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Robert Bilott - wer ist der Mann, der den Alternativen Nobelpreis bekommt?

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BrianAJackson via Getty Images
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Der Alternative Nobelpreis oder auch kleine Nobelpreis wird an ÔÇ×normale" Menschen verliehen, die sich um die Gesellschaft verdient gemacht haben. Wie die ÔÇ×S├╝ddeutsche Zeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, bekommt diesen so wichtigen Preis in diesem Jahr ein Mann, der in den USA als der m├Ąnnliche ÔÇ×Erin Brockovich" bekannt ist. Wer ist dieser Mann, der f├╝r Millionen Amerikaner ein Zeichen der Hoffnung ist und warum bekommt Robert Bilott den Alternativen Nobelpreis?

Im Leben wie im Film

Der Film ÔÇ×Erin Brockovich" war ein Blockbuster und bescherte der Hauptdarstellerin Julia Roberts 2001 einen Oscar. Der Film hat in den USA aber auch das Bewusstsein f├╝r eine saubere Umwelt geweckt. Viele Amerikaner begr├╝├čen es daher, dass der Anwalt Robert Bilott den Alternativen Nobelpreis bekommt. Wie die couragierte Erin Brockovich, so hat auch Robert Bilott einen Umweltskandal von gewaltigem Ausma├č aufgedeckt und er k├Ąmpft seit mehr als 20 Jahren verbissen darum, dass die Opfer dieses Skandals eine Entsch├Ądigung bekommen.

Gift im Fluss

Vor 20 Jahren vertrat der Anwalt Robert Bilott f├╝r eine Kanzlei in Cincinnati gro├če Firmen vor Gericht. Als ihn aber Landwirte auf das Chemieunternehmen DuPont aufmerksam machen, drehte der Anwalt den Spie├č um und trat als Ankl├Ąger auf. Das Unternehmen hatte Hunderttausende Tonnen eines hochgiftigen, f├╝r Menschen lebensgef├Ąhrlich Pulvers in den Ohio River geleitet. Der K├Ârper kann das giftige Pulver nicht abbauen, es verteilt sich auf alle Organe. Die im Pulver enthaltene Perfluoroctans├Ąure kann Hoden- und Nierenkrebs ausl├Âsen, die Schilddr├╝se sch├Ądigen und bei Embryonen lebensgef├Ąhrliche Darmerkrankungen verursachen. DuPont hat selbst Studien in Auftrag gegeben, die das gef├Ąhrliche Pulver verharmlosen und Hinweise auf die Gesundheitsgefahren einfach vertuscht.

F├╝r viele ein Held

Robert Bilott hat die Verschmutzung des Flusses bei den Umweltbeh├Ârden angezeigt und er klagte im Namen der Gesch├Ądigten gegen das Chemieunternehmen. Bilott sorgte f├╝r aufwendige Bluttests der Anwohner und er lie├č sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als er bedroht wurde. Bis zum heutigen Tag k├Ąmpft der engagierte Anwalt f├╝r die Gesch├Ądigten. Viele sind inzwischen an Krebs gestorben, aber noch immer gibt es 3000 Menschen, die Bilott vertritt. Einen gro├čen Erfolg konnten der Anwalt und seine Klienten aber bereits verbuchen, denn DuPont leitet heute keinen M├╝ll mehr ungefiltert in den Ohio River.

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