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Fünf Regeln zur klugen Entscheidungsfindung

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DECISION MAKING SCIENCE
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„Flucht ist keine Lösung - lediglich die zeitliche Verschiebung einer nötigen Entscheidung." (A. Jans)

Regel 1
Entscheiden befreit. Daher sollte man keine wichtigen elementaren Entscheidungen vertagen.
Entscheiden, das ist ein Forum mit vielen offenen Wegen und Türen.
Man kann Türen begutachten und sie dann beiseitelassen oder andere erst gar nicht wirklich registrieren. So manche Tür durchschreitet man und lässt sie dann wieder als „falschen Eingang" hinter sich; wieder andere führen u.U. zu Zauberminen von Glück, Freude, Freundschaft, Erfüllung und andauernder Ermutigung. Erst ex post weiß man, was sinnvoll und klug war.
Viele verschieben anstehende Entscheidungen und fliehen aus aktuellen Verantwortungen.
„Was nutzt es, eine Entscheidung zu überschlafen, die einen entscheidend um den Schlaf bringt." (Thom Renzie)

Regel 2
Das Herz sprechen lassen.
Wer der Stimme des Herzens ehrlich-beherzt lauscht und ihr folgt, wird voraussichtlich dem „Zufall auf die Sprünge helfen", das eigentlich Gewünschte/Erbetene und vielleicht sogar das „Unmögliche" erleben.

Regel 3
Eine „Alltagsregel" besagt: „Man findet die besten Dinge, wenn man sie nicht sucht." Der Mut, das Überraschende, scheinbar „ungelegen" Kommende anzunehmen, gehört zu einem Entscheidungs"orgasmus" mit dazu. Eruptiv kommen oft die besten Dinge zustande. Wer beherzt zugreift, der gewinnt. Meist, nicht immer. Den Traum sollte man aber nicht auf Sankt Nimmerlein vertagen.

Regel 4
Gottesorientierung ist eine gute Grundierung für jede Entscheidung.
Bei Salomo (Sprüche Salomo 3,5f) lesen wir:
„Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen."
Die Ausrichtung des Herzens ist relevant.

Von dieser Relevanzentscheidung aus kann alles weitere an Entscheidungsprozessen gelingen. Keep God first! Everything else follows. Bei Matthäus lesen wir: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat." (Kapitel 6,33)

Regel 5
Das Ziel präzisieren und sich kurz ein wenig unter Druck zu setzen, kann Wunder wirken. Dabei sollte die Ratio genauso Gehör finden wie der geistliche Prozess der Wahl coram Deo eine Stimme haben sollte. Das „ganze Paket" ist in Betracht zu ziehen.
Nie dabei vergessen: „Blauäugig getroffene Entscheidungen können dazu führen, dass man sich hinterher auch noch grün und blau ärgert." (Thom Renzie)

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