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R.E.S.P.E.K.T. - Goldene Regeln für mehr Vielfalt in Ihrem Unternehmen

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Die Erkenntnis, dass Vielfalt am Arbeitsplatz nicht nur etwas ist, das man als Unternehmen irgendwo als reines Lippenbekenntnis in die Selbstdarstellung schreibt, sondern dass heterogene Teams erwiesenermaßen produktiver sind als homogene, ist inzwischen bei den meisten Organisationen angekommen. Doch was bedeutet das für Sie in der Personalabteilung?

Was sind die notwendigen Zutaten für das perfekte Rezept, mit dem man als Personaler eine vielfältige Belegschaft sicherstellen kann? Wenn Sie auf diese Frage eine sehr einprägsame Antwort erhalten möchten, merken Sie sich ein Wort: Respekt.

Respekt ist natürlich eine wichtige Grundhaltung Menschen gegenüber, die anders sind als man selbst - doch in diesem Zusammenhang ist sie noch mehr: Sie können sich den Begriff als Akronym merken (also als ein Wort, das sich aus den Anfangsbuchstaben anderer Wörter zusammensetzt), um einige entscheidende Aspekte zu beherzigen, die Voraussetzungen für ein vielfältiges Unternehmen sind:

R steht für das Räumen von Barrieren.
Ermöglichen Sie es Ihren Mitarbeitern, ihr Talent möglichst uneingeschränkt zu entfalten, indem Sie Barrieren aus dem Weg räumen, die sie daran hindern könnten: Wenn eine junge Mutter zeitlich eingeschränkt ist, weil sie ihr Kind um eine bestimmte Zeit von der Kita abholen muss, sollten Sie flexible Arbeitszeiten anbieten, die so etwas problemlos möglich machen.

E steht für Einstellung.
Bei der Einstellung neuer Mitarbeiter können Sie die Vielfalt Ihrer Belegschaft am unmittelbarsten steuern: Wenn es mehrere geeignete Kandidaten für eine Stelle gibt, fragen Sie sich, welcher Kandidat am ehesten eine neue Qualität oder eine neue Perspektive zum Team beitragen könnte.

S steht für Systematik.
Es genügt nicht, dass Fairness und Chancengleichheit irgendwo in einer Arbeitgeber-Broschüre stehen, sondern dass es Werte sind, die systematisch in die Abläufe des Unternehmens integriert sind und jeden Tag gelebt werden: Wie laufen bei Ihnen Entscheidungsprozesse ab? Wie werden Beförderungen festgelegt?

P steht für Planung.
Vielfalt fällt nicht vom Himmel: Es muss dafür ein Konzept geben - und es ist Ihre Verantwortung als Personaler, dieses Konzept zu erarbeiten, zu implementieren und fortwährend weiterzuentwickeln.

E steht für Empathie.
Um einen idealen Arbeitsplatz für alle Mitarbeiter zu gewährleisten, müssen Sie in der Lage sein, individuelle Herausforderungen und Bedürfnisse zu erkennen und zu verstehen. Erst dann können Sie Angestellten helfen, ihre Stärken noch produktiver für das Unternehmen einzubringen.

K steht für Kreativität.
Und zwar für Kreativität bei der Arbeitsplatzgestaltung: Wie eingangs erwähnt, haben Studien gezeigt, dass vielfältige Teams produktiver sind. Sie können dieses Phänomen bewusst nutzen, indem Sie flexible Teamstrukturen schaffen, zur abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit ermutigen und regelmäßige Arbeitsplatzwechsel ermöglichen.

T steht für Talent.
Wenn Sie ein System für Mitarbeiterbewertung implementiert haben, welches das Talent und die Fähigkeiten einer Person in den Vordergrund stellt und Führungskräfte dabei unterstützt, diskriminierende Faktoren (z. B. Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, Herkunft) auszuschließen, ist dies ein wichtiger Grundstein für eine vielfältige Belegschaft.

Und somit ist das kleine Wort „Respekt" durchbuchstabiert. Natürlich gibt es noch weitere Aspekte, die man hier zu diesem Thema nennen könnte - doch diese Punkte sind ein guter Anfang. Und außerdem gut zu merken.

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