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Die beste Performance abliefern: Wie Sie Ihre persönliche Leistung steigern

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PERFORMANCE
PhotoAlto/Michele Constantini via Getty Images
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Deutschland ist ein Land der Weltmeister. Nicht nur im Fußball. Bei der Logistik waren wir 2016 wieder top und auch der Titel Exportweltmeister wird laut Prognosen in diesem Jahr an die Bundesrepublik gehen.

Doch bei aller Freude: Die Erfolge erzeugen auch Druck, dass wir als Deutsche in allem eine weltmeisterliche Performance liefern müssen, oder?

Festzuhalten ist: Die Bundesrepublik strotzt nur so vor Performern. Unsere Leistungsgesellschaft verleitet dazu, auch mal über seine Grenzen hinauszugehen. Aber: Ist das der richtige Weg für Sie?

Vorsicht vor Übertreibungen!

Wer immer Weltspitze sein will, macht sich das Leben einigermaßen schwer. Die Erwartungen sind permanent so hoch, dass Sie leicht in einen Strudel aus zu hohen Ansprüchen geraten. Folglich machen „nur" gute Leistungen Sie mit der Zeit nicht mehr zufrieden. Alles muss perfekt sein.

Das Problem dabei: Wer immerzu nach Perfektionismus strebt, geht früher oder später über seine Grenzen hinaus.

Das birgt das Risiko, dass Sie nicht Ihr Bestes geben, sondern Ihr Äußerstes! Sie übertreiben es. Und alles, was übertrieben ist, wirkt sich negativ aus - auf Ihre Gesundheit, Ihren Geist, Ihr Umfeld. Ihr Bestes zu geben bedeutet deshalb, innerhalb Ihrer Grenzen zu bleiben.

Beste Performance - eine Frage der Ehre

Wie Sie Ihre Grenzen erkennen? Fragen Sie sich sich, ob Sie mehr tun, als Ihnen selbst oder anderen guttut. Bei einem übertriebenen Weltbild werden Sie die Latte entweder zu hoch oder zu niedrig auflegen und sich dadurch über die anderen erheben oder über sich selbst. Glauben Sie mir: Die Latte wird in beiden Fällen reißen.

Ein guter Anhaltspunkt ist deshalb - so altmodisch das auch klingen mag - Ihr Ehrgefühl. Denn letztlich ist jede für Sie richtige Entscheidung eine Frage der Ehre. Die Frage lautet: Können Sie mit den Konsequenzen Ihrer Handlung leben?

Ein Beispiel: Ein wichtiges Fußballspiel steht bevor. Sie müssten eigentlich noch dafür trainieren. Sie fragen sich: Wenn ich jetzt nicht trainiere und dadurch meine Mannschaft beeinträchtige, weil ich für das Spiel nicht hundertprozentig fit bin, würde ich mir das vorwerfen? Wenn ich aber mein Bestes gebe und verhelfe meinem Team trotzdem nicht zum Sieg, weil ich eben kein Profi bin - wäre es dann in Ordnung?

Mein Credo ist: Es geht im Leben nicht darum, etwas besonders gut zu tun, sondern darum, etwas Gutes zu tun. Wenn Sie dabei Ihr Bestes geben, folgt die erstklassige Performance automatisch.

Werden Sie sich selbst gerecht!

Ihr Ehrgefühl können Sie dabei in allen Lebenssituationen als Entscheidungshelfer heranziehen. Im Job, wenn Sie zum Beispiel eine Aufgabe vor sich herschieben. Genauso wie in der Partnerschaft, wenn viel Arbeit an der Beziehung gefordert ist.

In dem Moment, in dem es eine Frage der Ehre ist, geben Sie Ihr Bestes! Das Ehrgefühl ist dabei der Schlüssel, weil Sie sich selbst gerecht werden wollen.

Wenn Sie das Ehrgefühl als Grundgefühl verinnerlichen, brauchen Sie nicht mehr über Ihr Verhalten nachzudenken - sie handeln automatisch richtig und Ihre Performance ist auf dem höchstmöglichen Niveau. Denn sonst wären Sie vor sich selbst entehrt.

Glauben Sie mir: Sie können nicht mehr verlieren. Weder auf dem Spielfeld, noch im Leben. Wenn Sie nach Ihrem Ehrgefühl handeln und sich innerhalb Ihrer gesunden Grenzen bewegen, wird Ihre Performance vielleicht nicht unbedingt die beste von allen sein. Aber Ihre persönlich beste.

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