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7 Tipps, um Parodontitis effektiv vorzubeugen

16/03/2016 18:10 CET | Aktualisiert 17/03/2017 10:12 CET
Zoonar RF via Getty Images

Parodontitis bleibt oft unbemerkt. Aber obwohl diese heimtückische Zahnerkrankung keine Schmerzen verursacht, kann sie weitreichende Folgen für die Allgemeingesundheit haben. Erfahren Sie hier, wie Sie Parodontitis effektiv vorbeugen können.

Parodontitis gehört zu den typischen Volkskrankheiten: 75 Prozent der über 35-Jährigen sind betroffen. Ihr Zahnfleisch ist entzündet und zieht sich langsam zurück, was im schlimmsten Fall zu Zahnverlust führen kann. Außerdem fällt es Bakterien nun leichter, in die Blutbahn einzudringen. Dort können sie unter anderem das Risiko für Herzinfarkt, Lungenentzündungen und Diabetes erhöhen. Wer sich schützen will, sollte rechtzeitig vorbeugen.

Wie hoch ist Ihr individuelles Risiko?

Wenn sich das Zahnfleisch rötet oder zu bluten beginnt, Zahnfleischtaschen entstehen oder wenn Sie unter hartnäckigem Mundgeruch leiden, könnte eine Parodontitis auf dem Vormarsch sein. Besonders schlechte Mundhygiene, Tabakkonsum, Stress, Übergewicht, hormonelle Veränderungen oder eine unbehandelte Diabeteserkrankung können Zahnfleischentzündungen begünstigen. Für die Betroffenen ist die Vorsorge besonders wichtig.

So können Sie vorbeugen:

1. Richtig Zähneputzen

Eine gründliche Zahnhygiene schafft gute Voraussetzungen für starke Zähne und ein gesundes Zahnfleisch. Zähne putzen ist nicht schwer? Könnte man meinen. Doch vier von fünf Deutschen putzen ihre Zähne falsch.

Machen Sie kreisende, rüttelnde Bewegungen, um hartnäckige Bakterien zu lösen. Wenn Sie eine elektrische Zahnbürste haben, reicht es aus, die Bürste von einem Zahn zum nächsten zu führen. Achten Sie aber darauf, keinen Zahn zu vergessen.

Üben Sie nur wenig Druck aus, um das Zahnfleisch nicht zu reizen und tauschen Sie Ihre Zahnbürste regelmäßig aus. Denken Sie auch daran, mindestens eine halbe Stunde mit der Zahnpflege zu warten, wenn Sie saure Lebensmittel wie Äpfel, Joghurt oder Wein zu sich genommen haben. Sonst greift die Säure Ihren Schmelz an.

2. Zahnseide oder Interdentalbürsten verwenden

Auch die Zahnzwischenräume wollen gesäubert werden, denn hier lagern sich Bakterien besonders gerne an. Nutzen Sie bei engen Zahnzwischenräumen Zahnseide, um Speisereste und Zahnbeläge zu entfernen. Ansonsten gibt es Interdentalbürsten in verschiedenen Größen, die Sie einmal pro Tag verwenden sollten, wichtig ist hierbei, die passende Größe zu wählen.

3. Die Zunge nicht vergessen

Vielen wissen nicht, dass sich Beläge auch auf der Zunge ansammeln können. Sie ist nicht nur ein beliebter Aufenthaltsort von Bakterien, sondern häufig auch die Ursache von Mundgeruch. Um die lästigen Keine loszuwerden, können Sie Zungenschaber oder -bürsten nutzen.

4. Regelmäßig zur Kontrolle zum Zahnarzt gehen

Zweimal im Jahr sollten Sie zur Kontrolle zum Zahnarzt, damit Zahnerkrankungen rechtzeitig festgestellt werden können. Er spürt Mängel auf, gibt Ihnen individuelle Tipps für die Mundhygiene und klärt Sie über Ihr persönliches Parodontitis-Risiko auf.

5. Professionelle Zahnreinigungen vornehmen lassen

Besonders Risikopatienten, d.h. Raucher, Diabetiker und Senioren, aber auch Menschen, die speichelflusshemmende Medikamente wie Blutdruckmittel einnehmen oder Implantate haben, wird eine professionelle Zahnreinigung empfohlen. Generell ist eine professionelle Zahnreinigung pro Jahr zu empfehlen - bei Risikopatienten sogar zwei- bis dreimal jährlich. Der Dentalhygieniker entfernt dabei Zahnstein und Biofilm. Manche Krankenkassen bezuschussen die professionelle Zahnreinigung.

6. Süßigkeiten reduzieren

Zucker ist nicht nur schlecht für die Zähne, sondern belastet auch das Zahnfleisch. Besonders süße Snacks, die über den Tag verteilt verzehrt werden, fördern die Entstehung von Zahnbelägen. Überlegen Sie sich daher genau, ob es wirklich ein Stück Kuchen sein muss oder ob Sie doch lieber einen Gemüse-Snack zu sich nehmen.

7. Tabakkonsum einschränken

Raucher haben nicht nur ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs, sondern schaden auch ihrem Zahnfleisch. Indem sie das Rauchen aufgeben, können Sie Ihr Parodontitis-Risiko also deutlich senken.

8. Immunsystem stärken

Ein schwaches Immunsystem kann die Entstehung einer Parodontitis begünstigen. Achten Sie also darauf, Ihr Immunsystem intakt zu halten und stärken Sie es, indem sie genügend Obst und Gemüse essen und regelmäßig Sport treiben.

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