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DAX im Crashmodus

24/08/2015 16:40 CEST | Aktualisiert 24/08/2016 11:12 CEST
ullstein bild via Getty Images

Erstmals seit Januar dieses Jahres notiert der DAX wieder im vierstelligen Bereich. Mit mehr als 20 Prozent Kursrückgang seit dem Erreichen des Allzeithochs bei 12.390 Indexpunkten am 10. April erfüllt der aktuelle Kursrutsch damit die gängige Definition eines „Crashs".

Investoren in (exportstarken und konjunkturabhängigen) deutschen Unternehmen sorgen sich um die wirtschaftliche Entwicklung in China und deren Auswirkung auf die globale Konjunktur. Insbesondere die Kursreaktionen am chinesischen Aktienmarkt sind zuletzt atemberaubend.

Steiler Abwärtstrend

Nachdem es noch in der ersten Augusthälfte so aussah, als könne sich der Markt (CSI300) auf einem um ein Viertel ermäßigten Niveau stabilisieren, folgte nun die Wiederaufnahme des steilen Abwärtstrends.

Allein in den letzten fünf Handelstagen verlor der chinesische Index nochmals 20 Prozent an Wert und notiert nun rund 40 Prozent unterhalb des im Juni erreichten Übertreibungsniveaus. Die Dynamik des Abwärtstrends übersteigt unsere Erwartung deutlich und zeigt nochmals eindrucksvoll, dass selbst die chinesische Regierung einen Crash nicht „verbieten" kann.

Expansives Agieren der Notenbanken

Unsere bisherige Zielmarke für den DAX von 12.500 Indexpunkten per Jahresende 2015 setzte sich aus einem fundamental gerechtfertigten Niveau von 11.000 Punkten zuzüglich eines Aufschlags zusammen, der das expansive Agieren der Notenbanken widerspiegelte.

Weiterhin hatten wir mit Blick auf 2016 argumentiert, dass es der deutsche Aktienmarkt dann, wenn das Ende des geldpolitischen Impulses absehbar wird, nicht schaffen dürfte, dieses Niveau zu halten, OBWOHL die konjunkturellen Rahmenbedingungen (gute Dynamik, niedriger Ölpreis, steigende Unternehmensgewinne) auch 2016 vorherrschen dürften.

Prognose für das Jahresende 2015

Nach unserer Einschätzung hat das Marktgeschehen in China nun schneller als bisher erwartet dazu beigetragen, Kursniveau und Erwartungen an das fundamental gerechtfertigte Niveau anzupassen, inklusive einer üblichen Übertreibung nach unten.

Wir reduzieren daher unsere Prognose für das Jahresende 2015 auf 11.000 Punkte (Euro Stoxx 50: 3.500). Unsere Erwartung für die Jahresmitte 2016 in jeweils gleicher Höhe bleibt bestehen.


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