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Die neuen Drohnenvorschriften

25/11/2017 16:21 CET | Aktualisiert 25/11/2017 16:21 CET
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Der scheidende Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat kurz vor dem Ende seiner Dienstzeit noch die neuen Regeln und Gesetze für Drohnen vorgelegt. Nachdem der erste Teil des Gesetzespaketes bereits im April in Kraft getreten ist, folgte der zweite Teil jetzt im Oktober.

Das neue Drohnengesetz ist notwendig, da die Anzahl der Drohnen in privaten Haushalt stetig ansteigt. Wer sich heute eine Drohne kauft, der muss unter anderem auf die Kennzeichnungspflicht und auf mögliche Flugverbote achten.

Die Kennzeichnungspflicht

Es sind acht Punkte, die für die Besitzer von Drohnen von Interesse sind. So müssen die Drohnen, die mehr als 250 Gramm wiegen, von ihren Besitzern mit einer Art Plakette ausgestattet sein. Auf dieser Plakette ist der Name des Eigentümers sowie seine Adresse und seine Telefonnummer zu finden. Kommt es zu einem Schaden, dann ist es einfach, den Besitzer ausfindig zu machen. Für eine Drohne, die mehr als zwei Kilogramm auf die Waage bringt, muss der Besitzer drei Dokumente haben:

  1. Eine Pilotenlizenz
  2. Eine Bescheinigung über die Einweisung bei einem Luftsportverein
  3. Einen Führerschein für die Drohne

Wer eine Pilotenlizenz hat, der muss diese wie einen Autoführerschein, immer dabei haben. Der Drohnenführerschein ist bei 18 Stellen erhältlich, die dem Luftfahrt-Bundesamt bekannt sind und anders als beim Autoführerschein, gibt es keine praktische Prüfung. Die Anwärter müssen Fragen aus den Bereichen Meteorologie, aus dem Flugbetrieb, der Navigation und dem Luftrecht beantworten. Die Bescheinigung über eine Einweisung durch einen Luftsportverein kann jeder bekommen, der mindestens 14 Jahre alt ist.

Erlaubnisfreiheit und Erlaubnispflicht

Eine Drohne, die weniger als fünf Kilogramm wiegt, darf am Tag ohne Erlaubnis in die Luft gehen. Das ist durch die Erlaubnisfreiheit geregelt. Wenn die Drohne aber mehr als fünf Kilogramm wiegt, dann benötigt der Besitzer eine Flugerlaubnis. Das gilt für alle, die ihre Drohne in der Nacht fliegen lassen möchten.

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Wann droht ein Betriebsverbot?

Im neuen Drohnengesetz sind auch Verbote zu finden. So dürfen Drohnen, die leichter als fünf Kilogramm sind, nicht außerhalb der Sichtweite fliegen. Verboten ist es auch, eine Drohne in sogenannten sensiblen Bereichen in die Luft zu schicken.

Zu diesen Bereichen gehören die Einsatzorte von Rettungskräften und Polizei, Krankenhäuser, Menschenansammlungen, Gefängnisse und Naturschutzgebiete. Über Wohngebieten dürfen Drohnen immer nur dann fliegen, wenn sie nicht mehr als 250 Gramm wiegen und sowohl optische als auch akustische Funksignale empfangen können. Für alle Drohnen im Privatbesitz, die schwerer als 25 Kilogramm sind, gilt ein generelles Flugverbot.

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