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Test: Haben Sie das Zeug zum Erfolgscoach?

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Erfolgscoaching ist als erstrebenswerte Disziplin besonders interessant für Menschen, die anderen dabei helfen möchten, bestimmte Ziele zu erreichen.

Innerhalb von Unternehmen trifft dies insbesondere auf Führungskräfte und Personalentwickler zu. Wenn Sie das Eine oder das Andere sind, können Sie nun testen, ob Sie der Aufgabe gewachsen sind.

Als Erfolgscoach ermöglichen Sie anderen voranzukommen: Sie bieten Orientierung und Unterstützung, ohne eine Richtung vorzugeben und ohne Entscheidungen vorwegzunehmen.

In dieser Hinsicht gleicht Erfolgscoaching der Mediation - nur, dass es beim ersteren nicht um Streitschlichtung geht, sondern darum, den erfolgreichen Verlauf eines Prozesses zu unterstützen.

Ist dies auch Ihr Vorhaben? Prima, dann kann's mit dem Test losgehen:

Erster Teil: Ist es überhaupt sinnvoll, dass Sie sich als Erfolgscoach versuchen?

Zuallererst sollten wir klären, ob Sie wirklich Erfolgscoach sein wollen und sein sollten.

Beantworteten Sie sich die folgenden vier Fragen:

• Hat Ihr Team oder ein Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen eine gute Idee für ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung - oder einen Verbesserungsvorschlag?
• Hat jemand ein spezielles Problem erkannt und bereits über einige Lösungsansätze dafür nachgedacht?
• Möchten Sie Mitarbeitern zu größerer beruflicher Zufriedenheit verhelfen?
• Möchten Sie Mitarbeitern Erfolgserlebnisse ermöglichen?

Wenn Sie die letzten beiden Fragen sowie eine der ersten beiden Fragen mit „Ja" beantwortet haben, sind die wichtigsten Voraussetzungen erfüllt.

Zweiter Teil: Haben Sie das Zeug zum Erfolgscoach?

Lesen Sie sich die folgenden 16 Aussagen genau durch. Stellen Sie sicher, dass Sie jede Aussage wirklich verstehen und bewerten Sie sich dann auf einer Skala von 1 („Nie") bis 10 („Immer"). Zur Sicherheit können Sie einen vertrauten Kollegen bitten, Ihre Einschätzung zu verifizieren. Sind Sie bereit für den Test? Hervorragend - hier sind die Aussagen:

  1. Bei Besprechungen und Gruppenarbeiten bin ich in der Lage, mich auf das Gegenwärtige und den Gruppenprozess zu konzentrieren.

  2. Ich merke es, wenn sich die Teilnehmer (mich eingeschlossen) physisch unwohl fühlen.

  3. Ich bin mir meiner Gefühlslagen bewusst und kann auch die Gefühlsäußerungen der Menschen um mich herum wahrnehmen und deuten.

  4. Ich verstehe es, neutrale Beobachtungen zu machen - ohne Vorverurteilungen und Wertungen.

  5. Ich kann Dinge verständlich und prägnant zusammenfassen.

  6. Ich bin mir meiner Beweggründe bewusst, wenn ich einen Gedanken, eine Frage oder einen Vorschlag zur Diskussion beitrage.

  7. Ich kann das Entwicklungsstadium der Gruppe auf ihrem Weg erkennen und ihr eigenes Tempo akzeptieren.

  8. Ich nehme Gefühlsausbrüche nicht persönlich.

  9. Ich komme grundsätzlich gut mit anderen aus.

  10. Ich kann gleichzeitig fordernd und fördernd sein.

  11. Ich weiß, wie man eine Gruppe dazu bringt, ihre gemeinsame Erfahrung zu reflektieren.

  12. Mir ist bewusst, dass Ambiguität nicht immer schlecht ist - wenn man damit umzugehen weiß.

  13. Ich bin versiert darin, konstruktives Feedback zu geben.

  14. Ich habe Erfahrung in der Streitschlichtung und Konfliktlösung.

  15. Ich bin mir meines eigenen Lernprozesses bewusst - und der individuellen Lernprozesse der Gruppenmitglieder.

  16. Mir ist bewusst, dass es nicht um mich geht, sondern um die Gruppe.

Ihre Ergebnisse

Bevor Sie sich daranmachen, Ihre Ergebnisse zusammenzuzählen, Hand aufs Herz: Waren Sie ehrlich sich selbst gegenüber? Weder zu großzügig noch zu hart? Wenn Sie mit Ihrer Selbsteinschätzung zufrieden sind, vergleichen Sie Ihr Ergebnis mit der passenden Anmerkung dazu:

Weniger als 40

Bei diesem Punktestand gibt es leider nichts zu beschönigen: Das ist kein gutes Ergebnis. Daraus können Sie zwei Schlüsse ziehen: Sie können beschließen, dass Erfolgscoaching Ihnen nicht liegt und Sie Ihre Energie lieber dort investieren sollten, wo Ihre natürlichen Stärken liegen. Sie können aber auch entscheiden, dass Erfolgscoaching ein unverzichtbarer Teil Ihres Berufes ist. Dann müssen Sie sich auf eine steile Lernkurve einstellen. Doch wenn Sie dazu fest entschlossen sind, sollte Ihrem Erfolg nichts entgegenstehen.

Zwischen 41 und 80

Ihr Ergebnis ist in Ordnung - so richtig stolz können Sie darauf aber nicht sein. Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie Erfolgscoach sein wollen, betrachten Sie sich die Aussagen, bei denen Sie sich eine 6 oder weniger gegeben haben. An diesen Fähigkeiten sollten Sie arbeiten.

Zwischen 81 und 120

Das ist eine beachtliche Punktzahl. Wahrscheinlich gibt es nur hier und da ein paar Schwachstellen: Schauen Sie sich die Aussagen an, bei denen Sie sich besonders geringe Punktzahlen gegeben haben. Erstellen Sie sich dann einen individuellen Entwicklungsplan für diese Bereiche.

Zwischen 121 und 160

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben das Zeug zum Erfolgscoach! Nun brauchen Sie nur noch Praxiserfahrung - und eine durchdachte Methodik. Wir wünschen ein gutes Gelingen!

Wenn Sie gerne mehr über das Thema Erfolgscoaching erfahren möchten, dann downloaden Sie Dr. Sally Watsons und Maggie Shannons eBook How to influence organisational change, erhältlich auf bookboon.com.