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Schönheit als Facettenspiel der Alltäglichkeit

26/11/2017 15:17 CET | Aktualisiert 26/11/2017 15:18 CET
Yuri via Getty Images

"Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet." - David Hume

Licht der Schönheit

Schönheit leuchtet in so vielen kleinen und großen Dingen des Alltags auf.

Das Lächeln des Gegenübers, das singende Rotkehlchen am Abend, der Nebel, der vom Wald über die Felder zieht.

Die Schönheit einer Rose oder eines wirklich schönen Menschen, der so etwas wie innere und äußere Stimmigkeit verströmt und das Glück den Rhythmus des Moments zu bestimmen scheint.

Schönheit leuchtet auf, wo wir mit offenen Sinnen den Farben des Moments erlauben, die oft tristen Wände unserer Seele in das bunte Licht von Freiheit, Liebe und Güte zu tauchen.

Schönheitserfahrung kann uns durchaus erlösen von der Negativstimmung, die uns manchmal befällt, wenn wir uns den Problemen oder scheinbaren Ausweglosigkeiten quasi „verschreiben".

Alltäglich Schönes

Schönheitserfahrungen sind manchmal unfaßbar mondän-normal alltäglich.

Die erfolgreiche „Jagd" auf einen neuen Schuh, eine neue Tasche oder das lang ersehnte Kleidungsstück - in diesem „Erfolgsgefühl" kann durchaus eine schöne Stimmung in uns sich breitmachen bzw. Raum gewinnen.

Das Lieblingslied, das aus dem Radio ertönt, die Euphorie, die ich bei einem Konzert empfinde, die Stille unter dem Sternenhimmel, die mich der Stimme Gottes so endlos nah sein lässt.

Der Spaziergang am Rhein bei Eltville, wenn in wodkablauen Farben die Abendsonne durch den Rheingau schwebt und die Welt sich sanft wie ein einziges, wunderbares Farbspiel der Freiheit vor den Augen entfaltet.

Der Blick aus dem Fenster beim Flug über die mit Neuschnee bedeckten Gipfel, ein Abendspaziergang am Gichtsaum auf Sylt am Roten Kliff beim Schrei der Möwen, das grandiose Spektakel, wenn man in Tiburon frühstückt und sich langsam die Golden Gate Bridge aus den Nebelschwaden herausschält. Momente, in denen man die Zeit vor lauter Schönheits-Flash einfach nur für immer festhalten möchte.

Schönheit umgarnt uns

Schönheit bezirzt unser sinnliches Empfinden, unser Denken und Fühlen, letztlich unser Herz. Hier spüren wir so etwas wie erfüllte Sehnsucht, einen Hauch Ewigkeit in der Zeit.

In diesen Facetten alltäglicher Schönheitswahrnehmung spielt die Freiheit des Seins auf den Tastaturen unserer Wahrnehmungssensorien und lässt dem Glück freien Lauf. Hier tanzen die Sinne im Gleichschritt der Ewigkeit durch die Figuren alltäglicher Lebenspfade.

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Und wer Augen hat für die Schönheitsfacetten des Augenblicks, kann etwas erkennen von der Glückseligkeit, zu der wir Menschen (nicht nur in Hoch-Zeiten und bei Festen) ureigentlich berufen sind.

Notabene: die Freiheit des Augenblicks ereignet sich oft sehr überraschend und jenseits der Regelhaftigkeiten, mit denen man versucht, unsere Seelen zu domestizieren.

Oscar Wilde provoziert in diesem Sinne: „Die Moral ist immer die Zuflucht der Leute, welche die Schönheit nicht begreifen." Ästhetik ist halt nicht den Regeln verpflichtet, sondern sie "spielt frei".

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