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Wieso wettet George Soros auf Trumps Sturz?

30/05/2017 19:10 CEST | Aktualisiert 30/05/2017 19:10 CEST
Brigitte Wodicka via Getty Images

Zusammen mit Peter Feldman, CNA-NY New York.

Die deutsche Zeitung "Welt Online" meldete kürzlich auf ihrer Startseite etwas, das uns hier in New York schon zigfach aus erster Hand zugetragen wurde: der amerikanische Miliardär George Soros hat seine Finanzwetten auf einen Sturz des US-Aktienmarktes deutlich erhöht. Der Umfang der Investmets ist ein Indiz dafür, dass er mit einem Sturz des US-Präsidenten rechnet. Das Pikante daran: George Soros selbst, der ein starker Unterstützer der Clintons ist, arbeitet mit seinen Stiftungen höchstpersönlich daran, Präsident Trump zu Fall zu bringen oder zumindest nachhaltig zu schwächen.

Harte Fakten!

Dies ist keine - wir wiederholen - keine Verschwörungstheorie, sondern ein von "Politico" solide ausrecherchierter Fakt: direkt nach dem unerwarteten Wahlsieg Trumps versammelte Soros sich am 14. November 2016 mit den Clintons, Vertretern ihrer Partei und anderen Personen mit Einfluss im Mandarin Oriental Hotel in Washington. Politico berichtete über diese Konferenz ebenso wie andere Zeitungen hier in den Vereinigten Staaten ganz offen. Ziel der Versammlung war laut den Berichten auszuloten, wie man einem Präsidenten Trump das Regieren zur Hölle machen kann, insbesondere durch "zivilgesellschaftlichen" Widerstand. Anwesend waren dabei auch führende Spitzenpolitiker der Demokratischen Partei wie Nancy Pelosi, Elizabeth Warren und Keith Ellison. Laut "Politico" hatte Soros zuvor 25 Millionen US-Dollar in Hillary und andere führende Köpfe der Demokratischen Partei investiert.

Spekulationen auf den Sturz Trumps?

Ebenso wie das Treffen im Mandarin Oriental Hotel ist es auch eine gesicherte Tatsache, dass George Soros alleine schon deshalb Trump stürzen sehen möchte, weil er dann viel Geld verdienen würde. Dies berichtet die deutsche "Welt" aus dem Hause Springer unmissverständlich. Das deutsche Blatt berichtet online, dass der 86-jährige Multimilliardär und Strippenzieher im ganz großen Stil gegen Trump an der Börse wettet. Soros, so die "Welt" hoffe auf Renditen, die sich aus einer Amtsenthebung oder schweren Krise der Trump-Präsidentschaft ergeben würden. So habe Herr Soros seine Short-Positionen auf den Leitindex S&P500 und den Russell 2000 deutlich nach oben gefahren. Insgesamt fast 765 Mio. US-Dollar setze Soros damit auf einen Fall der Börsenkurse durch ein Scheitern Trumps. Im S&P 500 sind die 500 wichtigsten Firmen der Vereinigten Staaten von Amerika versammelt und sie profitieren davon, wenn es dem Präsidenten gelingt, die Wirtschaft in Fahrt zu bringen.

Nur ein edler Gönner?

Einmal mehr stellt sich damit die Frage, ob es demokratietheoretisch schicklich ist, dass der Betreiber zahlreicher NGOs sein zivilgesellschaftliches Engagement mit geschäftlichen Aktivitäten verknüpft. Russland hat diese Frage schon vor einiger Zeit für sich beantwortet und Herrn Soros und seine NGOs aus dem Land hinauskomplimentiert. Ungarn ist gerade dabei eine von Soros finanzierte Universität zu schließen, da die Regierung des osteuropäischen Landes darin eine Art "Kaderschmiede" für die transnationale Ideologie der Soros-Stiftungen sieht, die eine Gefahr für die Souveränität des ungarischen Staates darstelle. Vielleicht haben auch die Russen und Ungarn ausnahmsweise mal Recht?

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