BLOG

Deutschland auf der Couch: Martin Schulz, Totengräber der Nation

26/02/2017 13:09 CET | Aktualisiert 07/03/2017 12:30 CET

2017-02-26-1488108986-6881822-Drtop2017FBTitel.jpg

In dieser Kolumne liegt immer ganz Deutschland auf der Couch, also wir alle. Dazu gehören natürlich auch diejenigen, die uns alle ab September anführen wollen. Die Liste ist ja fast komplett. Nachdem auch die ‚Sozen' unter den Genossen ihren eigenen Hoffnungsträger ausgerufen haben.

‚Out oft he blue', oder besser, ‚out oft he red' betrat er die politische Bühne.

Obwohl er schon vorher kein Unbekannter war. Als eines der Gesichter für das Europa, dass keiner mehr haben will, stand er schon seit Jahren in den Schlagzeilen. Allerdings nur in denen aus Brüssel.

Jetzt beherrscht er alle in Deutschland, es hat schon fast historische Ausmaße. Dass die „Sozen" im ‚Race to Berlin' noch mal gleichziehen hätte ja keiner mehr gedacht. Aber auch die ‚Roten' unter uns brauchen ihren Führer. Es war nur keiner mehr da, der den Job machen konnte, nicht mal wollte. Obwohl man nicht mal Arbeiter sein muss, Hauptsache ihr Führer. So wie der erste ihrer langen Geschichte,

2017-02-26-1488109178-2997850-Lassalle.JPG

Ferdinand Lassalle, ein Lebenskünstler, der gerne Gedichte schrieb, am liebsten für schöne Frauen, die gerne über ihn sagten: ‚Der junge Mann ist ungewöhnlich schön. Er hat so tiefblaue, geradezu sprechende Augen. Und diese Locken.' An der Uni in Berlin liebten sie ihn eher wegen seinen Geistesgaben. Einer der Professoren war Alexander von Humboldt. Der nannte ihn schon nach einem Jahr wegen seiner Geistesgaben nur:

‚Das Wunderkind.'

Das wird im Frühling 1863 in Leipzig zum Erwecker der deutschen Arbeiterklasse, wie Karl Marx damals freudig feststellte. Der Ort für den Herkulesakt hieß genau richtig: ‚Pantheon', das bedeutet ‚Tempel der Götter'. Dort fand der ‚Allgemeine Deutsche Arbeiter-Kongresses' statt. Auf dem sollten sich die deutschen Arbeiter endlich alle zusammenschließen, zu einer Partei, mit der man die Macht erobern kann. Was damals noch so weit weg schien, wie ein Sieg der SPD vor ein paar Wochen. Ganze 12 Delegierte aus 11 Städten waren es an diesem Abend, an dem der Vorhang für die deutsche Arbeiterbewegung aufging. Einer der dabei war, erinnert sich so:

‚Die Angereisten waren die Offiziere einer Armee, die ebenso klein wie unorganisiert und zum Schlagen unfertig war. Dazu der Mangel an jeder Vertretung in der Presse und erst recht an Geld, das bekanntlich dreifach zum Krieg führen gehört. Gegenüber all diesen Mängeln stand eine Aufgabe, die nicht weniger hieß, als eine Welt aus ihren Angeln zu heben.'

Auch wenn die Genossen am Anfang noch etwas ratlos waren:

‚Man fühlte deutlich, dass man ganz und gar auf Lassalle angewiesen war und man sich seinen Wünschen unterwerfen musste, wenn überhaupt etwas zustande kommen sollte.'

Der ließ sich die Chance nicht entgehen und erweckte im Tempel der Götter mit Wörtern wie für Götter die deutsche Arbeiterklasse:

‚Ein Purpursaum färbt rot und blutig den äußersten Horizont, das neue Licht verbindet Nebel und Wolken raffen sich auf, ballen sich zusammen und werfen sich dem Morgenrot entgegen, seine Strahlen momentan verhüllend aber keine Macht der Erde vermag das langsame und majestätische Aufsteigen der Sonne selbst zu hindern, die eine Stunde später aller Welt sichtbar helle leuchtend und erwärmend am Firmament steht. Das Gleiche passiert heute hier. Deutschland und die Welt erleben das imposante Schauspiel eines weltgeschichtlichen Sonnenaufgangs.'

Damit war Lassalle der erste Rote, der das Blaue vom Himmel verspricht und damit das Grüne weckt: Die Hoffnung, dass Alles besser wird, das ganze Leben, die ganze Welt. Sie müssen ihm nur folgen:

‚Dann wird eine Blüte der Sittlichkeit, der Kultur und der Wissenschaft ausbrechen.'

Was aus dem roten Versprechen wurde, konnte er nicht mehr miterleben. Schuld war seine Vorliebe für alle schönen Frauen. Ein eifersüchtiger Rumäne war in einem Duell schneller mit der Pistole. Obwohl er unsterblich blieb. Als Erwecker der deutschen Arbeiterklasse.

