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Von 007 bis 08/15

Veröffentlicht: Aktualisiert:
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Spionage ist nicht fein, aber üblich. Kann mir jemanden auch nur einen Menschen nennen, der durch die US-Spionage von seinem Recht auf Meinungsäußerung oder sonst in der Ausübung irgendeiner politischen Tätigkeit Nachteile erlitt!? Nur einen Namen bitte!?! Nur einen Fall!?!

Als die Mohammed Attas dieser Welt tendenziell den 3. Weltkrieg vom Zaun brachen, geschah das von Hamburg aus. Warum sollten die USA zur eigenen Sicherheit nicht nachschauen wollen, ob man in Deutschland bei der Laxheit hiesiger Verhältnisse in puncto islamischer Terror blieb oder welche Politiker diesem sowohl die Tür, als auch das Tor öffnen? Der gefährliche tendenzielle Paradigmenwechsel unter Obama ändert daran zunächst nichts grundlegend.

Klar ist, dass Wirtschaftsspionage zurückgewiesen werden muss, auch ein überbordenes Überwachungssystem gegen jedermann. Die normale Spionage aber ist so normal, wie Filme darüber langweilig sind, weshalb sie durch konstruierte Absurditäten auch meist aufgebläht werden müssen.

Früher hörte man Telefone ab - jetzt greift man nach „Daten". Früher platzierte man Menschen in die Nähe von Diktatoren - heute nähert man sich ihnen gottlob von fern. Früher wurde Mann gegen Mann gekämpft - heute schickt man Drohnen. O, ich vergaß, das ist ja auch böse. Böse USA!

Für mich hingegen: Fortschritt überall. Warum all jene, doch so sehr um die us-amerikanischen Aktivitäten besorgten Freunde von Wikileaks, Occupy und der Links-Rechten, nicht auch nur einmal gegen ihre Filmung beim Geldabheben vom eigenen Konto protestieren?

Nichts ist ermüdender als die politisch motivierte Hysterie von Milieus, die es mit der Rechtsstaatlichkeit sonst nicht so haben, sei es, wenn Steuersünder aufgespürt, Film - und Musik-Piraterie erkapert oder „gute Verräter" Daten publizieren. Mehr Heuchelei war selten.