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Disruptive Marketing - Von Empathie und entschl├╝sselbaren Daten

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Marketing wie zu Mad Men Don Drapers Zeiten gibt es nicht mehr lange. Eine neue Generation Marketeers, die keine Ahnung hat vom klassischen Marketing, aber viel dar├╝ber wei├č, wie man Daten analysiert, wird das Zepter ├╝bernehmen. Meint zumindest Geoffrey Colon in seinem neuen Buch DISRUPTIVE MARKETING.

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Es waren einmal die guten alten Marketingzeiten, da zahlte man f├╝r Anzeigengr├Â├če, Platzierung und Erscheinungsdatum. Aber diese Zeiten sind vorbei, niemand interessiert sich mehr f├╝r Anzeigen. Wir werden mit ├╝ber 4.000 Anzeigen t├Ąglich bel├Ąstigt und haben l├Ąngst gelernt, wegzusehen. Wir haben auch gelernt, ganz schnell zu erkennen, ob uns jemand eine interessante Geschichte erz├Ąhlen oder nur seine Verkaufsbotschaft unterjubeln will. Mausklick, weg, andere Seite ansurfen...

Das Problem der Marketingleiter

Marketingbeauftragte stehen heute vor einem Problem: Sie haben jahrzehntelang gelernt, uns mit tollen Angeboten zu bequatschen. Egal wann, egal wo, egal, ob wir wollen oder nicht! Wir wollen aber nicht zugelabert werden, wir wollen, dass man uns zuh├Ârt! Wir Konsumenten wollen, dass uns Firmen ernst nehmen, uns geholfen wird bei Problemen.

Deshalb kann es im Marketing nicht mehr funktionieren, seine Botschaft einfach m├Âglichst laut hinaus zu br├╝llen, in der Hoffnung, dass es schon irgendjemand h├Ârt und dann kommt und kauft.

Es geht darum, das Zuh├Âren zu lernen

Marketing muss nicht mehr den Kunden anbr├╝llen sondern ihm zuh├Âren. Und wie schaffen das die Don Drapers von heute? Indem sie die M├Âglichkeiten der modernen Technik nutzen: Die Daten der Nutzer werden immer besser und valider, sie auszuwerten immer einfacher. Das, was fr├╝her die ganze Marketingabteilung besch├Ąftigte, kann heute ein Einzelner mit ein paar Tools allein. Die Nutzerdaten werden ausgewertet und ganz schnell wird deutlich, worauf die Konsumenten reagieren, was sie m├Âgen und was nicht.

Und die gleiche Technik erlaubt es auch, dem Kunden in Echtzeit ein individuell auf ihn zugeschnittenes Angebot zu erstellen, das genau seinen W├╝nschen entspricht. Das klappt schon l├Ąngst im Internet in den Onlineshops. Es ist nur noch ein kleiner Schritt, bis das auch im Laden um die Ecke passiert, der digitalen Transformation sei Dank.

Geoffrey Colon nennt die neue Art des Marketings Disruptive Marketing und sieht sie nicht mehr in den H├Ąnden der Absolventen von Marketing-Studieng├Ąngen. Vielmehr geht er davon aus, dass k├╝nftig die schlechter ausgebildeten Marktingmacher die erfolgreicheren sind. Denn sie sind es, die sich leichter tun werden, etablierte Denkkan├Ąle zu verlassen. Im gro├čen Wust an Nutzerdaten kommt es neben nicht mehr so sehr darauf an, in Marketingkan├Ąlen zu denken, sondern vielmehr ein Gesp├╝r f├╝r die Daten, deren Herkunft und deren Hintergr├╝nde zu haben.

Datenanalyse statt Zielgruppenanalyse

Statt Marketingwissen wird also das Wissen um Datenverarbeitung und -analyse wichtiger werden. Und das Querdenken, denn manchmal findet man im gro├čen verwirrenden Big Data Datenhaufen die Antwort nicht in dem man sich fragt: ÔÇ×Was habe ich falsch gemacht, dass ich solche Daten erhalte?" sondern indem man sich die Frage stellt: "Was k├Ânnte hinter diesen unklaren Zahlen stecken?"

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Die wahre Kunst des Disruptiven Marketings wird es aber sein, diese Datenanalysen zusammen zu f├╝hren und daraus ein neues Angebot zu entwickeln, das kundenzentriert ist und dessen Bed├╝rfnissen m├Âglichst genau entspricht. Und dazu ist neben allem technischen Sachverstand vor allem eines n├Âtig: Empathie mit dem Kunden und dessen Lebensrealit├Ąt, seinen Sorgen, ├ängsten und Problemen.

Wer sich in den Kunden eindenken kann und dessen generierte Nutzerdaten zu analysieren wei├č, der wird k├╝nftig in die Ruhmeshalle der Disruptiven Marketeers einziehen, w├Ąhrend die Don Drapers alter Schule draussen verzweifelt an der Portalt├╝r klopfen und um Einlass flehen: erfolglos.

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