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Brexit-Schock: Rest in Pieces, EU

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EU FLAG DAMAGED
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Gro├čbritannien, das wissen wir alle, ist ein komisches Land.

Als eine Insel sind wir nicht nur physisch vom Rest Europas getrennt, sondern auch im Geiste. Heute hat sich Gro├čbritannien dazu entschieden, die Zugbr├╝cke hochzuziehen und f├╝r sich alleine zu existieren. Nicht jeder ist damit einverstanden.

Tats├Ąchlich sind fast 50 Prozent des Landes dagegen. Nicht jedes Land der Welt hat das verstanden, aber so ist das nun einmal in einer Demokratie. Man muss die finale Entscheidung akzeptieren.

Es scheint, als w├Ąre in den letzten 14 Monaten etwas sehr Seltsames in unserem Land vor sich gegangen. H├Ątte ich im letzten Juni darauf gewettet, dass der gerade gew├Ąhlte Premierminister zur├╝cktritt, ein unbekannter Linker der Labourpartei vorsitzt, ein winziger Fu├čballklub die Meisterschaft gewinnt, David Bowie tot ist und Gro├čbritannien aus der EU austritt, dann w├Ąre ich jetzt wahrscheinlich ein reicher Mann.

Gef├╝hle des Schocks, der Schande und der Panik

In unserem Land herrscht heute sicher eine paradoxe Stimmung: Gef├╝hle des Schocks, der Schande und der Panik auf der Seite derer, die f├╝r einen Verbleib in der EU gestimmt haben und ein Gef├╝hl der Freiheit und des Stolzes auf der Seite derer, die glauben, dass ein Leben au├čerhalb der EU ein besseres ist.

W├Ąhrend aber die M├Ąrkte abst├╝rzen und der Status Gro├čbritanniens in der Welt neudefiniert, neuverstanden und neubewertet wird, w├Ąre es gut, sich daran zu erinnern, dass k├╝hle K├Âpfe heute die Gewinner sein werden. Es ist nicht die Zeit, in Panik zu geraten oder emotional zu werden. Es ist nicht die Zeit, einen Sieg oder Unabh├Ąngigkeit auszurufen. Das w├Ąre doch ein bisschen kindisch.

Es ist nicht die Zeit, einen Sieg oder Unabh├Ąngigkeit auszurufen

Wie der baldige "fr├╝here" Premierminister David Cameron heute Morgen in der Downing Street sagte, ist jetzt die Zeit, "das Schiff zu sichern".

Aber w├Ąhrend ich diese Zeilen schreibe, kursiert schon die Nachricht eines Plots, den Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn zu st├╝rzen.

Wie mein Politik-Redaktionsleiter Paul Waugh aus einer Partei-Quelle berichtet: "Wir k├Ânnen nicht mit diesem Typen in den Wahlkampf gehen. All seine Kommentare ├╝ber die Bewegungsfreiheit in Europa zeigen, dass er die W├Ąhler nicht versteht und es eine inkompetente Wahlkampagne war", so der Parlamentarier.

"Es wird im Herbst eine neue F├╝hrungsperson bei den Konservativen geben, und ich wette, dass es bei der Labourpartei auch so sein wird."

Die Dinge werden sich beruhigen, die Welt wird sich weiter drehen; ersch├Âpfte Journalisten, die eine weitere schlaflose Nacht (und wir alle kennen die Gefahren des Schlafmangels) hinter sich haben, werden sich profunde Gedanken dar├╝ber gemacht haben, was als n├Ąchstes passiert und alles wird zum Normalzustand zur├╝ckkehren.

Abseits der Politik wird England ganz sicher bei der Europameisterschaft von Island geschlagen werden. W├Ąhrend also diese Schock-Wahl das Land in eine tempor├Ąre Krise gest├╝rzt hat, k├Ânnen wir Briten Trost in der Tatsache finden, dass manche Dinge einfach so vorhersehbar sind, wie der Sonnenaufgang jeden Morgen.

Ruhe in Frieden.

RIP, EU. Rest In Pieces.

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