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Marder - eine Heimsuchung für jeden Hausbesitzer

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Eigener Herd ist bekanntlich Goldes wert, allerdings nur, wenn auf dem Dachboden keine Marder wohnen. Die kleinen Raubtiere können Hausbesitzer langsam, aber sicher um den Verstand bringen und die Betroffenen haben kaum eine Möglichkeit, sich gegen die ungebetenen Logiergäste zu wehren. Wenn der Steinmarder einmal sein neues Zuhause wohnlich eingerichtet hat, dann kann ihn so schnell nichts mehr vertreiben. Marder sind sehr lernfähig, und das macht die Sache nicht eben einfacher.

Marder werden geschützt

Marder machen sich sehr schnell breit, sie sorgen für Lärm, für unangenehme Gerüche und wenn diese putzigen Tierchen einmal da sind, dann darf nur ein Förster sie wieder vertreiben. Wer selbst Unternehmungen anstellt, den Marder zu fangen, der macht sich strafbar, denn Marder werden geschützt. Allerdings sind auch dem Förster die Hände gebunden, wenn der Marder zum Beispiel in der Paarungszeit oder mit der Aufzucht seiner Jungen beschäftigt ist. Hausbesitzer können jedoch den Versuch unternehmen, den Marder zu vertreiben, ihn also praktisch zum Auszug aus dem Haus zu bringen.

Welche Maßnahmen sind hilfreich?

Es gibt ganz einfache Maßnahmen, die Hausbesitzer mit tierischen Untermietern anwenden können. Dazu gehört es auch, auf den Dachboden zu urinieren oder ohrenbetäubend laute Musik zu spielen, wenn es sein muss, auch nachts um 2:00 Uhr. Ultraschallgeräte, die mit Tönen arbeiten, die für den Menschen nicht hörbar sind, sollen angeblich auch gute Dienste leisten, sie machen wenigstens keinen Lärm und sie riechen auch nicht. Bewegungsmelder halten einige, die bereits einen Marder auf dem Speicher hatten, für eine gute Sache und auch eine Blitzlichtanlage soll gute Dienste leisten. Leider lernt der Marder sehr gut und passt sich schnell allen Umständen an und selbst scharf riechendes Ammoniakpulver kann ihn vielleicht vorübergehend vertreiben, auf Dauer wirkt das aber nicht, weil der Marder sich daran gewöhnt hat.

Mardersicher bauen

Wer sich auf Dauer vor Mardern schützen will, der sollte alle Wege, die von außen zum Dachboden führen, hermetisch verschließen. Verblendungen an der Hauswand können da ebenso hilfreich sein wie auch das Zurückschneiden von Bäumen, die auf dem Grundstück wachsen. Der Marder kann nichts für seine Natur, auch wenn ihm viele Hausbesitzer Arglist und Verschlagenheit vorwerfen. An den Konflikten trägt das kleine Raubtier keine Schuld, denn ihm wurde der Wohnraum genommen, da es kaum noch große Feldscheunen gibt, in denen die Marder früher logiert haben.

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