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26 Angewohnheiten depressiver Menschen

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DEPRESSION
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Obwohl Depression für manche absoluten Stillstand bedeutet, gibt es immer noch diese winzigen Angewohnheiten - kleine Routinen, die eine Person aufnimmt, wenn die depressive Phase wieder eintritt. Diese Angewohnheiten können Anzeichen dafür sein, dass du wieder depressiv wirst.

Sie können auch positiv sein - Aktivitäten, die dir dabei helfen, den Zustand zu überstehen. Und weil Depressionen bei jedem etwas anders verlaufen, hat auch jeder unterschiedliche Angewohnheiten. "The Mighty" fragte Mitglieder seiner Community für psychische Gesundheit, was sie tun, wenn sie depressiv sind.

Hier sind ihre Antworten:

1. "Ich verwandle mich in einen Einsiedler. Ich will einfach nur zu Hause sein und nirgendwo hingehen und niemanden sehen. Mein Zuhause ist mein sicheres Nest, ich will es dann einfach nicht verlassen." -- Deanne R.

2. "Ich meide alles. Ich ignoriere mein Telefon, lasse Termine und Pläne ausfallen, verlasse mein Haus nicht, zahle keine Rechnungen und versuche, mit niemandem zu sprechen. So habe ich mein Leben zerstört - ich habe Prüfungen an der Uni verpasst, weil ich mein Zimmer nicht verlassen konnte." -- Sarah S.

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3. "Ich tue so, als wäre ich müde oder würde schlafen, um Menschen zu meiden. Aber in Wirklichkeit bleibe ich die ganze Nacht lang wach und habe diese Gedanken im Kopf (und wenn ich dann schlafe, habe ich Albträume). Ich esse fast nichts und wenn, dann nur leere Kalorien und ich trinke viel mehr. Ich versuche, mich selbst mit leerem Mist wie Fernsehen, sozialen Medien oder Spielen abzulenken, um nicht nachdenken zu müssen." -- Sarah S.

4. "Ich glaube, ich habe keine anderen Angewohnheiten, als exzessiv darüber nachzudenken, warum ich so leide, wie lange es wohl dauern wird und was zur Hölle ich tun soll, um mich gesund zu halten, obwohl ich keine Energie habe." -- Jennifer S.

5. "Ich isoliere mich nicht nur, sondern ich lasse der Stimme in meinem Kopf freien Lauf. Sie erzählt mir, dass mich niemand liebt, das Leben keinen Sinn hat und ich es nicht einmal mehr versuchen soll. Ich habe die Stimme 'The Glorp' genannt und stelle sie mir als Person vor. Ab und zu sage ich ihr, sie soll die Klappe halten." -- Sarah C.

6. "Ich verkrieche mich in eine Sofaecke und sehe fern. Lieblingsshows oder -serien oder einfach nur irgendetwas. Ich stehe nicht mal auf, um zu essen, duschen oder schlafen. Ich kann Stunden auf diesem Sofa verbringen, während ich verzweifelt versuche, Kraft aus den Geschichten anderer Menschen zu ziehen - egal ob sie real sind oder nicht." -- Laura G.

7. "Ich schlafe zu viel. Und ich vernachlässige jedes Hobby, dass ich normalerweise genieße. Ich gehe heim und liege auf dem Sofa, bis mir jemand etwas zu essen bringt. Und dann liege ich herum, bis ich mich ins Bett schleife." -- Alexandra K.

"Wenn ich wach bin, bin ich bei Facebook oder starre die Wand an, bis ich wieder schlafen kann. Ich esse kaum, spreche kaum und bin eigentlich kaum noch lebendig."

8. "Ich schreibe Gedichte und Kurzgeschichten für Kinder... ich lasse die Geschichten in glücklichen Zeiten spielen, damit die Depression nicht Überhand gewinnt." -- Amanda T.

9. "Es geht weniger darum, was ich tue, als darum, was ich nicht tue. Normalerweise kämpfe ich mit extremen Schlafstörungen, ich arbeite, mache Sport, spiele mit meinen Hunden. Plötzlich könnte ich nur noch schlafen.

Ich meide meine Freunde und Familie, meinen Mann, meine Arbeit und alles, was mehr Energie in Anspruch nimmt, als mir die Decke wieder über die Schultern zu ziehen. Wenn ich wach bin, bin ich bei Facebook oder starre die Wand an, bis ich wieder schlafen kann. Ich esse kaum, spreche kaum und bin eigentlich kaum noch lebendig." -- Melina A.

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10. "Ich bleibe die ganze Nacht wach, um Serien zu schauen oder mir die Haare auszureißen. Ich habe Trichotillomanie. Ich kann nicht schlafen, bis ich vollkommen erschöpft bin. Ich esse weniger und bin den ganzen Tag lang müde, 'vergesse' zu duschen und reiße mir noch mehr Haare aus. Sollte es vorkommen, dass ich wirklich vor die Tür gehen muss, verstecke ich mich unter einer Mütze und Kapuze." -- Elenor H.

11. "Wenn es richtig schlimm wird, verstecke ich mich stundenlang in der Dusche, taub, im Dunkeln, sogar, wenn das Wasser schon eiskalt ist. Wenn ich es endlich schaffe, herauszuklettern, wickle ich mich in eine große, warme Decke. Dabei starre ich ins Leere, bis ich wieder zu mir komme. Manchmal kann ich das mehrmals pro Tag/Nacht tun." -- Leslie G.

