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Obamas Schneise der VerwĂĽstung in Nahost wird breiter

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ISRAEL PALESTINIANS
Christian Offenberg via Getty Images
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Im allgemeinen Geheule wegen des Siegs von Donald Trump geht in den deutschen Medien völlig unter, dass im Nahen Osten gerade eine weitreichende Weichenstellungen vorgenommen wird. Israel und Russland nähern sich immer weiter an und gießen diese neu gefundene Zuneigung jetzt in konkrete Form. Der vorläufige Höhepunkt ist ein Freihandelsabkommen.

Nachdem Barack Hussein Obama 2008 US-Präsident mit Hillary als Außenministerin wurde hat er alles, wirklich restlos alles gemacht, um den treusten amerikanischen Verbündeten im Nahen Osten auf die Palme zu bringen. Seine tiefe Abneigung gegen Israel und seine fast greifbare Abneigung gegen dessen Ministerpräsidenten hat man in der arabischen Welt sehr wohlwollend aufgenommen, es den Amerikanern aber natürlich nicht "gedankt".

Das Verhältnis von Obama und Netanjahu ist so verheerend schlecht, dass Obama den israelischen Premier zuletzt nicht einmal im Weißen Haus empfangen hat. Auftritte von Vizepräsident Biden und Außenministerin Clinton in Jerusalem glichen zum Teil dem Spiel "Wer tritt in die meisten Fettnäpfchen". Als Nahostkorrespondent habe ich das damals hautnah erlebt, es war ein Bild des diplomatischen Grauens. Hinzu kam eine Syrienpolitik, von der Obama anfangs selbst sagte, er habe keinen Plan. Gebombt wurde trotzdem.

Kein Wunder also, dass sich Israel zunehmend nach Moskau orientiert hat. Dort wurde er, Russlands Nähe zum iranischen Regime beseite, mit offenen Armen empfangen. Präsident Putin kann man nämlich vieles nachsagen, ein Antisemit ist er aber in keiner Weise. Eher umgekeht, sieht er in den Millionen nach Israel ausgewanderten russischen Juden eine Art von russischer Exil-Gemeinde. Seine Sympathien für Isarel, dafür sprechen alle Indikatoren und Kenner der Szene, sind echt. Das Gleiche gilt für Russlands Ex-Präsident und amtierenden Ministerpräsidenten Dimitri Medwedew.

Dieser reiste nun nach Jerusalem, um einen wahren Coup zu landen. Bei einem Zusammenkomen mit seinem israelischen Amtskollegen Benjamin Netanjahu wurde nämlich die ganz konkrete Möglichkeit eines Freihandelsabkommens zwischen der von Russland dominierten "Eurasischen Wirtschaftsunion" und Israel ausgelotet. Nach Medwedews Aussagen stehen mehr als vierzig Abkommen zwischen Russland und dem einzigen jüdischen Staat der Welt auf der Tagesordnung.

So unterzeichneten bereits die Landwirtschaftsminister beider Nationen einen Deal für die Zusammenarbeit im Bereich der Agrarindustrie. Im Rahmen eines Pilotprojekts soll in der russischen Landwirtschaft israelisches High-Tech zum Einsatz kommen. Russland zeigt sich dabei an einem Technologietransfer interessiert. Die israelische Wirtschafts-Newsseite "Globes" schreibt: "Jene neuen Technologien und Entwicklungen, die Medwedew auf seinem Besuch vorgestellt werden, umfassen einen innovativen Roboter (...). Der Roboter soll für das Sprühen landwirtschaftlicher Felder und Getreide in Treibhäusern vorgesehen sein."

Beide Länder haben einen starken Agrarsektor. Das riesige Russland ist im Verlauf des aktuellen Jahres zum weltgrößten Getreideexporteur aufgestiegen, der bilaterale Handel zwischen Israel und Russland sei um 73 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar gestiegen, berichten russische Quellen. Im Vorjahr habe das Handelsvolumen rund zwei Milliarden US-Dollar betragen.

Neben dem stabilsierten Ă„gypten schielt jetzt also auch ein erstarktes Israel nach Moskau. Der NATO-Partner TĂĽrkei dagegen taumelt richtungslos ins Chaos. Welch ein niederschmetterndes und peinliches Erbe Obamas und Clintons im Nahen Osten.

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