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Die Zahl der Einbrüche steigt in Deutschland wieder an

25/11/2017 15:24 CET | Aktualisiert 25/11/2017 15:24 CET
stevecoleimages via Getty Images

Alle drei Minuten, so schätzt die Polizei, passiert irgendwo in Deutschland ein Einbruch. In der dunklen Jahreszeit sind Einbrecher besonders aktiv und da die Aufklärungsrate gering ist, rüsten immer mehr Hausbesitzer sicherheitstechnisch auf.

Riegel für Fenster und Türen, Überwachungskameras und Alarmanlagen haben Hochkonjunktur, aber wie effektiv sind diese Mittel, die die Einbrecher abschrecken sollen?

Wie effektiv ist eine Überwachungskamera?

Überwachungskameras sorgen bei Hausbesitzern für ein sicheres Gefühl. Diese filmen und sollte ein Einbrecher den Versuch unternehmen, ins Haus zu gelangen, dann zeichnet die Überwachungskamera ihn bei diesem Versuch auf.

Aber wie zuverlässig arbeitet Videoüberwachung? Häufige Fehler bei der Anschaffung von Überwachungskameras sind der Einsatz von WLAN oder Funk und für jedes sichtbares Blinklicht an Kameraattrappen.

Das zeigt jedem erfahrenen Einbrecher: Hier handelt es sich um eine Attrappe und er kann ungeniert seinem Job nachgehen. Bei Überwachungskameras, die mit WLAN oder Funk arbeiten, besteht immer die Gefahr, dass die Übertragung aussetzt.

Zwar liefern auch diese Kameras recht gute Bilder, aber meist ist die Reichweite zu gering und die Livebilder ruckeln oder brechen ab. Für durchgehend sichere Beweisvideos werden daher verkabelte Videoüberwachungssysteme empfohlen. Modernste Systeme nutzen einfach die vorhandenen Stromkabel zur sicheren Übertragung.

Lohnt sich eine Alarmanlage?

Das Haus mit einer Alarmanlage zu schützen, klingt plausibel. Macht sich der Einbrecher an der Haustür oder am Fenster zu schaffen, dann wird Alarm ausgelöst und der Einbrecher sucht schnell das Weite. Leider ist es nicht ganz so einfach, wie Tests beweisen.

In der Rubrik der Stiftung Warentest: Alarmanlagen zum Selbsteinbau, wurden einige gravierende Mängel aufgedeckt.

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Zwar versprechen diese günstigen Modelle Sicherheit, aber sie können ihr Versprechen nicht immer halten. Vier Modelle hat die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen, zwei davon schnitten mit „Mangelhaft" ab.

Bei diesen Selbstbau-Alarmanlagen besteht die Gefahr, dass es zu Angriffen durch Hacker oder zur Sabotage kommt. Eine Anlage, die aus einer Kamera, zwei Bewegungsmeldern, fünf Öffnungsmeldern und einer Außensirene besteht, stufte die Stiftung Warentest als empfehlenswert ein.

Welche Sicherheitsmaßnahmen sind die Richtigen?

Alarmanlagen und Überwachungskameras sind effektive Mittel, um sich vor einem Einbruch zu schützen, wenn sie richtig installiert werden. Auch gegen Selbstbau-Sets ist nichts einzuwenden, es sollte sich aber um technisch hochwertige Produkte handeln.

Wer zuerst auf den Preis und dann auf die Sicherheit achtet, der darf sich nicht wundern, wenn das Haus zum Ziel von Einbrechern wird.

Alle, die auf Nummer sicher gehen möchten, sollten die Polizei fragen, welche Sicherheitsmaßnahmen geeignet sind und wie teuer der Einbau ist.

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