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8 überraschende Fakten über das Schnarchen

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Rund 30 Millionen Deutsche schnarchen. Allerdings wissen die Betroffenen oft wenig über das Rasselkonzert, das sie Nacht für Nacht veranstalten. Dieser Artikel verrät interessante Hintergründe.

1. So laut wie ein Presslufthammer

Wie laut die Schnarchgeräusche im Einzelfall sind, ist ganz unterschiedlich: Manche sind kaum zu hören, andere verbreiten so viel Lärm wie ein Presslufthammer (90 dB). Zum Vergleich: In einem reinen Wohngebiet gilt ein Geräuschpegel von 35 dB nachts als Lärmbelästigung.

Mehr zum Thema: Studie: Wenn Kinder nicht genug schlafen, kann das für sie diese erschreckenden Folgen haben

2. Schnarchen sagt nichts über die Schlafqualität aus

Einem hartnäckigen Mythos zufolge zeugt Schnarchen von einem guten Schlaf. Zwar entstehen die Geräusche, wenn der Unterkiefer entspannt und das Gaumensegel zu schwingen beginnt, aber viele Betroffene sind am nächsten Morgen müde. Der Partner ebenfalls.

3. Schnarchen ist meist harmlos - aber nicht immer

In vielen Fällen ist das Schnarchen gesundheitlich unbedenklich. Laute, unregelmäßige Geräusche könnten allerdings Anzeichen einer Atemstörung sein. Bei der Schlafapnoe sind die oberen Atemwege des Betroffenen stark verengt, so dass es manchmal zu 70 Atemaussetzern pro Nacht kommt.

Konzentrationsprobleme, Tagesmüdigkeit und Bluthochdruck bis hin zu Potenzstörungen können die Folge sein. Außerdem haben Schlafapnoe-Patienten ein vierfach erhöhtes Herzinfarktrisiko. Auch das Schlagfanfallrisiko steigt.

4. Interdisziplinäre Untersuchung nötig

Schnarchen ist ein komplexes Phänomen, das Ärzte verschiedenster Fachrichtungen am besten gemeinsam unter die Lupe nehmen. Der Schlafmediziner zieht je nach Fall HNO-Ärzte, Internisten oder spezialisierte Zahnärzte hinzu.

HNO-Ärzte nehmen beispielsweise Operationen vor, Zahnärzte therapieren dagegen mit Schnarchschienen, die bei leichten bis mittelschweren Fällen eine komfortablere Alternative zur Schlafmaske darstellt.

5. Anti-Schnarch-Diät

Alkohol, Tabak und Übergewicht können das Schnarchen begünstigen. Manche Betroffene haben tatsächlich keine Probleme mehr, nachdem sie ihr Gewicht reduziert hatten. Natürlich hängt es von den anatomischen Gegebenheiten ab, ob so einfache Maßnahmen bereits ausreichen. Oft sind weiterführende Behandlungen notwendig.

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6. Am Ende der Schwangerschaft schnarcht ein Drittel der Frauen

Während der Schwangerschaft wird das Gewebe lockerer - auch im Nasen-Rachenraum. Vermutlich sind diese Veränderungen in Verbindung mit der Gewichtszunahme der Grund, warum Schwangere plötzlich zu schnarchen beginnen. Die gute Nachricht: Das nächtliche Rasselkonzert endet meist so plötzlich, wie es angefangen hat, wenn das Kind auf der Welt ist.

7. Auch Babys schnarchen

Schnarchen ist bei Babys gar nicht so selten. Manche haben eine Erkältung oder sogar eine Schlafapnoe, die anderen haben sich Polypen zugezogen. Der Kinderarzt klärt, welche Ursache im Einzelfall vorliegt.

8. Schnarchende Kinder sind schlechter in Mathe

Einer Studie zufolge haben Kinder, die nachts schnarchen, schlechtere Noten in der Schule. Vor allem in Mathe und in der Rechtsschreibung sind die Zensuren deutlich unter dem Durchschnitt, was an Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten liegen könnte. Allerdings sind weitere Untersuchungen nötig, um diese Studienergebnisse zu verifizieren.

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