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Impressionen von einer Nationalistenkundgebung in Dortumd "Tag der deutschen Zukunft"

07/06/2016 12:25 CEST | Aktualisiert 08/06/2017 11:12 CEST
dpa

Josh Friedman ein libertärer Investigativjournalist aus Los Angeles jüdischer Abstammung, besuchte die Kundgebung und sprach mit einigen der 1000 heimlichen Nationalen-Sozialisten.

Der Zugang zur Kundgebung war nicht einfach, denn die Antifa war der Ansicht auch ein jüdischer Amerikaner, der mit Nazis sprechen möchte ist selbst ein Nazi und muß verprügelt werden. So war es nur der deutschen Polizei zu verdanken, daß die Antifa diesen Plan nicht sofort umsetzen konnte.

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Linke attackieren ihre selbsterklärten Verbündeten

Überhaupt hat sich die Polizei an diesem Tag recht fair verhalten, war allerdings auch mit gut 5000 Männern (und vielen hübschen Damen) deutlich die zahlenmäßig größte Gruppe in Dortmund. Es hat so eine gewisse Komik, wenn sich im Jahre 2016 ein libertärer Jude, dem man seine Abstammung auch recht deutlich ansieht, unter 1000 hardcore Neonazis sicherer fühlen kann, als in der Nähe der selbsterklärenden Antifaschisten, die auch Fahnen des Staates Israel schwenken und damit auf jeden einknüppeln der versucht ihre schwer verständliche Ideologie irgendwie zu hinterfragen.

Auf dieser Kundgebung handelte es sich nicht um AfD Anhänger die sich betont freundlich, friedlich, ja gutbürgerlich geben um Wahlerfolge zu bekommen, sondern es handelte sich um den harten Kern der rechtsradikalen Szene die sich einen Dreck um ihr Image bei der "Lügenpresse" schert. Die Polizei hatte die Aufgabe beide Gruppen voneinander zu trennen und glücklich war dabei keine der beiden Seiten.

Die Antifa hat wie immer die Polizei angegriffen und die NS-Szene hätte viel dafür gegeben sich selbst schützen zu dürfen. Wer beide Seite gesehen hat, kann sich denken wie der Strassenkampf ausgegangen wäre. Auf der einen Seite 3000 teils schon angetrunkene, bekiffte und gewaltbereite Antifaschisten und auch sehr viele Frauen und auf der anderen Seite 1000 ebenfalls Gewalt bejahende gut organisierte und disziplinierte Hooligans, erfahrene Strassenkämpfer.

Meiner Ansicht nach sollte die Antifa froh sein, dass die Polizei sie trennt, aber wen interessiert schon meine Meinung und wer schaut sich schon beide Seite an - im übrigen hatten wir das ja vor 1933 schon einmal alles ausgetestet?

Links gegen Rechts

So ganz schlüssig sind die Parolen der nationalen Sozialisten allerdings auch nicht. Da wird zwar "Ausländer Raus" skandiert, aber Ehrengast als Sprecher auf der Kundgebung ist dann ein Kamerad aus Bulgarien. Da werden zwar Transparente gegen Kapitalismus und Globalisierung geschwenkt, aber trotzdem freut sich jeder über sein Smartphone aus Fernost.

Im nationalen Sozialismus, ohne Kapitalismus und Weltmarkt, könnte man das wohl nicht für einen Wochenlohn erwerben, da gab es ja nicht einmal Bananen. Eigentlich wissen wir das ja auch, denn auch das hatten wir bis 1989 in einem Teil von Deutschland ausgetestet.

Fazit: Mit Faschisten und Antifaschisten gibt es aus libertärer Sicht noch viel Diskussionsbedarf. Die beiden politischen Lager unterscheiden sich allerdings ganz wesentlich in einem Aspekt. Mit der einen Seite kann man zur Zeit noch reden, die andere Seite hingegen, hat nur an sinnloser Gewalt ein Interesse.

Hier gehts zum Video von Josh Friedmann.

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