BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Stefan Schmidt Headshot

Sie wollten eine Faschistin verhindern. Jetzt haben Sie einen Radikalen!

Veröffentlicht: Aktualisiert:
EMMANUEL MACRON
Christian Hartmann / Reuters
Drucken

Es ist nur zu verständlich, dass die Mehrheit der Franzosen keine Präsidentin Le Pen wollte. Marine Le Pen ist kein Trump, kein Wilders und kein Orbán, sondern eine ganze Kante rechter.

Vermutlich würde sie noch nicht einmal laut protestieren, wenn man sie einen Neofaschistin nennen würde. Sie also nicht zu wählen, stattdessen Emmanuel Macron - es ist nachvollziehbar. Doch damit haben sich die Franzosen einen Präsidenten angelacht, dessen Programm 3/4 der Wähler im ersten Wahlgang definitiv nicht wollten: mehr EU.

Er liebt seine alte Frau und die EU

Spötter sagen, Macron liebt alte Frauen und die Europäische Union. Dann kommt lange nichts. Er will die Föderalisierung Europas vorantreiben, also die Abschaffung der souveränen Nationalstaaten und zwar radikaler als jeder es sich derzeit vorstellen kann oder mag. Die Europahymne statt der Marseillaise auf seiner Siegesfeier sagt alles. Er zeigte damit auch, dass es ihm völlig egal ist, dass die meisten seiner Wähler nicht ihn und sein Programm wollten, sondern Le Pen verhindern.

Er wird es seinen Förderern recht machen

Seine Förderer erwarten auch nichts anderes von ihm und dass er skrupellos ist, hat er schon als Teenager bewiesen. Wäre Macron in den USA zur Schule gegangen, säße seine ehemalige Französischlehrerin und 25 Jahre ältere Gattin vermutlich wegen Verführung Minderjähriger im Bau. Als seine Eltern von der skandalösen Affäre erfuren, war sie noch immer mit dem Vater ihrer drei Kinder verheiratet, die in Macrons Alter sind. Seine Eltern sollen versucht haben, ihn und Madame zu stoppen. Vergeblich. Emmanuel Macron zieht durch, was er will. Mit seiner alten Frau. Als Banker bei Rothschild. Jetzt als Präsident. Wer den Nationalstaat als solches mag, kann sich von diesem Programm nur angeekelt abwenden.

____

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.