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Die optimale Teamgröße für bessere Teamarbeit

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Izabela Habur via Getty Images
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Teams sind erfolgreicher, wenn sie eine bestimmte Größe haben. Die fünf optimalen Teamgrößen hängen ab vom Sinn und Zweck der Teamarbeit und Unternehmensführung ab - und sind:

Zwei: Duo oder Tandem

Die meisten erfolgreichen Unternehmer gründen allein - oder zu zweit. Gute Ideen entstehen leichter in Zweier-Teams. Duos sind auch in der Musik bewährt, und sei es nur der DJ der sich mit der Sängerin zusammentut wie aktuell Felix Jaehn mit Jasmin Thomb. Triumvirate dagegen halten selten lang. Eine Ausnahme ist das Google-Trio Sergej Brin, Eric Schmidt und Larry Page, die sich perfekt ergänzen. So sollte es auch bei Duos sein: Je besser der eine die „schlechten" oder weniger ausgeprägten Seiten des anderen ausgleicht, desto besser. Zweierteams mit sich ergänzenden Stärken sind also optimal als Leitungsteams.

7+/-2: Das optimale Team

Neun Teamrollen hat Meredith Belbin als optimal für Projektteams definiert. Auch in anderen Zusammenhängen sind Teams mit fünf bis neun Personen oft zu finden. Es ist die typische Größe eines funktionsfähigen Arbeitsteams. Die Zahl entspricht der Merkfähigkeit des menschlichen Gehirns.

Das Kurzzeitgedächtnis speichert 7+/- 2 Dinge - "chunks", Einheiten im Kurzzeitgedächtnis. Schwieriger sind lediglich Konstellationen mit sechs oder acht Personen, sofern diese demokratisch und in Selbstorganisation funktionieren. Diese sollten eine Leitungsperson haben - oder auf sieben oder neun aufgerundet werden. Dann ist auch die demokratische Entscheidung wieder leichter möglich.

15 Mitarbeiter: Das kleine Unternehmen

Die nächste Zahl ist die 15. Bei 15 Leuten kennt man noch jeden, kann sich vertrauen, lebt familiäre Strukturen. Dennoch ist die Gruppe für effektive Arbeit zu groß, passen 15 gerade noch so in eine interdisziplinäre Projektgruppe oder ein Outdoortraining zur Teambildung. Gruppen mit 15 Personen lassen sich perfekt in Dreier- und Vierer-Einheiten teilen, die sich jeweils anderen Themen widmen.

Herausgefunden hat das übrigens der Anthroposoph Robin Dunbar. Geht es um Projektgruppen, teilen Sie Gruppen dieser Größenordnung in Teilprojektgruppen auf, die auf drei bis vier Leute ausgerichtet sein sollten. So entsteht eine optimale Schlagkraft.

150 Mitarbeiter: Jeder kennt jeden

Die nächste Größe, die Dunbar fand, indem er erfolgreiche Teams in der Geschichte untersuchte, war 147,8. Diese wird gemeinhin auf 150 aufgerundet. Das entspricht der maximalen Zahl für intakte soziale Beziehungen. 150 Leute kann man noch gut persönlich kennen, mit jedem Gesicht einen Namen oder eine Funktion verbinden.

Ein richtiges Team bilden so viele Leute aber natürlich nicht mehr - aber ein Unternehmen mit gemeinsamer Identität, das letztendlich auch eine Art Großteam ist. Teamleiter sollten Großgruppen aufteilen in Teams mit 7 und Untergruppen mit 3-4 Personen, und schon steigt die Arbeitsleistung.

1.500 Mitarbeiter: Das reicht

Die nächste Zahl aus Dunbars Forschungen ist 1.500. Demnach funktionieren Unternehmen am besten, wenn sie rund 1.500 Mitarbeiter haben. Jedenfalls, wenn sie die Grenze des kuscheligen Mittelstands mit 15 Personen oder 150 Personen überschritten haben. Eine gemeinsame Unternehmensidentität ist bei dieser Größe immer noch möglich, auch wenn längst nicht mehr jeder jeden kennt...


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