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Knusprige Pommes? Die EU will sie verbieten

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Christian-Fischer via Getty Images
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Knusprig goldgelb, frisch aus der Fritteuse sind Pommes frites ein Genuss, wenn es aber nach der EU geht, dann ist diese Köstlichkeit eine große Gefahr für die Gesundheit.

Genauer gesagt macht sich die EU Sorgen um Acrylamid, einen Stoff, der immer dann entsteht, wenn Lebensmittel, die Stärke enthalten, geröstet, gebacken, gebraten oder eben frittiert werden.

Aber nicht nur die leckeren Pommes stehen auf der Abschussliste der EU, auch Plätzchen, Reibekuchen, Knäckebrot und Chips gehören jetzt zu den Leckereien, die bedingt durch das schädliche Acrylamid, Krebs erzeugen können.

Ein wichtiger Schritt

Die EU sieht es als sehr wichtigen Schritt, mit neuen Verordnungen die Gefahr fĂĽr die BĂĽrger und BĂĽrgerinnen der EU zu minimieren. Gedacht sind die Regeln fĂĽr professionelle Lebensmittelhersteller und diejenigen, die Lebensmittel verarbeiten, also auch fĂĽr den kleinen Imbiss an der Ecke.

Die EU schreibt vor, dass die Kartoffeln, die verarbeitet werden, wenig Stärke enthalten dürfen, zudem müssen die Pommes frites vor dem Frittieren eingeweicht oder blanchiert werden. Die Hitze beim Garen ist nach unten begrenzt und die Pommes dürfen so gut wie gar nicht gebräunt werden.

Auch wenn es zu Hause Pommes frites gibt, dann sind strenge Regeln einzuhalten. Werden die Pommes im Backofen zubereitet, dann darf eine bestimmte Temperatur nicht ĂĽberschritten werden, auĂźerdem mĂĽssen die Pommes alle zehn Minuten gewendet werden.

Irrsinnige Forderungen

Überflüssig, zu bürokratisch und vor allem unverhältnismäßig - diese drei Worte fallen dem Hotel- und Gaststättenverband zu den neuen Regeln der EU ein. Diese „irrwitzigen Forderungen" tragen nicht eben dazu bei, der Skepsis gegenüber der EU entgegenzuwirken.

Auch das Argument der EU, dass bei Tierversuchen die Schädlichkeit von Acrylamid nachgewiesen wurde, stößt auf wenig Verständnis bei den Verbrauchern und der Industrie. Andere Studien sehen zwar auch das Risiko, das Acrylamid verursacht, aber sie finden die Regeln der EU trotzdem übertrieben.

So müsste man schon ein Kilogramm Pommes frites am Tag essen, um das Risiko an Krebs zu erkranken, deutlich zu erhöhen. Selbst wer für sein Leben gerne die frittierten Kartoffelstäbchen isst, der wird es wohl kaum schaffen, jeden Tag zwei Pfund davon zu verdrücken.

Die Entscheidung der EU ist am Mittwoch gefallen und jetzt muss zunächst eine Einspruchsfrist von drei Monaten eingehalten werden, bevor die zuständige Kommission die Vorlage annimmt. In Kraft treten könnten die neuen Regeln also frühestens im Frühling 2019.

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