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Hört auf mit der Politik gegen die junge Generation!

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Andrea Nahles drängt auf ein Rentenniveau von mindestens 46%, welches bis 2045 erreicht werden soll. Dabei soll der Rentenbeitragssatz höchstens 25% betragen, wobei der aktuelle Beitragssatz bereits bei 18,7% liegt.

Der waghalsige Plan bezüglich der Finanzierung eines Demografiezuschusses ab 2030, den Frau Nahles präsentiert, beruht lediglich auf Spekulation auf ein voraussichtliches Wirtschaftswachstums. Es ist allerdings nicht absehbar, ob dieses prognostizierte Wachstum tatsächlich erreicht wird oder zwischenzeitlich gar eine erneute Krise entsteht, welche das Projekt unbezahlbar machen würde.

Die Rentenpläne der Bundesregierung sind nicht nur verantwortungslos gegenüber der jungen Generation, sie treiben auch einen Keil zwischen junge Menschen und die älteren Generationen.

Eine noch drastischere Erhöhung des bereits vorhandenen Drucks, wird dieses Auseinanderdriften der Generationen noch stärker vorantreiben.

Die massiven Leistungsausweitungen der Rentenkasse in den letzten Jahren, wie Mütterrente oder die Rente mit 63, bringen bereits deutliche Mehrkosten mit sich. Bis 2030 wären dies 230 Milliarden Euro, welche heute auf „Pump" finanziert und morgen durch höhere Beiträge und Steuern der heute jüngeren Generation in Rechnung gestellt werden.

Mehr zum Thema: Aus Hungerlöhnen können keine Luxusrenten entstehen

Die Generation Y wird somit Opfer fehlgeleiteter Rentenpolitik. Der Plan von Andrea Nahles würde sie nur noch weiter belasten und brächte auf Dauer keine Lösung des Problems mit sich. Bereits jetzt gibt es in dieser Generation Aufrufe in den sozialen Medien zu einer regelrechten Rebellion gegenüber diesen Plänen. Dies ist ein Sinnbild der Unzufriedenheit über diese schlechte Konzeption.

Eine gute Alternative wäre dagegen die Stärkung der privaten Vorsorge und somit die Stärkung des Mutes zur Eigenverantwortung.

Zum Beispiel wäre es von Vorteil, wenn selbstgenutztes Wohneigentum nicht mehr auf die Grundsicherung angerechnet werden würde. Gerade Geringverdienern käme somit auf lange Sicht mehr Geld und Freiheit zu Gute und die jüngere Generation hätte endlich wieder einen ersten Hoffnungsschimmer für eine lebenswerte Zukunft, auch im Alter.

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