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Start-up-Szene und Social Entrepreneurship

03/09/2015 11:40 CEST | Aktualisiert 03/09/2016 11:12 CEST
ullstein bild via Getty Images

Es weht ein Wind durch die deutsche Start-up-Szene, der mir wirklich gefällt - er nennt sich Social Entrepreneurship.

Vielen jungen Gründern genügt es nicht mehr ein möglichst großes Business aufzubauen, um die eigenen Taschen mit Kohle zu füllen. Sie suchen nach einem Sinn in ihrem Tun und finden ihn in dem Gedanken etwas zurückgeben zu wollen.

Begeisterung fürs Skateboarden

„Such dir einen Job, den du liebst und du wirst nie wieder arbeiten müssen." - da kann ich dem alten Konfuzius nur Recht geben. Nur wenn dein Herz für das brennt, was du tust, wirst du am Ende des Tages erfolgreich sein.

Mein Lebensweg ist ein gutes Beispiel dafür, denn ganz am Anfang stand die Begeisterung fürs Skateboarden und daraus wuchs der Wunsch sich für diese Jugendkultur stark zu machen - der Gedanke Unternehmer zu werden, kam erst sehr viel später.

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Credit: MauriceRessel

Es ist großartig zu sehen, dass viele junge Gründer ähnliche Überlegungen antreiben und ich bin mir sicher, dass der Trend zum sozialen Unternehmertum weiter zunehmen wird.

Die Alten, zu denen ich rechnerisch mit meinen 66 Jahren auch gehöre, werfen der jungen Generation vor sich nicht mehr zu engagieren und total vernetzt, aber uninteressiert durch die Gegend zu stapfen. Ich kann das nicht bestätigen.

Soziales Unternehmertum

Zum einen sehe ich an meiner Initiative skate-aid, wie viele Anfragen wir von potentiellen Ehrenamtlichen erhalten, die hinter unserer Idee stehen, die Welt mit dem Skateboard für Kinder und Jugendliche ins Rollen zu bringen.

Zum anderen melden sich unglaublich viele Start-ups bei mir, die ins soziale Unternehmertum einsteigen wollen und Beratung benötigen. So gerne ich den Anfragen nachkommen möchte, sooft muss ich sie leider ablehnen, weil einfach die Zeit fehlt.

Doch aus der Fülle der Mails und Anrufe zeigt sich mir, dass erstens das Bedürfnis sozial engagiert unterwegs sein zu wollen besteht und dass es an kompetenten Ansprechpartnern fehlt.

Eröffnung des ersten Skateboardparks in Palästina in Kooperation mit den SOS-Kinderdörfern weltweit

Hohe bürokratische Hürden

Ich rate davon ab zur Umsetzung der sozialen Projekte eine eigene Non-Profit-Organisation zu gründen. Die bürokratischen Hürden sind hoch und das deutsche Gemeinnützigkeitsrecht unglaublich kompliziert, sodass selbst Finanzprofis nicht durchblicken.

Deshalb empfehle ich das soziale Engagement mit dem eigenen Unternehmen oder in Kooperation mit einer passenden gemeinnützigen Organisation umzusetzen.

Wer Gutes tun will, dem werden viele Steine in den Weg gelegt und es bedarf eines verdammt starken Willens, nicht auf der Hälfte der Strecke desillusioniert umzudrehen.

Skateboarder-Mentalität

Im Endeffekt rate ich jedem Gründer sich die Skateboarder-Mentalität zu eigen zu machen - rauf aufs Brett, Trick versuchen und wenn du auf die Schnauze fällst, Staub abklopfen, Blut wegwischen, Schmerz wegdrücken und neu versuchen.

Wer schlussendlich alle Hürden genommen hat und seinen Traum lebt, der wird mit etwas Grandiosem belohnt: Sinnstiftung in Reinkultur! Erlebe ich selbst jeden Tag und es ist der Hammer!


Titus Dittmann wird als Table Captain bei Bits & Pretzels mit dabei sein!

Um das Startup-Ökosystem zu stärken haben die Bits & Pretzels Veranstalter das Table Captain-Prinzip ins Leben gerufen. An jedem Tisch im Schottenhamel Festzelt wird ein Gast mit besonderer Expertise (CEO, CTO, Investor, Professor, Chief-Editor, etc.), ein sogenannter Table Captain, sitzen. So haben alle Teilnehmer die Möglichkeit in einer angenehmen Networking-Atmosphäre in Konversation mit Experten zu treten und ihr Wissen auf ein anderes Level zu bringen.

Insgesamt werden 300 Table Captains bei Bits & Pretzels mit dabei sein!

  • LeserInnen der Huffington Post bekommen mit dem Zugangscode (BP_HuffingtonPost) auf Bits & Pretzels Tickets einen extra Discount von 10%.

Comedian Harry G. nimmt die Startup-Szene aufs Korn

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