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Durch richtiges Lob Mitarbeiter motivieren

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Sam Edwards via Getty Images
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Das Thema Anerkennung und Lob stellt für viele Führungskräfte eine echte Herausforderung dar, weil man hier so viel falsch machen kann: Zu viel, zu wenig, zu allgemein, zu konkret ... Nachstehend ein kleiner Leitfaden, der die wichtigsten Grundsätze zusammenfasst.

Haben Sie das Gefühl, dass Sie Ihre Mitarbeiter zu selten loben? Dass es dafür nicht immer Anlass gibt? Oder, dass Ihr Lob wirkungslos verhallt? Hier ein paar Tipps für einen effizienten Einsatz von Lob und Anerkennung:

1. Stellen Sie sich selbst in den Hintergrund.

Erliegen Sie nicht der Versuchung, bei einem Lob Ihre eigenen Stärken zu preisen: „Ihr Projekt war sehr gut organisiert - so mache ich das auch immer. Bei meinem letzten Projekt ..." Es geht um den Mitarbeiter, nicht um Sie.

2. Loben Sie nur, wenn es Anlass dafür gibt.

Anerkennung ist nur dann wirkungsvoll, wenn der Mitarbeiter glauben kann, dass er Überdurchschnittliches geleistet hat. Machen Sie sich nicht mit erfundenen Anerkennungen unglaubwürdig.

Um Anlässe aber überhaupt zu erkennen, bedarf es eines positiven Menschenbildes und echtem Interesse für die eigenen Mitarbeiter.

3. Loben Sie persönlich

Delegieren Sie Lob nicht („Sagen Sie X, dass ich sein Engagement schätze."). Sie vertun damit die Chance, Ihrem Mitarbeiter Wertschätzung zu signalisieren und ihn so zusätzlich zu motivieren.

4. Seien Sie konkret und spezifisch.

Ein Lob ist dann besonders glaubwürdig, wenn es sich auf eine bestimmte Handlung oder Situation bezieht: „Ich war sehr beeindruckt von Ihrer Präsentation vorgestern. Sehr anschaulich und gut verständlich!"

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Weitere Tipps in dem Buch "Mitarbeitergespräche erfolgreich und sicher führen" von Marco De Micheli

5. Verknüpfen Sie das Lob mit persönlichen Stärken.

Wenn Sie eine besondere Leistung anerkennen, ist dies auch eine Chance dem Mitarbeiter eine seiner Stärken vor Augen zu führen:

„Dieser Erfolg war nur aufgrund Ihres Durchhaltevermögens / Ihrer Beobachtungsstärke / Ihres Organisationstalents möglich."

6. Betten Sie die Leistung in den Gesamtkontext ein

Verdeutlichen Sie dem Mitarbeiter, wie er seinen Teil zur Erreichung eines Unternehmensziels beigetragen hat: „Kundenzufriedenheit ist dieses Jahr ein Fokusthema. Und Sie haben dazu einen entscheidenden Beitrag geleistet."

7. Schränken Sie das Lob nicht ein

Durch relativierende Zusätze („Gut gemacht, aber ...") zerstören Sie die Wirkung eines Lobes. Besprechen Sie kritikwürdige Aspekte separat, verknüpfen Sie diese also nicht direkt mit Ihrem Lob.

8. Loben Sie unter vier Augen

Wenn Sie Einzelne vor dem gesamten Team loben, kann dies als Bevorzugung gedeutet werden und Missgunst und Neid hervorrufen. Sprechen Sie Ihr Lob daher nicht in der Anwesenheit anderer aus.

9. Loben Sie auch bei Fehlschlägen.

Mut, Risikobereitschaft und kreative Lösungsansätze sind lobenswerte Eigenschaften, die aber nicht immer zum Erfolg führen.

Setzen Sie Ihr Lob gezielt ein, um diese Eigenschaften zu fördern und Mitarbeiter zu ermutigen, auch weiterhin unkonventionelle Wege zu gehen.

Haben Sie andere Tipps für den Umgang mit Lob und Anerkennung? Dann freuen wir uns hier über Ihre Ergänzungen.

Mehr Lesestoff: Employer Branding: Engagierte Mitarbeiter als Entscheidender Wettbewerbsvorteil, Sechs häufige Stolperfallen bei Mitarbeitergesprächen - und wie Sie sie vermeiden, So meistern Sie das nächste Mitarbeitergespräch

Wenn Sie gerne mehr zum Thema erfahren möchten, dann downloaden Sie das eBook "Mitarbeitergespräche erfolgreich und sicher führen" von Marco De Micheli, auf bookboon.com.

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