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Martin Schulz wird die SPD endgültig zerstören

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MARTIN SCHULZ
Max Rossi / Reuters
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Fidel Castro stirbt und der mit deutschen Steuergeldern im Amt gehaltene griechische Ministerpräsident huldigt den Diktator mit viel Pathos. Angela Merkel schert sich einen Kehricht um die EU-Verträge und lässt Millionen von - nach wie vor nicht komplett registrierten - jungen männlichen Flüchtlingen durch Deutschland spazieren. Dass unter ihnen auch Terroristen sind, ist längst erwiesen.

Amerika wählt basisdemokratisch einen neuen Präsidenten und Politiker, die mit Despoten auf allen Weltteilen Geschäfte machen, führen sich auf, als wäre der "Führer" höchstpersönlich auferstanden und hätte Washington übernommen. Und in Brüssel begibt sich der angeblich trockene Alkoholiker Martin Schulz auf den Weg nach Berlin, um dort Außenminister oder sogar Kanzlerkandidat der SPD zu werden.

Als pragmatisch denkender Mensch gewinnt man den Eindruck, man könne sagen, schreiben und drucken, was man will - gewisse Leute möchten es einfach nicht hören. Im Grunde fällt einem bei all diesem Unsinn nur noch ein Filmzitat ein:

"Ich möchte eine Welt, in der Frank Junior und alle Frank Juniors unter einem Schatten schenkenden Baum sitzen können. Mit wirklich gesunder Luft, in sauberem Wasser schwimmen können. Eine Welt, in der Würmer und Insekten endlich wieder schmecken. Ich möchte eine Welt, in der ich aus einer Toilette trinken kann ohne Ausschlag zu bekommen. Ich möchte eine Welt, in der Pinguine ohne Aufnahmeprüfung Polizisten werden können."

(Lieutenant Frank Drebin im Film "Die nackte Kanone 2 1/2")

Tun Sie mal das Folgende: halten sie eine solche Rede auf einem Kreisparteitag der Grünen oder auf einem evangelischen Kirchentreffen. Sie werden nicht ausgelacht werden. Wetten? Und da liegt das Problem.

Denn nicht die ganze Welt ist in einen politisch präpubatären Zustand zurückgefallen, sondern primär Deutschland. Genauer gesagt die deutsche Politik und die veröffentlichte Meinung, die von der öffentlichen doch um einiges abweichen dürfte. So kommt es, dass eine Gaga-Rede aus der Screwball-Komödie "Nackte Kanone" gar nicht mehr so weltfremd klingt.

Mal ganz abgesehen davon: warum schreiben und senden so viele deutsche Redaktionen derzeit eigentlich den SPD EU-Fanatiker Martin Schulz zum Superstar hoch? Was um alles in der Welt reitet diese Leute? Alleine die Idee, diesem Mann die Geschicke Deutschlands in die Hände zu legen, ist abenteuerlicher als jede Hollywoodkomödie.

Um Herrn Schulz zu beschreiben, muss man wohl auf Franz-Josef Strauß (CSU) zurückgreifen, der über Helmut Kohl (CDU) vor dessen Kanzlerschaft doch recht eindeutig feststellte:

"Kohl ist total unfähig. (...) Der wird mit 90 Jahren die Memoiren schreiben: 'Ich war 40 Jahre Kanzlerkandidat; Lehren und Erfahrungen aus einer bitteren Epoche'. Vielleicht ist das letzte Kapitel in Sibirien geschrieben worden oder wo."

(Franz-Josef Strauß)

Helmut Kohl wurde dann doch Kanzler, Strauß allerdings behielt recht. Unter Kohl hat Deutschland die Kontrolle über seine Grenzen, seine Währung, seine Zölle, seine Einwanderung, seine Sozialsysteme und seinen moralischen Kompass verloren. An vielen Problemen, auf denen Europa heute bitter rumkaut, hängt das Etikett "Made by Kohl". Dabei war der Mann aus Oggersheim noch nicht einmal Alkoholiker.

Wer auch immer auf die abstruse Idee gekommen sein mag, ausgerechnet Martin Schulz als Held der SPD nach Berlin zu holen, meint es entweder sehr, sehr böse mit den Sozialdemokraten oder bedarf eines ausgedehnten Erholungsurlaubs.

Man kann über Donald Trump gerne lachen, man kann Angst vor ihm haben, oder was weiß ich. Doch man sollte in Richtung des neuen US-Präsidenten (Absolvent einer Militärakademie, Uniabschluss in Wirtschaft, Selfmade-Milliardär) besser höflich schweigen, wenn man jemanden wie Martin Schulz (Buchhändler, Ortsbürgermeister, Alkoholiker) unterstützt. Dann schon lieber Frank Drebin. Schade das Leslie Nielsen schon verstorben ist. Man hätte ihn ja mal fragen können.

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