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Ach du liebe Zeit

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Wie blöd die Tanten waren, die einem früher in die Wangen kniffen und bestaunten, wie groß man doch wieder geworden war. Am liebsten hätte ich als Kind geantwortet: "Ja und stell dir vor ich bin auch älter als letztes Mal. Ist doch ganz logisch, dass ich nicht kleiner werde und nicht jünger. Du musst also nicht so tun, als ob es ein Wunder wäre."

Heute bin ich selber so eine Tante. Es lässt mich staunen, wie schnell unsere Minibabys Riesenbabys werden. Wie schnell sie die Welt erkunden. Wie rasant sie sich entwickeln. Wie oft sie von einer auf die andere Minute wieder viel viel mehr können.

Über Nacht wieder etwas größer geworden

Manchmal legen wir unseren Sohnemann abends zu Bett und morgens sieht er irgendwie anders aus. Über Nacht hat er sich verändert, er hat wachere Augen und längere Haare. Unsere Kinder wachsen ohne Unterlass, sie hören nicht auf, größer, älter und geschickter zu werden.

Doch auch wenn das ganz logisch und natürlich ist, es ist wunderbar, es lässt uns staunen, es beeindruckt uns. Und genau das müssen wir zum Ausdruck bringen: "Nee, was bist du groß geworden!" Ganz klar, der Satz passt. Und wie oft habe ich ihn schon selber gesagt. Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass mir die aus der eigenen Kindheit und Jugend verhassten Tantenworte über die Lippen huschen.

Kaum zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht

Die Zeit rast, manchmal stimmt uns das ziemlich traurig, manchmal möchten wir das Zeitrad ein wenig verlangsamen, um den Moment ein wenig länger, besser und mehr genießen zu können. Wenn wir uns Fotos aus den ersten Lebenstagen, Lebenswochen und Lebensmonaten unseres Sohnes anschauen, dann können wir selber kaum fassen, wie klein er damals war.

Wie stolz wir waren, als er sich drehen konnte, als er uns sein erstes Lächeln schenkte, als er das erste Mal vor sich hin brabbelte. Jetzt steht er, brabbelt den ganzen Tag, kugelt sich durch unsere gesamte Wohnung und gluckst nur so vor sich hin vor Lachen.

In kurzer Zeit ist er so groß geworden und manchmal haben wir es gar nicht mitbekommen. Wir versuchen, die Zeit mit unserem Sohn möglichst intensiv und aktiv zu nutzen. Ihn zu beobachten, ihn bei seinen Entwicklungsschritten zu begleiten und ihn zu unterstützen, wann immer er uns braucht auf seiner Reise des Großwerdens.

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Die Initiative Anderes Sehen e.V. etwa kümmert sich um die frühkindliche Förderung von blinden Kindern - ein Bereich, den die beiden Gründer zuvor als zutiefst vernachlässigt erfahren haben.

Nun setzen sie sich für Chancengleichheit für blinde Kinder ein. Anderes Sehen e.V. bietet Blindenstöcke für Kinder, die ihre ersten Schritte wagen, und entwickelt liebevoll gestaltete Tast-Bilderbücher.

Zudem hat die Initiative die Echoortungsmethode Klicksonar nach Deutschland geholt und bietet hierfür Schulungen an. Auch die Aufklärung von Betreuungspersonen und die Bereitstellung von Vorschulmaterialien gehören zum Angebot von Anderes Sehen e.V.

Unterstütze das Projekt jetzt und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

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Einfach mal den Moment festhalten

Auch wenn wir im Medienzeitalter oft vor lauter Fotos und Videos vergessen, den Moment zu leben und die Erinnerung einfach mal als Bild im Kopf abzuspeichern, so ist es doch schön, diese Erinnerungen immer wieder hervorkramen und als Eltern gemeinsam bestaunen zu können. Und es ist so wunderbar, dass alle unsere Herzensmenschen an dem Fortschritt unserer kleinen Familie teilhaben können, ganz egal wie weit sie von uns entfernt sind.

Sie begleiten uns, nicht nur in Bildern, sondern auch in Worten, indem wir auf diesem Blog unsere Geschichten erzählen. Aber wir erzählen nicht nur für die Anderen, sondern auch - oder vielleicht auch vor allem - für uns, damit wir uns immer wieder an die kleinen wunderbaren Momente in der dahin schwindenden Zeit erinnern können.

Die Beitrag ist zuerst auf dem Familienblog "Tatsächlich Familie" erschienen. Übrigens: Tatsächlich Familie ist auch auf Facebook.