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Online-Marketing: So bringen Sie Ihr Produkt an den Mann

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Warum mühsam von potenziellem Kunden zu potenziellem Kunden laufen, wenn es auch einfacher geht? Immer noch machen sich viele Unternehmen die Akquise viel zu schwer. Klar, man kommt nicht daran vorbei, von Zeit zu Zeit den Telefonhörer in die Hand zu nehmen oder etwa bei Messen möglichst viele Menschen auf sich aufmerksam zu machen, aber es gibt noch andere Wege, um den eigenen Kundenpool ohne viel Aufwand kontinuierlich zu vergrößern.

Gelungenes Online-Marketing ist einer dieser Wege, und heute möchte ich Ihnen ein paar Gedankenanstöße geben, wie Sie ihn am erfolgreichsten beschreiten können.

Vorneweg noch ein Hinweis: Es spielt keine Rolle, was Sie verkaufen wollen. Sobald Sie in einer Position sind, in der Sie Ihre Kunden hinsichtlich ihrer Kaufentscheidung beraten müssen, sind Sie mit Online-Marketing gut bedient.

Durchdachtes Online-Marketing ist angesagt

Nehmen wir der Einfachkeit halber an, Sie würden Bewässerungssysteme für Grünpflanzen vertreiben. Regelmäßig schreiben Sie neue potenzielle Kunden an, telefonieren ihnen hinterher oder setzen sich ins Auto, um mögliche Ansprechpartner zu besuchen.

Das ist gut - aber auch unglaublich zeitaufwendig. Wäre es nicht viel besser, gleich Hunderte oder gar Tausende von möglichen Kunden auf einmal zu generieren? Und das auch noch, ohne das Büro zu verlassen? Mit durchdachtem Online-Marketing ist das möglich.

Regel Nummer 1: Beachten Sie das Prinzip der Reziprozität, also der Gegenseitigkeit. Was heißt das? Wer nehmen will, muss auch bereit sein zu geben, und wer in Vorleistung tritt, schafft Vertrauen.

Für unser Beispiel des Verkäufers besagter Bewässerungssysteme bedeutet das, dass es durchaus sinnvoll sein kann, sich in einem ersten Schritt über folgenden Sachverhalt Gedanken zu machen: Welche Fragen rund um das Thema Grünpflanzen bekomme ich immer wieder gestellt? Die Antworten sind der Einstieg in die lukrative Welt des Online-Marketings!

Eine eigene Website erstellen

Am besten, Sie schaffen sich eine Website mit integrierter Blogfunktion samt Bezahlmöglichkeit (dazu kommen wir später) an, und beginnen damit, den Blog nach und nach mit Material zu füllen. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie zum Schriftsteller mutieren; es geht einfach nur darum, Menschen, die sich im Internet über Bewässerungssysteme für Grünpflanzen informieren wollen, Antworten auf Fragen zu liefern, die immer wieder gestellt werden.

Machen Sie sich keine Gedanken über Spezialfälle, sondern klären Sie einfach nur die Grundlagen. Das reicht völlig. Sie wissen, wie sich die Lebensdauer von Pflanzen verlängern lässt? Perfekt. Schreiben Sie es auf, und stellen Sie Ihr Wissen kostenlos online.

Moment, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Warum sollte ich mein Expertenwissen einfach so preisgeben? Und warum darf ich für den Online-Content nicht wenigstens Geld verlangen? Ganz einfach: Weil Sie mit Ihrer Freigiebigkeit eine Vertrauensbeziehung zu Menschen aufbauen, die sich zwar für Ihr Thema interessieren, aber unter normalen Umständen nie den Weg zu Ihnen finden würden.

Durch Ihre Vorleistung kommen Sie ins Spiel. Und noch ein anderer Effekt lässt sich beobachten: Sogar diejenigen Leser, die kein Interesse an Ihrem Angebot haben, weil sie möglicherweise zu weit entfernt leben oder einfach nur, weil sie gerade keinen Bedarf haben, können Ihnen noch nützlich werden. Das Stichwort lautet Multiplikatoreneffekt. Wenn Ihr Wissen gut ist, wird es in sozialen Medien oder im Freundeskreis geteilt, und irgendwann bekommt das jemand mit, der deshalb bei Ihnen kauft. Besser kann es kaum laufen.

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Wie sinnvoll dieses Vorgehen ist, zeigt sich übrigens nicht nur beim Vertrieb hochkomplexer Produkte, sondern auch im Arbeitsalltag von Handwerkern. Tatsächlich haben sogar Bäcker, die üblicherweise ja nicht in die Verlegenheit kommen, ihr Handwerk erklären zu müssen, von dieser Art des Marketings schon nachhaltig profitiert.

Wie das ging? Sie haben ihre Rezepte online gestellt und damit einen riesigen Pool mit Interessenten geschaffen, die sie sonst nie erreicht hätten. Verdient war damit zwar noch nichts, aber es geht ja noch weiter.

Im nächsten Schritt wird nämlich ein Tauschhandel angeboten. Die E-Mail-Adresse des Interessenten im Tausch gegen zusätzliches Gratiswissen. Vielleicht möchten Sie ja ein PDF erstellen mit Tipps, wie man einen besonders fluffigen Teig hinbekommt (natürlich nur für den Fall, dass Sie tatsächlich im Backhandwerk tätig sind). Sicher fällt Ihnen zu Ihrem Expertengebiet ein Thema ein, das für Ihre Kunden interessant sein könnte, und das sich als Text-, Video- oder Audiofile mühelos per Mail versenden lässt.

Kostenpflichtige Angebote untermischen

Sobald das geschehen ist, wird es wirklich interessant. Vorausgesetzt, dass Sie Ihren Blog pflegen, trudeln wahrscheinlich immer neue Adressen ein, die Sie nutzen können, um endlich Geld zu verdienen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, und eine davon wäre, dass Sie Ihre Interessenten per Newsletter auf dem Laufenden halten, und immer wieder kostenpflichtige Angebote einstreuen. Zutaten für den Teig? Klar, die können wir liefern. Spezialdünger für die Pflanzen? Kein Problem.

Auf diese Weise trennt sich die Spreu vom Weizen. Nur ein Bruchteil der Menschen wird sich auf Ihr Angebot einlassen, aber wenn der ursprüngliche Interessentenpool groß genug ist, sollte die Anzahl reichen, um den Umsatz Ihres Unternehmens ohne großen Aufwand in die Höhe zu treiben.

Wie das alles im Detail funktioniert, habe ich gemeinsam mit dem erfolgreichen Podcaster und Online-Unternehmer Christian Gursky ausführlich beleuchtet. Eine Stunde lang haben wir uns darüber unterhalten, wie sich Kunden mittels Internet am besten akquirieren lassen und auf welche Stolpersteine man in jedem Fall achten sollte. Unser einstündiges Gespräch zum Thema „Verkaufen mit Online Content" können Sie gerne sofort nachhören.



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