144 Jahre später hat Martin Schulz den Job übernommen. Gerade noch totgesagt, totgesendet, totgeschrieben, stehen die ‚Sozen' plötzlich wieder mitten im Leben, in manchen Umfragen sogar schon vor der CDU. The ‚Race to Berlin' ist wieder offen, weil Martin Schulz nicht nur angetreten, sondern gleich losgelaufen ist:

2017-02-26-1488108633-1626669-SchulzKanzler2.JPG

Das gelingt aber nur, wenn die Mehrheit unter uns einen Arbeiterführer als Kanzler haben will. Und? Wollen Sie? Einen Kanzler, der nicht die Interessen aller Deutschen, sondern nur die Interessen der Arbeiter unter uns vertritt? Mit Gerechtigkeit hat das ja nicht viel zu tun. Das müsste er eigentlich am besten wissen. Gerechtigkeit ist ja sein Lieblingsthema im Wahlkampf.

Der hat mit ihm den „Trump Touch" gekriegt. Die ersten haben ihn schon zum Donald von Deutschland ernannt. Aber ein Trump ist Martin Schulz nicht. Im Gegenteil, Germany First! kam ihm noch nie in den Sinn. In Brüssel hat er für alles gestimmt, was Deutschland weiter auslöscht. Anders als Trump, der gegen alles ist, was Amerika schwächt. Das will er wieder stark machen. Dafür haben ihn die Amerikaner gewählt. Auch die meisten Arbeiter unter ihnen. Obwohl das dort nicht so wichtig ist. Nach ihrem alten Motto: Egal wer du bist, Hauptsache du bist Amerikaner. Und das heißt, dass du für dein Leben selbst verantwortlich bist, vom Tellerwäscher bis zum Millionär, Hauptsache du bist glücklich dabei. So steht es schon seit dem 04. Juli 1776 in ihrer Unabhängigkeitserklärung und seit 1787 auch in ihrer Verfassung.

Ganz anders als in Deutschland. Weil die Menschen hier nicht daran glauben, dass jeder einzelne für sein Leben verantwortlich ist. Lieber der Staat. Der alles lenkt, für alle denkt. Und der hat gar kein Interesse daran, dass sich das ändert. Das können nur die Menschen selbst. Zumindest die unter uns, die ihr Leben lieber nicht einem Staat übergeben. Man existiert ja schließlich nur das eine Mal, warum sollte man das verschenken?

Der Kandidat, der das öffentlich fragt, fehlt allerdings in Deutschland. Vielleicht weil man damit keinen Wahlkampf gewinnen kann? Die Idee, unabhängig durchs Leben zu gehen, löst bei den meisten unter uns ja eher Angst davor als Lust darauf aus.

Martin Schulz wird das nicht ändern. Im Gegenteil. Mehr Staat kann es für ihn gar nicht genug geben, denn mehr Staat heißt für ihn mehr Gerechtigkeit, solange, bis am Ende alle Menschen gleich sind. Das wollen und glauben ja viele, eigentlich alle, nicht nur unter uns: Alle Menschen sind gleich. Doch stimmt das auch?

Ja. Alle Menschen sind gleich. Aber? Jeder ist anders. Und so ist die große Kunst nicht alle gleich zu machen, sondern jeden anders zu lassen.

Wenn das nicht funktioniert, endet es so wie mit Europa. Die Gleichmacher zerstören die Unterschiede und Martin Schulz als einer der größten Gleichmacher geht dabei immer vorneweg. Erst in Brüssel, jetzt will er das auch mit uns und unserem Land tun. Nach dem beliebten linksrotgrünem Motto:

"Deutschland verrecke!"

So ist Martin Schulz schon jetzt einer der fleißigsten Totengräber unseres Landes. Sogar einer, der von uns dafür bezahlt wird. Auch Wahnsinn und reif für die Couch. Auf der sind wir ja weiterhin, um zu ergründen, warum wir so sind, wie wir sind. Lieber mit und für einen Führer unterwegs, als frei und selbstbestimmt.

Ist das genetisch, schlicht bescheuert oder sogar von außen ferngesteuert?

Um das zu begreifen, müssen Sie sich erst einmal selbst finden und befragen. Wie ticken Sie? Und je nachdem wie Sie ticken, wählen Sie. Und je nachdem, wie Sie wählen wird es ausgehen. Obwohl? Für ein Deutschland, dass frei und selbstbestimmt auftritt, tritt ja keiner der Kandidaten an.

Dabei ist das gerade jetzt so wichtig, alleine gelassen vom großen Bruder Amerika. Der kümmert sich schon seitdem es ihn gibt um sich selbst. So ist er das stärkste Land der Welt geworden und bis heute geblieben. Und wir? Das Gegenteil. Jeder kann inzwischen mit uns machen was er will. Unsere Grenzen sind so offen wie unsere Kassen. Man muss nur herkommen, dann ist für alles gesorgt. Man muss nicht mal was dafür tun. Auch das ist ungerecht und auch das wird 'Martin der Gerechte' mit seinem Ruf nach mehr Gerechtigkeit nicht ändern. Er und seine linksrotgrünen Gesinnungsgenossen sind ja die, denen wir das zu verdanken haben.

Aber wenn ich/wir/Sie nicht ganz bescheuert sind, dann folgen wir ab jetzt nicht mehr den Totengräbern unter uns, die Deutschland und uns Deutsche weiter abschaffen, sondern nehmen uns und unser Land endlich wieder selbst in die Hand.

Alles andere wäre ja Selbstmord. Stimmt's?

Bis zum nächsten Termin, ihr Dr. Top

mehr über Torsten Preuß gibt es hierhttp://www.toponlineverlag.com

MEHR:blogs

Sponsored by Trentino