12. "Das Essen schmeckt wie Pappe. Ich esse weniger. Ich lasse meinen Magen lieber stundenlang knurren, anstatt aufzustehen und mir etwas zu machen. Manchmal trinke ich eine Menge, um den Hunger zu stillen, weil ich mich nicht dazu motivieren kann, mir etwas zu essen zu machen. Manchmal benutze ich Schlaf auf dieselbe Art und Weise." -- Christal S.

"Ich ziehe mich von meinen Freunden und meiner Familie zurück, beantworte Nachrichten und Anrufe nicht mehr, gehe nicht mehr raus und mache nichts mehr, was mir eigentlich Spaß macht."

13. "Ich habe mehrere chronische Krankheiten, deswegen besuche ich viele verschiedene Ärzte. In einer depressiven Phase sage ich normalerweise alle meine Termine ab. Ich habe weder die Energie noch Lust, mich während meiner Depression um meine Gesundheit zu kümmern." -- Meg G.

14. "Ich isoliere mich von allem und jedem. Ich verletze mich selbst, bis Wunden oder Narben zu sehen sind. Dieses Verhalten habe ich kaum unter Kontrolle." -- Michelle S.

15. "Ich gehe laufen. Das mache ich nun schon seit Jahren, und die Art und Weise, wie ich laufen gehe, spiegelt meinen psychischen Zustand wieder. Manchmal stehe ich morgens auf und muss nur einen oder zwei Kilometer rennen, um das Gefühl zu bekommen, ich habe etwas erreicht. Aktiv zu bleiben und diesen Endorphinen freien Lauf zu lassen hilft mir, wenn ich mich in einer depressiven Phase befinde (ich bin bipolar)." -- Steven W.

16. "Ich verstecke mich. Ich ziehe mich von meinen Freunden und meiner Familie zurück, beantworte Nachrichten und Anrufe nicht mehr, gehe nicht mehr raus und mache nichts mehr, was mir eigentlich Spaß macht. Ich lerne, arbeite und erledige die Hausarbeit, rede so wenig wie möglich, lächle aber noch, so viel es geht. Sollte jemand nachfragen, antworte ich immer, ich sei müde. Ich gehe nicht näher darauf ein, warum ich müde bin oder wovon." -- Paige L.

17. "Ich prokrastiniere bis zum Gehtnichtmehr. Hausarbeit erledigen, Zähne putzen, baden oder sogar meine Klamotten wechseln... ich schiebe alles Wichtige auf, egal wie dringend ich es erledigen sollte... ich lege mich einfach hin und spiele an meinem Handy herum." -- Shivani A.

18. "Mein Musikgeschmack ändert sich, wenn ich mit einer schweren Depression zu kämpfen habe. Als Jugendliche wusste meine Mutter immer anhand der Musik, die ich hörte, wie ich mich fühlte. Tatsächlich ist Musik auch ein wichtiges Mittel, das mir hilft, die Depression zu bewältigen." -- Desiree N.

"Ich kann allerdings mit niemandem sprechen oder Blickkontakt aufnehmen."

19. "Es gibt Tage, an denen ich Menschen nicht ertrage. Ich komme immer noch klar, solange ich nicht mit anderen Leuten interagieren muss. Ich kann Kopfhörer aufziehen und immer noch wie ein funktionierender Mensch erscheinen, auch wenn ich es eigentlich nicht bin. Ich kann allerdings mit niemandem sprechen oder Blickkontakt aufnehmen." -- Gillian W.

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20. "Ich dusche mehrmals täglich lang und ausgiebig, bis zu drei Mal, wenn es mir richtig schlecht geht. Das Geräusch des Wassers entspannt mich und hilft mir, mein Gleichgewicht wiederzufinden. Es hilft mir, wenn ich mich auf das Wassers konzentrieren kann." -- Leanne M.

21. "Ich putze alles - das lenkt mich ab. Wenn ich mich auf etwas konzentrieren kann, lasse ich mich weniger von meinen negativen Gedanken herunterziehen." -- Rachel M.

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22. "Ich kaufe Essen und höre auf, zu Hause zu kochen, weil ich nicht genügend Energie habe. Davon bekomme ich noch schlechtere Laune, denn mein Verstand kritisiert mich dafür, dass ich zu viel Geld ausgebe und mich ungesund ernähre." -- Joy L.

23. "Ich tendiere dazu, Menschen von mir wegzustoßen. Ich bin dann so hasserfüllt, dass die Menschen glauben, ich sei sauer auf sie, anstatt depressiv. Das macht es sehr schwierig für meinen Mann, meine Freunde und Familie, mir zu helfen, wenn ich die ganze Zeit nur allein sein will." -- Miranda E.

24. "Ich esse nichts außer Cornflakes. Ich habe keine Energie, mir etwas zu kochen. Und wenn ich mal etwas Richtiges esse, stopfe ich mich gleich voll damit." -- Jamie H.

25. "Zucker, Zucker, Zucker..." -- Noel R.

26. "Ich bin ziemlich verkuschelt. Körperkontakt bedeutet und hilft mir viel. Ich umarme öfter mal spontan meine Freunde oder Familienmitglieder, kuschle mit meinem Hasen, und wenn irgendwo ein Baby in der Nähe ist, halte ich es in meinen Armen, solange ich kann. Die Wärme eines anderen Lebewesens zu spüren ist sehr beruhigend." - Mikayla A.

Dieser Beitrag erschien zuerst ein der HuffPost USA.

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