BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Stefan Corsten Headshot

Nüsse zum Abnehmen?

Veröffentlicht: Aktualisiert:
WALNUT
Aksenovko via Getty Images
Drucken

Nüsse gelten allgemein als zu den guten Lebensmitteln. Darf ich sie nun während meiner Diät unbegrenzt konsumieren oder können sie meine bisherigen Erfolge in der Gewichtsreduktion vernichten? Ob das so ist und was du beachten solltest, erkläre ich dir in diesem Bericht über die Nuss-Lüge.

Warum gelten Nüsse als gute Lebensmittel

Vielleicht hast du schon einmal an einem Diätprogramm teilgenommen, in dem die Lebensmittel in zwei Kategorien aufgeteilt wurden: 1. In gute Lebensmittel, die deine Diät unterstützen und fördern und 2. In schlechte Lebensmittel, die dein Abnehmen verhindern. In diesen Programmen darfst du dann soviel von den guten Lebensmitteln konsumieren, wie du magst.

Darunter fallen auch die Nüsse, weil sie nur 5,7 g Kohlenhydrate auf 100 g haben. Außerdem bieten Nüsse deinem Körper zahlreiche gesundheitliche Vorteile. So hat sich gezeigt, dass ein erhöhter Nusskonsum dein schlechtes Cholesterin senkt und dein gutes Cholesterin anheben kann.

2017-07-23-1500833626-3203653-DerHuffPostWhatsAppNewsletter6.png
Die wichtigsten News des Tages direkt aufs Handy - meldet euch hier an.

Nüsse können darüber hinaus die Entzündungsneigung in unserem Körper herabsetzen und sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie zum Beispiel dem Vitamin E. Wenn man diese Punkte berücksichtigt, ist die Nuss ein wirklich wertvoller Bestandteil einer guten und ausgewogenen Ernährung. Das klingt doch gut - oder? Aber wenn du nun diesen Empfehlungen folgst, kannst du davon ausgehen, dass du deinen Erfolg bei der Gewichtsabnehme auf jeden Fall wieder vernichtest.

Warum können Nüsse meine Diäterfolge vernichten

Das ungesündeste, was wir unserem Körper antun können ist Körperfett. Die Auswirkungen von einem hohen Körperfettanteil auf unsere Gesundheit sind fatal und das ist die traurige Wahrheit.

Du kannst noch so viel darauf achten, Bioprodukte zu konsumieren oder dich ausschließlich von guten Lebensmitteln ernähren, wenn du es nicht schaffst, deinen Körperfettanteil zu senken, dann nützt dir das alles überhaupt nichts. Ich behaupte jetzt einmal - und das kann jetzt etwas polarisierend wirken - wenn eine Ernährung deine Kalorienbilanz nicht berücksichtigt und kontrolliert, ist es keine gute Ernährung! Und nun sind wir bei der Nuss-Lüge, denn Nüsse solltest du in einer Ernährung, die auf den Gewichtsverlust ausgelegt ist, nicht in unbegrenzter Menge konsumieren.

Nüsse sind besonders energiedicht, d. h. sie haben pro Gramm sehr viele Kalorien. Dies liegt an dem hohen Fettanteil der Nüsse und es ist nun mal so, dass 1 g Fett 9 Kalorien hat. Dabei spielt es keine Rolle, dass es sich bei dem Fettgehalt der Nüsse um die sogenannten guten Fette handelt.

Mehr zum Thema: Hunger und Heißhunger stoppen - Das hilft dir wirklich

Es ist nun mal so, wenn 100 g Nüsse einen Fettanteil von 59% haben, dann kann es dir in deiner Diät sehr schnell passieren, dass du plötzlich durch den Konsum von Nüssen in einer positiven Kalorienbilanz bist. Das passiert besonders schnell, wenn du in deiner negativen Kalorienbilanz pro Tag 1.500 Kalorien zur Verfügung hast.

Wenn du also weiterhin Erfolge bei der Gewichtsreduktion erzielen möchtest, solltest du genau überlegen, ob du Nüsse in deinen Ernährungsplan einbaust. In kleinen Portionen ist das kein Problem, aber unbegrenzt und unkontrolliert wird dir der Konsum von Nüssen deinen Erfolg beim Gewichtsverlust vernichten.

____

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die HuffPost ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.

googletag.pubads().setTargeting('[cnd=cld]').display('/7646/mobile_smart_us', [300, 251],'wxwidget-ad');