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And the oscar goes to

Veröffentlicht: Aktualisiert:
OSCAR KODAK
Michael Buckner via Getty Images
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BBC World News Moderator von „Talking Movies" Tom Brook gibt Empfehlungen, mit welchen Oscar-prämierten Kinoklassikern man sich die Wartezeit bis zur Verkündung der Oscars des Jahres 2017 verkürzen könnte.

Wie wäre es wenn Sie die Oscar- Nacht in diesem Jahr damit verbringen, einige der wichtigsten Filme der letzten Dekaden anzusehen? Der Journalist Tom Brook, Moderator der Kino-Sendung Talking Movies auf BBC World News, hat eine Liste der mit der Auszeichnung "Bester Film" titulierten Filme der letzten Dekaden zusammengestellt, und fand einige echte Klassiker vor, die man gesehen haben muss, auch wenn die Filmkritiker nicht immer dieser Meinung waren.

Gone with the Wind (1939)

Obwohl der Film von den Kritikern als dramaturgisch träge und eine einseitige weiße Perspektive einnehmend, beurteilt wurde, ist der Film ein Hollywood-Epos mit vielen Elementen, die dies wieder wettmachen, darunter die wegweisende schauspielerische Leistung von Vivien Leigh. Der Film heimste neun Oscars ein, darunter den Special Award, außerdem war Hattie McDaniel, in der Rolle der Mammy die erste Afro-Amerikanerin, die für den Oscar nominiert wurde, und ihn auch gewann. Sie bekam den Oscar in der Kategorie "Beste Nebenrolle".

Casablanca (1942)

Einer der groĂźartigsten Filmklassiker aller Zeiten verdient es, nochmal genossen zu werden. Humphrey Bogart und Ingrid Bergman schaffen eine einzigartige Leinwandmagie. Und die unvergessenen Passagen wie "Here's looking at you, kid."haben bis heute nichts an ihrer Wirkung auf den Zuschauer eingebĂĽĂźt. Casablanca wurde mit drei Oscars ausgezeichnet, darunter "bestes adaptiertes Drehbuch", der Film basierte auf dem Schauspiel 'Everybody Comes to Rick's', das zur Zeit des Filmes noch nicht produziert worden war.

All About Eve (1950)

Dieses gut geschriebene etwas affektierte Melodram bringt die Schauspielerin in einer ihrer wichtigsten Rollen. Wer könnte ihr "Fasten your seat belts, it's going to be a bumpy night" vergessen. Der Film erhielt 14 Academy Award Nominierungen, diesen Rekord teilt der Film mit dem diesjährigen heißen Anwärter La La Land und anderen.

The Sound of Music (1965)

Der Film erhielt von einem Filmkritiker das wenig schmeichelhafte Urteil "icky-sticky", also klebrig-schwĂĽlstig, dennoch ist er ein Muss fĂĽr Musicalfilmliebhaber, auĂźerdem zeigt Julie Andrews eine ihrer besten Leistungen ĂĽberhaupt. Andrews bekam keinen Oscar fĂĽr "Beste Schauspielerin", dennoch erhielt der Film fĂĽnf Oscars.

Midnight Cowboy (1969)

Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft von zwei Vagabunden verschiedener Art, gespielt von Jon Voight und Dustin Hoffman bleibt im Kopf und überzeugt in mehrerer Hinsicht: große Schauspieler, großartiges Script und sensationelle Regie des Briten John Schlesinger. Hoffman und Voight wurden für den Oscar nominiert, mussten jedoch John Wayne für True Grit den Vortritt lassen.

The French Connection (1971)

Dieser klassische Triller spielt im New York der 1970er Jahre und bleibt im Gedächtnis wegen Gene Hackmans Portrait des Cops Jimmy "Popeye" Doyle, aber auch wegen einer der aufregendsten Autoverfolgungsjagden der Filmgeschichte. Der Film erhielt acht Nominierungen, und konnte fünf Auszeichnungen nach Hause nehmen, darunter bester Schauspieler für Hackman und bester Regisseur für William Friedkin.

Annie Hall (1977)

Diese mehrfach ausgezeichnete Romantikkomödie wird als als Höhepunkt Woody Allens Karriere betrachtet. Es ist ein Film, in dem die Zuschauer Allens´ Charakter kennenlernen, Alvy Singer ist ein differenzierter Stellvertreter seines Alter Egos, und Diane Keaton zeigt eine wegweisende schauspielerische Leistung. Tatsächlich gewann Keaton mit dem Film ihren bis dato einzigen Oscar als beste Schauspielerin, während Allen den Oscar für die beste Regie und das beste Original-Drehbuch nach Hause nehmen konnte.

Chariots of Fire (1981)

Dieses britische Drama zweier Athleten, die bei den Olympischen Spielen 1924 antraten, konnte die Zuschauer mit ĂĽberzeugenden schauspielerischen Leistungen von Ben Cross und Ian Charleson in den Bann ziehen. In Ohr blieb den Kinobesuchern jedoch auch die mitreiĂźende Titelmusik von Vangelis. Der Komponist und Musiker wurde dafĂĽr mit dem Oscar fĂĽr die beste Filmmusik ausgezeichnet.

12 Years a Slave (2013)

Ein Sklavendrama, das seinem Regisseur Steve McQueen groĂźen Ruhm einbrachte. Er machte als erster schwarzer Produzent, der einen Oscar fĂĽr den besten Film erhielt, Geschichte. Der Film ist auch wegen der schauspielerischen Leistung des britischen Schauspielers Chiwetel Ejiofor in der zentralen Rolle des entfĂĽhrten Sklaven Solomon Northup sehenswert.

Spotlight (2015)

Ein journalistisches Drama, das sich mit der Berichterstattung des Boston Globe ĂĽber den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche in Boston befasst. Es ist ein Film, der Anerkennung bekommen hat, als ein wichtiger Beitrag fĂĽr den investigativen Journalismus. Er erhielt sechs Nominierungen, darunter bester Schauspieler und beste Schauspielerin in einer Nebenrolle, erhielt aber nur zwei Oscars: Bestes Original-Drehbuch und bester Film.

Talking Movies bringt ab dem 13. Februar eine Vorschau auf die Oscar-Verleihung auf BBC World News mit Specials, sowie einer Berichterstattung von der Zeremonie am Sonntag, den 26. Februar. Eine FĂĽlle von Berichterstattung finden Sie auf BBC.com http://www.bbc.com/culture/tags/academy-awards

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