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Wo bleibt das ästhetische Business-Ethos?

02/12/2017 16:13 CET | Aktualisiert 02/12/2017 16:13 CET
marekuliasz via Getty Images

Wirtschaftsethik war lange Zeit ein "Boomfach" in den Medien.

Kurioserweise hat sich diese Tatsache nur gering in der Schaffung von Lehrstühlen mit eindeutig wirtschaftsethischem Schwerpunkt ausgewirkt.

Man wird als Beobachter den Eindruck nicht los, dass das ganze Gerede um "Ethos im Business" eine Art Adamskostüm ist, das durch hohle Worte den Eindruck erwecken soll, dass sich die Global Player tatsächlich um den Wert von Werten scheren.

Ausnahme dabei vielleicht so mancher Business Player, der von vornherein auf Produktentwicklung und Produktion in Deutschland gesetzt hat. TRIGEMA könnte hier sicher erwähnt werden. Oder auch Firmen, die sich aus intrinsischer Motivation einen sinnvollen und flexibel weiter zu entwickelnden Code of Ethics gegeben haben.

Was mich am meisten wundert, ist der Mangelbefund, dass sich die Erkenntnisse der Wissenschaft für eine positive Wohlfühlatmosphäre in work spaces kaum in der de-facto-Firmenwelt von KMUs und Big Companies niederschlagen. Und doch gerade dies wäre ein eklatant wichtiger Beitrag zu einem gelebten arbeitsweltlichen Gestaltungsethos, das Menschen zugute kommt.

Ein sehr positives Beispiel liefert hier die Stuttgarter Zentrale der Beratungsfirma DREES & SOMMER (Bau- und Immobiliensektor), deren chicer Kosmos und mondäne Lebenswelt eine Art deutsches GOOGLE darstellt, wobei der Einzelne und das Miteinander, die upscale facilities und die Umgangskultur eine Art grandiose Mischung aus gelebtem Ethos und echtem Anspruch an Qualität bilden.

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