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Periscope: Next big thing oder doch nur die nächste Sau im Dorf?

17/11/2015 15:33 CET | Aktualisiert 17/11/2016 11:12 CET

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Vielleicht haben Sie bereits mitbekommen, dass die Social Media Welt einen neuen Stern am Himmel hat. Periscope heißt die Twitter-App, die es ermöglicht Live-Videos in Echtzeit an die eigene Community - und darüber hinaus - zu streamen.

Eigentlich bin ich bei neuen Social Media Kanälen meist zunächst skeptisch. Denn für uns als Unternehmer ist es sinnvoller, sich auf wenige Kanäle zu beschränken, anstatt eben jeder neuen Sau zu folgen, die gerade durchs Dorf getrieben wird.

Von Periscope bin ich jedoch seit neuestem komplett begeistert.

Periscope auch für Dienstleister sehr gut geeignet

Anders als Instagram oder Pinterest - die Social Media Kanäle, die in der jüngeren Vergangenheit sehr viel Zuspruch erlebt haben - eignet sich Periscope auch hervorragend für Dienstleister oder Anbieter, die keine wahnsinnig fotogenen Produkte haben.

Die Foto-Apps stellen viele Unternehmer nämlich vor das Problem, dass sie nicht genügend aufmerksamkeitsstarkes Fotomaterial haben. Ich selbst bin beispielsweise nicht andauernd geschäftlich unterwegs und kann somit keine Fotos von exotischen Orten oder schön designten Produkten posten. Ich habe ja nur mich selbst...

Super Ergänzung zu Youtube-Videos

Mit Periscope jedoch können Sie Ihre eigenen Inhalte als eine Art TV-Show übertragen oder natürlich auch von Veranstaltungen filmen. Die App ist eine super Ergänzung zu Youtube-Videos.

Die App ist zudem sehr einfach zu nutzen. Sie brauchen eigentlich nur Ihr iPhone. Natürlich können Sie auch Ihr iPod verwenden und einen Tripod - dann wackelt es nicht so. Aber das Equipment hält sich wirklich in Grenzen. Einloggen können Sie sich über Ihren Twitter-Account.

Virtueller Mentor @BusinessCeleb

Ich werde die App dazu nutzen, in Kürze als virtueller Mentor unter dem Namen @BusinessCeleb von Konferenzen zu berichten und die teilnehmenden Experten zum Interview einzuladen. Erst kürzlich habe ich die ersten Videos von einer Charity Veranstaltung auf dem Oktoberfest gemacht und mich sehr über das Feedback gefreut. Nachdem ich nämlich den Spendenzweck durchgegeben hatte, kamen sofort Rückmeldungen von Zuschauern, wo sie sich denn beteiligen könnten. Klasse.

Wie bei jedem neuen Social Media Kanal sind die Übertragungen bei Periscope nicht auf die eigenen Follower begrenzt. Das ist eben anders als bei alt eingesessenen Kanälen wie Facebook, bei dem Reichweite mittlerweile nicht mehr wirklich kostenlos ist.

Anfangen und sich erlauben, besser zu werden

Ich weiß natürlich, dass besonders Live-Videos ziemlich furchteinflößend sein können - und wenn ich ehrlich bin, bin ich auch schon ziemlich aufgeregt, wenn ich darüber nachdenke, dass ich hinterher nichts ‚rausschneiden' kann. Dennoch empfehle ich die App auch allen, die sich noch nicht mit Videos anfreunden können. Auch wenn es öffentlich ist - mit Periscope haben Sie eine hervorragende Gelegenheit zu üben und gleichzeitig Feedback von Zuschauern zu bekommen. Erlauben Sie sich zu starten und besser zu werden. Ich verspreche Ihnen: meine Übertragungen werden sicherlich auch nicht perfekt...

Und jetzt will ich von Ihnen wissen: Haben Sie schon über die Nutzung von Videos - vielleicht sogar auch von Periscope - nachgedacht? Was hält Sie zurück?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare zu diesem Blog-Beitrag und natürlich auf Ihre Emails, wenn Sie bei der Konferenz dabei sein wollen. Einfach kurz mailen an mentor@businesscelebrity.de

Auf Ihren Erfolg

Ihre

Sonja Kreye

P. S. Wenn Sie - was ich besonders zum Start empfehlen würde - Periscope-Aufnahmen auch im Nachhinein noch verwenden wollen, beispielsweise auf Youtube oder Ihrer Website, dann aktivieren Sie in den Einstellungen die Funktion ‚Live-Videos automatisch speichern' und filmen Sie die Videos im Nachhinein über Screenflow oder Camtasia ab. Die Videos sind ansonsten nur 24 Stunden auf Periscope verfügbar. Und gelöscht werden können sie natürlich auch. Wichtig, wenn es mal nicht so gut geklappt hat.

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