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11 Erziehungsfehler, die du besser vermeiden solltest

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Eltern w├╝rden alles tun, um ihre Kinder vor Unannehmlichkeiten zu sch├╝tzen, doch diese f├╝rsorgliche Erziehung kann ganz gewaltig nach hinten losgehen. Sto├čen diese Kinder als Erwachsene auf ÔÇ×normale" Frustrationen, haben sie das Gef├╝hl, etwas sei furchtbar schief gelaufen. In diesem Sinne stellen wir euch die Top 11 Erziehungsfehler vor, um das Bewusstsein f├╝r diese Problematik zu sch├Ąrfen.

11 Erziehungsfehler, die du besser vermeiden solltest

1. Das perfekte Kind

Keine Frage, das eigene Kind ist immer das sch├Ânste, beste, tollste, kl├╝gste und es ist auch in Ordnung, auf sein Kind stolz zu sein. Dennoch unterst├╝tzt das Erkennen von eigenen St├Ąrken und Schw├Ąchen die weitere Entwicklung und gibt dem Kind das Vertrauen, sich selbst gut einsch├Ątzen zu k├Ânnen. Seien Sie auf Ihr Kind stolz, aber nicht ├╝bertrieben im Sinne von: Mein Kind ist perfekt.

2. Alles dreht sich um dich

Bereits Rogge und Juul haben diese Problematik erkannt: Heute werden Kinder zum Lebensmittelpunkt der Eltern, es dreht sich alles um das Kind. Je j├╝nger es ist, desto st├Ąrker braucht es diesen Halt auch und soll ihn bekommen. Aber die Bed├╝rfnisse ├Ąndern sich. Kinder m├Âchten aber am Familienleben teilnehmen und das geht nur, wenn es auch gelebt wird und sich nicht alles nach den W├╝nschen des Kindes richtet.

3. Vom Ich zum Wir

ÔÇ×Wir bekommen gerade den ersten Zahn", ÔÇ×wir haben zum ersten Mal auf den Topf gemacht" - wenn sich Eltern ├╝ber ihr Kind identifizieren, zeigt es nicht von einem besonders nahen Verh├Ąltnis zum Kind, sondern davon, dass Eltern ihr eigenes Befinden ├╝ber jenes des Kindes definieren. Ein gro├čer Druck f├╝r beide Seiten.

Ô×Ę Mehr zum Thema: Das passiert mit Kindern, die sich h├Ąufig langweilen

4. Best friends 4ever

Kinder brauchen Eltern, die ihnen verl├Ąssliche Ansprechpersonen sind, die Entscheidungen f├╝r sie ├╝bernehmen, ihnen Werte auf den Weg mitgeben und sie in ihrer Entwicklung begleiten. Dabei ist ein offenes Verh├Ąltnis zueinander unglaublich wichtig, aber dennoch d├╝rfen Eltern nicht die Freunde werden. An Eltern sollen sich Kinder orientieren k├Ânnen und wissen, dass sie immer da sind.

5. Das Gras w├Ąchst nicht schneller, wenn man daran zieht

Schnelle Erlangung der Selbst├Ąndigkeit stellt heute ein Credo in der Erziehung da. Hilf mir, es selbst zu tun (Montessori) wurde zum Leitsatz, der Kinder aber auch oft ├╝berfordert, da ihnen zu viel abverlangt wird. Kinder sollen und d├╝rfen immer um Hilfe und Unterst├╝tzung bitten, um diese auch im Erwachsenenalter noch annehmen zu k├Ânnen und zu sehen, dass daran nichts falsch ist. Sie sollen ihre Kindheit mit all ihrem Zauber und Phantasie ausleben und genie├čen.

6. Stop der Gewalt

Liebesentzug, der Klaps auf den Po, auf die Finger klopfen - all das sind Methoden, die gesetzlich verboten sind, in vielen Familien jedoch an der Tagesordnung stehen. Dahinter steckt oft Verzweiflung, Hilflosigkeit und ├ťberforderung, wenn Kinder die Grenzen immer wieder ausloten und ihre Eltern an ihre Grenzen bringen. Kinder erfahren dadurch aber, dass Gewalt ein Teil einer liebevollen Beziehung ist, denn Kinder lieben ihre Eltern immer.

Ô×Ę Mehr zum Thema: Familientherapeut Jesper Juul erkl├Ąrt einen der gr├Â├čten Erziehungsfehler

7. Das fast perfekte Wunschkind

Nicht immer ist das eigene Kind so, wie wir es uns vorstellen. W├Ąhrend uns manche Charakterz├╝ge sehr vertraut sind, erscheinen andere als furchtbar befremdlich. Wir k├Ânnen uns unsere Kinder nicht aussuchen und sie auch nicht in diese Richtung erziehen. Vielmehr sollte der Charakter des Kindes im Vordergrund stehen. Nichts verletzt Kinder mehr als zu sp├╝ren, dass sie nicht so angenommen und bedingungslos geliebt werden, wie sie es verdienen.

8. Mein Kind kann

Kein Kind ist wie das andere und auch andere Familien sind unterschiedlich. Es steht niemandem zu, ├╝ber andere Familiensysteme und Erziehungsmethoden zu urteilen, solange das Kindeswohl nicht gef├Ąhrdet ist. Andere Familien f├╝hlen sich unter Druck gesetzt und genauso ergeht es den Kindern, wenn sie mit anderen verglichen werden. Sie haben das Gef├╝hl, nicht gut genug zu sein, nicht zu gen├╝gen und die W├╝nsche /Vorstellungen nicht zu erf├╝llen. Dabei wird oft auf Talente und Besonderheiten vergessen.

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9. Tabula rasa

Ob man es m├Âchte oder nicht, das eigene Kind hat einen eigenen Charakter, den man nicht ver├Ąndern oder abschalten kann. Statt immer wieder darauf rumzureiten, sollten die positiven Z├╝ge hervorgestrichen werden.

10. Zu viel des Guten

Anerkennung und Loben als Feedback spielen in der Erziehung eine bedeutende Rolle und sollen dem Kind das Gef├╝hl geben, auf sich stolz sein zu k├Ânnen. Zu viel Lob hingegen tut auch nicht gut. Auf die Dosis kommt es an und darauf, dass das Kind sich nicht ├╝ber das Lob definiert, sondern selbst auf seine Leistung stolz ist. Es geht auch immer ein st├╝ckweit um Kontrolle des Verhaltens: Das Kind verh├Ąlt sich so, wie es von den Eltern erwartet wird, um Lob oder eine Belohnung zu erhalten.

11. Kein Vertrauen

Nichts hemmt die Entwicklung eines Kindes mehr als mangelndes Vertrauen, immer in Anpassung an das Alter des Kindes. Eltern m├╝ssen ihre Kinder loslasse, um ihre Entwicklung zu unterst├╝tzen. Ob es das Kletterger├╝st am Spielplatz ist, der Heimweg von der Schule nach Hause oder Treffen im Park mit Freunden: Vertrauen unterst├╝tzt die Entwicklung und zeigt dem Kind auch eigene Grenzen auf. Nur durch eigene Erfahrungen lernen Kinder und wachsen an sich selbst.

Der Beitrag erschien zuerst auf Welovefamily.

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