber am Wahltag kommt es mal wieder darauf an, ob das auch so bleiben wird. Denn nur so werden unser Glauben, unsere Kultur und unsere Zukunft weiter Recht und Freiheit statt Unrecht und Unterwerfung sein.

Und davon hat jeder etwas. Jeder, der hier lebt.

Sie müssen nur zu sich, also uns, also den Guten stehen. Am besten alle zusammen, brüderlich mit Herz und Hand für das deutsche Vaterland. Auch wenn Ihnen das immer noch schwerfällt. Aber nur gemeinsam sind wir stark genug um weiterzuleben. Als Land, wie als Volk.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Termin, ihr Dr.Top

mehr über Torsten Preuß gibt es hier: http://www.toponlineverlag.com

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