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Upcycling als Ausdruck eigener Ideen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
UPCYCLING
Lucia Lambriex via Getty Images
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Die Idee etwas Eigenes zu kreieren erwachte in mir zum Leben, als ich Abstand von der Welt gewinnen, sich zurückziehen, entfalten und der Phantasie freien Lauf lassen wollte. Die Modeindustrie hat mich angefangen zu langweilen.

Alles ist irgendwie gleich oder ähnlich. Hinzu kommt noch, dass nichts maßgeschneidert ist und man gezwungen ist in die Richtwerte der Kleidergrößen einer bestimmten Modekette zu passen. Allein diese Tatsache hat mich schon genervt. Dabei ist nicht jeder Mensch ein Individuum? Ganz zu schweigen davon, dass die Größen je nach Modekette variieren.

Nachhaltige Mode und der Minimalismus

Die nachhaltige Mode reizt mich auch sehr. Ich neige an erster Stelle dazu weniger zu kaufen, da der Preis höher ist und die Kleidung trage ich öfter und sehr gerne. Aber dennoch: Was tun mit den alten Kleidern, die nicht mehr so gefallen? Direkt entsorgen? Ich denke das muss nicht immer sein.

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Upcycling ist im Kommen

Und hier kommt das Upcycling zum Einsatz. Die Idee des Wiederverwertens finde ich toll. Jedes Kleidungsstück kann individuell und nach dem eigenen Geschmack gestaltet oder besser gesagt verändert werden. Und mal ganz ehrlich das Nähen hält mich von den sozialen Netzwerken fern.

Das Meiste was wir dort sehen und lesen ist sowieso pure Zeitverschwendung und beeinflusst uns negativ. Warum dann die Zeit nicht besser nutzen und lieber etwas kreieren?

Ein stinklangweiliges Hemd wird zu meinem Lieblingskleid

Nun diesmal habe ich ein stinklangweiliges Hemd, welches ich mindestens ein Jahr lang nicht mehr getragen habe, genommen und habe mir gedacht, was für ein Kleidungsstück ich daraus nähen könnte. Ich wollte etwas anderes und zwar schlichtes, aber dennoch mit einem Touch Glamour. Und so ist die Idee entstanden, das hellblaue Kleid zu nähen.

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Ich habe mir zusätzlichen Stoff gekauft, denn ein einzelnes Hemd kann nicht in ein Kleid umgewandelt werden, zumindest in der Größe nicht. Deshalb habe ich zusätzlichen Stoff gekauft. Somit ist das Kleid zum kleinen Teil ein Teil der Wiederverwertung.

Die Vorstellung schafft Werke

In meinen Gedanken hat es ganz anders ausgesehen, als es nun tatsächlich geworden ist. Aber mal ganz ehrlich: Na und? Mir gefällt es sogar so noch mehr und ich kann es kaum erwarten weitere Einzelstücke zu kreieren, denn das was an erster Stelle steht, ist Spaß bei der Sache zu haben. Und wenn man dabei noch die Umwelt schonen und Geld sparen kann, umso besser.

Wenn man es näher betrachtet, dann verleiht man seiner Persönlichkeit dadurch noch mehr Ausdruck, denn diese macht sich in den eigenen Werken sichtbar. Authentizität in Kombination mit umweltschonender Wiederverwertung ist ein guter Mix, um die Umwelt positiv zu bereichern.

In dem Video könnt Ihr Euch gern das Werk anschauen.


Dieser Beitrag erschien auch bei tatjana-rogalski.de

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