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Hohe Mieten, hohe Anforderungen - Mieten wird immer schwieriger

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Attraktivere Abschreibungen, Mietpreisbremse oder mehr Wohngeld - jede Partei hatte vor der Wahl eine gute Idee, um auf dem Wohnungsmarkt für Entspannung zu sorgen. Ob sich eine dieser Ideen tatsächlich umsetzen lässt, ist fraglich.

Was allerdings feststeht, ist, dass die Mieten in einem rasanten Tempo weiter ansteigen. Vor allem in den Ballungsräumen wird Wohnen zum Armutsrisiko, denn in über 30 von 418 Städten und Landkreisen in Deutschland müssen Haushalte mittlerweile im Schnitt mehr als 20 Prozent für die Wohnkosten ausgeben.

Städter haben es schwerer

Besonders betroffen sind die Städte, wie beispielsweise München. Zwar verdienen die Einwohner der bayrischen Hauptstadt mehr als die Einwohner von Plauen, aber wer in Plauen eine Wohnung mieten möchte, der muss nur rund elf Prozent seines Einkommens für die Miete einplanen.

Im Münchner Trend-Stadtteil Au sind es über 40 Prozent, selbst in München-Riem sind es noch knapp 20 Prozent. In den großen Städten zeigt sich die Teilung der Gesellschaft besonders deutlich.

Dort lassen sich die Unterschiede zwischen Arm und Reich an der Höhe der Mieten erkennen. Es findet so etwas wie ein Austausch der Bevölkerung statt. Wer sich die Miete nicht mehr leisten kann, der muss raus aus der Stadt und in eine ländliche Region ziehen.

Dort sind die Mieten und die Lebenshaltungskosten noch erschwinglich, dafür sind die Arbeitsplätze knapper und die Infrastruktur ist nicht immer die Beste. Als Gewinner können sich nur diejenigen fühlen, die in der Stadt leben, aber einen günstigen und vor allem langfristigen Mietvertrag haben.

Stimmt die Bonität?

Wer in der heutigen Zeit eine Wohnung zur Miete sucht, der muss nicht nur Geduld mitbringen, sondern auch eine gute Bonität haben. Die Vermieter möchten sicher sein, dass der Mieter der Wohnung auch solvent ist und immer pünktlich seine Miete zahlt.

Der zukünftige Mieter muss seine Kreditwürdigkeit beweisen, denn dann steigen die Chancen auf einen Zuschlag für die neue Wohnung. Der Vermieter muss aber nicht alles wissen und der Mieter nicht alles von sich preisgeben.

Auskünfte einholen

Im Kampf um eine Wohnung sind diejenigen klar im Vorteil, die ihre Solvenz beweisen können. Wer sich für eine Wohnung interessiert, der sollte bei der Schufa eine Auskunft über die eigene Bonität anfordern und sie dem Vermieter oder Eigentümer vorlegen.

Aus dieser Bescheinigung erfährt der Vermieter, ob der Mietinteressent einen Kredit oder einen Leasingvertrag hat. Auch eventuelle Bürgschaften sind in der Bonitätsbescheinigung zu finden ebenso wie mögliche Konten bei einem Versandhaus.

Dazu kommen Informationen über Kreditkarten und Bankkonten. Über das Vermögen muss der Mieter allerdings keine Auskunft geben und auch sein Einkommen geht den Vermieter nichts an.

Trotzdem ist es immer besser, mit offenen Karten zu spielen, denn die Konkurrenz ist groß und die Vermieter entscheiden sich gerne für Mieter, die nichts zu verbergen haben.

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