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Ich bin das schlimme Kind

Veröffentlicht: Aktualisiert:
LITTLE GIRL SAD CRYING
Lisa5201 via Getty Images
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Liebe Mama,

ich weiß manchmal selbst nicht, was mit mir los ist.

Manchmal, da steht meine Welt einfach Kopf, da kann ich keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Manchmal glaube ich, du hörst mich nicht. Ich habe noch gar nicht fertig gesprochen, sagst du schon Nein.

Manchmal habe ich das GefĂŒhl, du nimmst mich nicht Ernst. Sagst einfach, ein Indianer kennt keinen Schmerz oder ich soll mich nicht so anstellen. Dabei tut es mir gerade richtig weh.

Manchmal weiß ich nicht, was du von mir willst. Du bist böse auf mich, weil ich am Spielplatz meine Schaufel nicht teilen will. Aber es ist doch meine.

Manchmal möchte ich von Oma nicht stĂ€ndig gekĂŒsst werden oder ihr ein Bussi geben. Ich kann dann nur weglaufen.

Manchmal bin ich nur neugierig und möchte die Welt entdecken. DafĂŒr brauche ich Zeit.

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Manchmal schmeckt mir das Essen einfach nicht - es schaut komisch aus, es schmeckt komisch. Ich kenne den Geschmack noch gar nicht. Du sagst aber, ich muss es essen. Das macht mich wĂŒtend.

Manchmal möchte ich nur so groß sein wie du, möchte mich auch alleine anziehen, alleine den Tisch decken oder alleine essen. Aber es geht noch nicht so schnell.

Manchmal ist es schwer, dass ich mir die vielen „Neins" merke.

Manchmal möchte ich dir zeigen, dass ich schon groß bin und es alleine kann.

Manchmal geht auch etwas schief dabei. Ich wollte den Teller nicht zerbrechen, ehrlich nicht. Du hast so mit mir geschimpft.

Manchmal geht mir alles viel zu schnell, ich kann mir so viel noch gar nicht merken.

Manchmal ist mir alles zu viel - die vielen GerĂ€usche, die vielen Menschen, die vielen EindrĂŒcke. Damit bin ich manchmal ĂŒberfordert.

Manchmal sehe ich einfach nur MarienkÀfer und Steine und vergesse, dass ich dir vorher versprochen habe, nicht zu trödeln. Ich kann dann einfach nicht anders.

Manchmal sage ich auch einfach Nein, weil ich dir zeigen möchte, dass ich schon groß bin. Aber eigentlich will ich so sein wie du. Groß.

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Manchmal bin ich so wĂŒtend, da muss ich dann alles rausschreien. Ich will das gar nicht, aber die Wut platzt so aus mir heraus. Ich will dich damit nicht Ă€rgern, Mama. Ich habe dich lieb. Immer. Ich brauche dich.

Aber es tut mir weh, wenn du dann mit mir schreist. Ich sehe, dass du wĂŒtend bist, dass du hilflos bist. Ich spĂŒre es auch. Aber spĂŒrst du auch, wie es mir geht? Ich fĂŒhlte mich klein, hilflos, weiß gar nicht, was mit mir los ist. Und ich verstehe nicht, warum du dann mit mir schreist.

Ich kann es dir auch nicht sagen, weil ich es selbst nicht verstehe. Was ich dann möchte: Dass du da bist, mich in den Arm nimmst, mich tröstest. Das gibt mir Sicherheit. Deine NÀhe ist mir wichtig. Besonders dann, wenn du sie mir am wenigsten geben kannst. Vergiss nie Mama, ich habe dich lieb.

Der Beitrag erschien ursprĂŒnglich auf welovefamily.at.

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Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fĂŒnfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in SĂŒdeuropa, Afrika oder SĂŒdasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstĂŒtzen kann.

Die Initiative Anderes Sehen e.V. etwa kĂŒmmert sich um die frĂŒhkindliche Förderung von blinden Kindern - ein Bereich, den die beiden GrĂŒnder zuvor als zutiefst vernachlĂ€ssigt erfahren haben.

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