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Das Bild der Bildung bilden

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SMART UNIVERSITY STUDENTS
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Thesen zur Zukunft der Bildung

1. Bildung muss sich in der Zukunft als gegenwartswirksam erweisen: "Education is the most powerful weapon which you can choose to change the world." (Nelson Mandela)

2. Bildung wird in Zukunft mit dem Menschen Schritt halten müssen: "Education is the key to unlock the golden door of freedom." (George W. Carver)

3. Bildung hat sich in Zukunft der "force invisible" der Nachhaltigkeit zu beugen: "The greatest threat to our planet is the belief that someone else will save it." (Robert Swan)

4. Bildung der Zukunft hat mit dem Sinn, weniger mit dem "Content an sich" zu tun. Und manchmal hat das auch mit der Grundsatzerfahrung völliger Leere zu tun: "Not until we are lost do we begin to understand ourselves." (Henry David Thoreau)

5. Bildung wird sich zukünftig als Speerspitze der Freiheit zeigen müssen - oder sie wird zunehmend an Wert und Wirklichkeitsrelevanz einbüßen. Nur diejenigen Facetten und Mosaiksteine, die eine "freiheitstaugliche" und freiheitsstiftende Kraft entfalten, werden künftig als relevant erkannt werden.

6. Bildung hat sich in kommenden Zeiten der Werteverfassung einer globalen digitalen Welt-Community anzugleichen; besser noch: sie prägt die Identität, das Profil und den Spirit dessen, was wir "World Community" nennen mögen. In Zeiten der Virtual Reality ist es um so wichtiger, dass Transparenz, geerdete Sustainability und die Autokorrektur der swarm intelligence massiv greifen.

7. Bildung der Zukunft hat sich zu verpflichten: auf das Wohl der erlebten Wirklichkeit, auf das Wohl der Partizipanten des weltweiten "Race for the Best Education" und dem Wachstum einer wirklichkeitstauglichen Lebensgestaltung und Weltauffassung, die nicht politisch diktiert wird, sondern die in der aktiven Partizpiation an der konkreten Lebens-, Sozio- und Politsphäre immer wieder neu ver- und ausgehandelt werden muss.

8. Bildung wird sich künftig weniger als ein "Geschehen von oben" im Fluss der Machtausübung zeigen, sondern immer mehr als eine Art "Guerillataktik der Freiheit" etablieren, die den zur Entfaltung findenden und dahin drängenden Strom der Erweiterung der eigenen geistigen sowie geistlichen Kapazitäten avisiert.

9. Bildung bzw. das, was wir die "Bildungsindustrie" zu nennen pflegten, wird sich künftig weniger dem Menschen als einem Wesen und Macher von Gesellschaft widmen, sondern sie wird sich als Interaktionsbildung, als "interactional education process" erzeigen dürfen und müssen, der mehr und mehr dem Sinn der Freiheit und dem Sinn des Friedens konkreten Ausdruck verleiht. Dies gilt es in allen Bildungsprozessen zu berücksichtigen. Und dies gilt es berherzt und mit autonomem Verve gegen alle Machtanmaßungen und Ideologeme mancher Vordenker mutig zu verteidigen.

10. Bildung der Zukunft hat eine Aufgabe, die so zusammengefasst werden kann: sie muss sich in der globalisiert-dynamisierten Hypermoderne den Digitalisierungsströmen widmen und hier erfolgreiche Vernetzungs- und Verstehenspattern entwickeln, die Kommunikation und Kreatitivität erlauben bzw. freisetzen und damit zum Wohl der Weltgemeinschaft aller Sprachen und Kulturen einen mehr als nur basalen Beitrag liefert.

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