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Robert Bilott - wer ist der Mann, der den Alternativen Nobelpreis bekommt?

01/10/2017 14:50 CEST | Aktualisiert 01/10/2017 14:50 CEST
BrianAJackson via Getty Images

Der Alternative Nobelpreis oder auch kleine Nobelpreis wird an „normale" Menschen verliehen, die sich um die Gesellschaft verdient gemacht haben. Wie die „Süddeutsche Zeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, bekommt diesen so wichtigen Preis in diesem Jahr ein Mann, der in den USA als der männliche „Erin Brockovich" bekannt ist. Wer ist dieser Mann, der für Millionen Amerikaner ein Zeichen der Hoffnung ist und warum bekommt Robert Bilott den Alternativen Nobelpreis?

Im Leben wie im Film

Der Film „Erin Brockovich" war ein Blockbuster und bescherte der Hauptdarstellerin Julia Roberts 2001 einen Oscar. Der Film hat in den USA aber auch das Bewusstsein für eine saubere Umwelt geweckt. Viele Amerikaner begrüßen es daher, dass der Anwalt Robert Bilott den Alternativen Nobelpreis bekommt. Wie die couragierte Erin Brockovich, so hat auch Robert Bilott einen Umweltskandal von gewaltigem Ausmaß aufgedeckt und er kämpft seit mehr als 20 Jahren verbissen darum, dass die Opfer dieses Skandals eine Entschädigung bekommen.

Gift im Fluss

Vor 20 Jahren vertrat der Anwalt Robert Bilott für eine Kanzlei in Cincinnati große Firmen vor Gericht. Als ihn aber Landwirte auf das Chemieunternehmen DuPont aufmerksam machen, drehte der Anwalt den Spieß um und trat als Ankläger auf. Das Unternehmen hatte Hunderttausende Tonnen eines hochgiftigen, für Menschen lebensgefährlich Pulvers in den Ohio River geleitet. Der Körper kann das giftige Pulver nicht abbauen, es verteilt sich auf alle Organe. Die im Pulver enthaltene Perfluoroctansäure kann Hoden- und Nierenkrebs auslösen, die Schilddrüse schädigen und bei Embryonen lebensgefährliche Darmerkrankungen verursachen. DuPont hat selbst Studien in Auftrag gegeben, die das gefährliche Pulver verharmlosen und Hinweise auf die Gesundheitsgefahren einfach vertuscht.

Für viele ein Held

Robert Bilott hat die Verschmutzung des Flusses bei den Umweltbehörden angezeigt und er klagte im Namen der Geschädigten gegen das Chemieunternehmen. Bilott sorgte für aufwendige Bluttests der Anwohner und er ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als er bedroht wurde. Bis zum heutigen Tag kämpft der engagierte Anwalt für die Geschädigten. Viele sind inzwischen an Krebs gestorben, aber noch immer gibt es 3000 Menschen, die Bilott vertritt. Einen großen Erfolg konnten der Anwalt und seine Klienten aber bereits verbuchen, denn DuPont leitet heute keinen Müll mehr ungefiltert in den Ohio River.

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