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Konservativer Wandel

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TOBIAS LOOSE POLITIKER
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Die Flüchtlingskrise der vergangenen Monate hat die Unionsparteien auf eine Probe gestellt. Seit ich 1998 der Jungen Union beigetreten bin, habe ich es bei keiner anderen Sachfrage erlebt, dass so kontrovers und erbittert innerhalb unserer Parteien um Positionen gestritten wurde.

Auf der einen Seite sind Mitglieder, die die christlichen Werte bemühen, die Nächstenliebe gegenüber Flüchtlingen einfordern und Deutschland in einer historischen und rechtsstaatlichen Verantwortung sehen.

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Auf der anderen Seite die Mitglieder, die sich Sorgen um den Fortbestand unserer Gesellschaft und unserer Kultur, wie wir sie heute kennen, machen und die die Integrität und Souveränität unseres Nationalstaates gefährdet sehen.

Für christliche Werte stehen

Konservativ zu sein bedeutet für mich, für christliche Werte einzutreten und sich offensiv zu ihnen zu bekennen. Es bedeutet für mich, sich den guten und schlechten Teilen unserer Geschichte bewusst zu sein und daraus Ableitungen für die Zukunft zu ziehen.

Und es bedeutet für mich, Patriot zu sein, in meinem Fall als Schleswig-Holsteiner, Deutscher aber eben auch als Europäer. Konservativ zu sein bedeutet für mich aber nicht, für oder gegen Flüchtlinge zu sein, Atomkraft gut zu finden oder der Wehrpflicht nachzutrauern.

Konservative Politik muss sich immer wieder neu erfinden. Das wird in einer immer komplexeren Welt nicht einfacher, wie uns die Flüchtlingskrise vor Augen führte. Konservative Politik steht für mich als CDU-Mitglied auch nicht alleine, sondern ergänzt sich durch liberale und soziale Positionen.

Demokratie ausleben

Dieser Dreiklang ist es, der die Soziale Marktwirtschaft erfunden hat, der in Deutschland und Europa über eine historisch einmalig lange Zeit den Frieden gesichert hat und der unsere Heimat zu einem der lebenswertesten Flecken der Welt gemacht hat.

Ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, dass die Union diese erfolgreiche Politik in den kommenden Jahrzehnten für Deutschland fortsetzen wird. Das Streiten um Mehrheiten und um die richtigen Positionen unserer Partei ist für mich dabei gelebte Demokratie und schon oft der Katalysator für gute politische Lösungen gewesen.

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Tobias Loose ist 32 Jahre alt und arbeitet als Leiter Einkauf und Materialplanung der Triebwerkssparte bei der Lufthansa Technik AG. Er hat an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der Katholischen Universität Ingolstadt-Eichstätt Betriebswirtschaftslehre studiert und das Studium als Diplom-Kaufmann abgeschlossen.

Auslandssemester führten ihn nach Finnland und Südafrika. Tobias Loose ist seit 2000 Mitglied der CDU und hat in verschiedenen Positionen Erfahrungen in der Parteiarbeit und Kommunalpolitik gesammelt. Aktuell ist er Landesvorsitzender der Jungen Union Schleswig-Holstein und Stellvertretender Vorsitzender der CDU Schleswig-Holstein.

Weiter engagiert er sich insbesondere in der Bildungspolitik und leitet den Landesfachausschuss Bildung der CDU Schleswig-Holstein. 2017 kandidiert er im Wahlkreis Kiel-West und auf Platz 8 der Landesliste als CDU-Landtagskandidat. Neben der Politik spielt Tobias Loose in seiner Freizeit Klavier und singt in einem Chor.

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