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Der Erziehungstrend CTFD soll die Lösung aller Probleme sein - dabei müssen sich Eltern nur an zwei Dinge halten

10/08/2017 17:33 CEST | Aktualisiert 10/08/2017 17:33 CEST
dpa

Tigermütter, Helikoptereltern, bedürfnisorientierte Erziehung. Schreien lassen, trösten oder zurückschreien? Grenzenlos loben oder doch lieber wutentbrannt toben, wenn's nur eine 1- ist? Fördern, fordern, Geigenunterricht oder Fußballtraining, oder beides gleichzeitig?

Alle wollen das Beste für ihre Kinder, und viele von uns suchen nach der neuesten, perfekten Erziehungsmethode. Die den Nachwuchs aufblühen und zu einem besonders prächtigen Exemplar werden lässt. Zum schönsten Strauß aus Intelligenz, Charme, Cleverness und Menschlichkeit, den die Welt je erblicken durfte.

David Vienna schreibt auf seinem Blog TheDaddyComplex über eine Methode, die den Kindern vielleicht die beste Entwicklung gewährt. Ihre Botschaft richtet sich an die Eltern, nicht an die Kinder.

CTFD heißt sie. Die Abkürzung für „Calm The Fuck Down". Also auf Deutsch in etwa: Mach Dich mal locker.

CTFD soll dafür sorgen, dass es dem Kind gut geht, egal, was genau Mama und Papa tun (solange sie es nicht misshandeln).

Ein paar typische Anwendungsfälle für CTFD:

Besorgt darüber, dass der Nachbarsjunge das Alphabet ein bisschen schneller drauf hat als Dein Kind? Calm the fuck down.

Verunsichert, ob Du gut genug als Elternteil bist? Calm the fuck down.

Ängstlich, ob Du Deinem Kind alles Wissen mitgegeben hast, damit es in der Schule und in der Arbeitswelt überlebt? Calm the fuck down.

Mehr zum Thema: Viele Eltern zwingen ihre Kinder ihr Spielzeug zu teilen - und schaden damit ihrer Entwicklung

Verärgert, dass Dein Kind nicht so viel Bock auf Ballett hat, wie Du es Dir wünschst („Du wolltest es doch auch, Ronny!"). Calm the fuck down.

Gestresst, weil sich Dein Kind in der Öffentlichkeit nicht verhält wie ein dressierter Adelssprössling? Calm the fuck down.

Mit CTFD kann eine Menge Druck entweichen. Und Platz frei werden für das Wichtigste, das Entscheidendste, für das, was Kinder wirklich brauchen: Liebe. Sein dürfen, wie sie sind. Aufmerksamkeit bekommen.

Mehr zum Thema: Forschung: Das macht Liebe mit dem Gehirn eines Kindes

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Eltern müssen nicht plötzlich zu Übermenschen werden, damit ihren Söhnen und Töchtern ein gutes Leben bevorsteht. Und Kinder werden ihre Eltern immer für die besten der Welt halten, solange diese grundsätzlich für sie da sind (zumindest bis zur Pubertät ...).

Zwei Schritte sind es, an die man sich laut Vienna bei der Erziehung halten kann:

1. Calm the fuck down.

2. Es gibt keinen zweiten Schritt.

Alle anderen Methoden soll man getrost ignorieren. Und sowohl die Eltern als auch die Kinder werden glücklich sein, das getan zu haben, so der Autor.

Von Tim, Autor und Blogger

Der Beitrag erschien zuerst auf MyMonk.

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