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Wie du mentale Stärke entwickeln kannst

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BALANCE
Jordan Siemens via Getty Images
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Es gab schon viele Herausforderungen und Situationen in meinem Leben, in denen meine mentale Stärke gefordert war.

Da gab es die Situation, in der ich festgeschnallt an meinen Paragleit-Partner am Hahnenkamm in Kitzbühel stand und er zu mir sagte: "Bist du bereit?"

Da gab es die Situation, in der die jahrelange Zusammenarbeit mit einem Geschäftspartner von einem Moment auf den anderen nicht mehr funktionierte und wie ein Kartenhaus zusammenkrachte.

Da gab es die Situation, in der ich mit 15 alleine in den USA ein Austauschsemester machte und zu Beginn mit allen neuen Eindrücken, der Sprache und den neuen Menschen in meinem Leben erstmal durchatmen musste.

Das Schöne daran? All diese Situationen haben mich geprägt, herausgefordert und zu der selbstbewussten Frau gemacht, die ich jetzt bin.

Wir alle erleben Herausforderungen in unserem Leben. Die einen sind gewollt. Die anderen passieren unerwartet und mentale Stärke hilft uns dabei, das Ganze locker zu sehen.

Ich bin mir sicher, du hast selbst einige Situationen erlebt, die dich im ersten Moment vom Hocker gehaut haben. In anderen Momenten warst du vielleicht vollkommen entspannt.

Die gute Nachricht ist: mentale Stärke kann man lernen!

Es gibt unglaublich viele mentale Techniken, die dir dabei helfen, deine innere Stärke zu leben.
Ich arbeite selbst seit Jahren mit Meditationen, Visualisierungen, Loslass-Übungen und Techniken aus dem NLP und Coaching-Bereich. Ich finde es immer wieder faszinierend, was alles möglich ist und wie man seine eigenen Gefühle auf ganz einfache Art und Weise positiv beeinflussen kann.

Du kannst ein paar Minuten an eine schöne Situation denken, in der du glücklich warst und auf einmal bist du gut drauf. Du kannst dir eine geführte Meditation anhören und auf einmal schaffst du es, deine Blockade loszulassen.

Du kannst dir Menschen und Dinge aufschreiben für die du dankbar bist und auf einmal siehst du ein Problem aus einer ganz anderen Perspektive. Du lernst, dass deine Gefühle deine eigene Entscheidung sind und auf einmal entscheidest du dich dafür, dich großartig zu fühlen.

Die Informationen sind da, die Techniken sind gut zu finden und vielleicht denkst du dir gerade "Das kenne ich doch alles schon".

Es geht aber nicht darum, ob du eine Technik schon kennst, oder ob du von einer Übung schon gehört hast. Es geht darum, ob du es TUST, ob du die Techniken ausprobierst oder sie dir nur durchliest.

Außerdem solltest du auch rausfinden, welche Methoden für dich am besten funktionieren.
Der eine schreibt lieber Briefe um seine Blockaden loszulassen, der andere lässt negative Emotionen beim Sport raus. Der eine meditiert lieber, der andere klopft mit EFT auf Meridian-Punkte. Der eine gestaltet ein Vision Board mit seinen Zielen und Wünschen, der andere erstellt sich ein Video mit seinen Zielen.

Welche Techniken sind deine Techniken?

Bei der ganzen Informationsflut, die in der heutigen Gesellschaft herrscht, konsumieren wir oft sehr viele Infos, aber manchmal vergessen wir auch, sie umzusetzen.

Da kommt dann oft die Ausrede "Ich hab keine Zeit für so etwas". Blödsinn. Jeder hat Zeit, wenn er sich die Zeit für die Dinge nimmt, die ihm wichtig sind.

Wie setzt du deine Prioritäten? Ist es dir wichtiger, nach der Arbeit 2h lang vor dem TV auszuspannen oder gehst du aus Jux alleine auf eine Party und triffst dort vielleicht die Liebe deines Lebens?

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Ist es dir wichtiger eine halbe Stunde länger zu schlafen, oder machst du in dieser halben Stunde Sport?

Die beste mentale Technik

Die beste Technik meiner Meinung nach ist, sich in das Gefühl reinzuversetzen, das Ziel schon erreicht zu haben.

  • Wie fühlt sich das an?
  • Was machst du, wenn du das Ziel erreicht hast?
  • Wem erzählst du davon?
  • Was siehst du?
  • Welche Geräusche nimmst du wahr?

Überlege dir ein großes Ziel von dir und stell dir jeden Tag ein paar Minuten vor, wie es sich anfühlt, wenn du es erreicht hast.

Verlasse deine Komfortzone!

Das sagt sich immer so einfach. Schließlich werden wir schon als Kinder erzogen gehorsam zu sein und mit der Masse mit zu schwimmen. Dann ist klar, dass Gedanken wie "Was denken die anderen wohl, wenn ich das jetzt mache?!" auftauchen. Jeder von uns ist einzigartig.

Wie langweilig wäre es doch, wenn wir alle gleich wären? Trau dich mal, etwas Verrücktes zu machen. Weg von der gemütlichen Couch und raus ins Leben! Weg vom ins-Smartphone-reinstarren und hin zu mehr Kontakten im realen Leben.

Ich hätte da mal ein paar Ideen, die ich selbst schon ausprobiert habe:
  • spring als Erwachsener ins Bällebad
  • tanze auf der Straße zur Musik vom Straßenmusikanten
  • laufe im Bikini im Regen durch die Stadt
  • tanze auf einer leeren Tanzfläche
  • mach einem Fremden ein Kompliment, einfach so

Wichtig dabei ist, dass du ins TUN kommst. Sei du selbst und trau dich, dich auch so zu zeigen wie du bist. Vielleicht gefällt es dir gar nicht, kindisch zu sein und in ein Bällebad zu springen. Vielleicht möchtest du schon lange etwas ausprobieren und wartest auf die richtige Gelegenheit. Vielleicht möchtest du lernen, wie du mental stark sein kannst und wie du deine eigenen Potentiale entfalten kannst.

Mehr Artikel findest du auf meinem mentalLOVE-Blog über Mentaltraining und Flirttraining.

Bildnachweis: Photobac/shutterstock.com

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