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Wieso die Rolle der Frau aus Erzählungen nichts mit der Realität zu tun hat

08/03/2017 14:16 CET | Aktualisiert 08/03/2017 14:16 CET
kieferpix via Getty Images

Seit dem Altertum wurde den Frauen eine besondere Rolle zugewiesen.

Die Geschichte der Frauen ist von Widersprüchen geprägt.

Göttinnen, Sklavinnen, Jungfrauen, Konkubinen, Prostituierte, Hexen, Musen in der Kunst, Gesellschaftsmitglieder ohne Wahlrecht und Stimme, verschleierte Schönheiten wider Willen, Stabilisatoren in den Familiensystemen, Freiheitskämpferinnen, Wissenschaftlerinnen, wirtschaftliche Versorger ganzer Familien - und vor allem Mütter unserer Kinder und unserer Zukunft.

All das sind Frauen auch - und noch viel viel mehr.

Cleopatra, Fortuna, Anna Göldi, Jeanne d'Arc, Marie Curie, Bertha von Suttner, Anna Pestalozzi, Jane Austen, Sophie von La Roche, Gertrude Bell, Margret Thatcher, Coco Chanel, Elisabeth I und Maria Stuart, Katharina die Grosse, Marion Gräfin Dönhoff, Cosima Wagner, Charlotte von Stein, Hedwig Dohm - alles Frauen, die unsere Welt oder unsere Sicht auf die Welt zu irgendeinem Zeitpunkt in irgendeiner Form weiter entwickelt, verändert oder geprägt haben.

Die die Wissenschaft mitgeprägt haben, die die Männer verrückt gemacht, deren Meinung in kleinen und grossen weltpolitischen Dingen beeinflusst haben, und die um ihren Platz in der Gesellschaft gekämpft haben, mit persönlicher Aufopferung, manchmal mit Erfolg und manchmal sogar mit dem Tod.

All das waren Frauen - und noch viel mehr.

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Und dann - all die nicht bekannten, nicht zu Ruhm gelangenden Frauen mit unbekannten Namen, die in der Welt eine tragende Rolle spielten und spielen, indem sie in der Vergangenheit und bis heute, teilweise unter schwierigsten Bedingungen, das Rückgrat einer jeden Gesellschaft - und am Ende - der Welt bilden.

Die Rolle der Frau ist naturgegeben stark, vielseitig und wandelbar.

Sie ist die Mutter aller Kinder, und hat in der Folge in den meisten Fällen den grössten Einfluss auf die zukünftigen Frauen und Männer, nämlich auf die kleinen Mädchen und Knaben, die sie erzieht.

Wieso wird in Patriarchischen Gesellschaften die Rolle der Frau in der Theorie so hochgelobt und im realen Leben so stark beschnitten?

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Wie sieht die Realität aus?

Das Bild der Frauen ist noch heute in vielen Erdteilen ein untergeordnetes.

Nach aussen führen und entscheiden die Männer, nicht nur für sich selbst, sondern eben auch für die Frauen. Die grundsätzliche Selbstbestimmung der Frauen weltweit muss deshalb das Ziel sein.

Lebensschlaue und oder gebildete Männer haben längst erkannt, dass das Patriarchat ein Gesellschaftsmodell der Vergangenheit ist und dass die gesamte Gesellschaft profitiert, wenn die Frauen über ihr eigenes Schicksal und ihren eigenen Lebensweg bestimmen.

‚Male Guardianship', wie sie in Teilen der Welt, unter anderem in der muslimischen Welt, oder bei täuferisch-protestantischen Glaubensrichtungen wie zum Beispiel den Amischen (engl. Amish) in

unterschiedlichen Ausprägungen praktiziert werden, sind nicht nur frauenverachtend, sondern menschenverachtend.

Deshalb - je mehr die Frauen in Literatur und Oden hochgelobt und hochgehalten werden, desto mehr lohnt sich ein zweiter Blick auf die Realität der Frauen im Alltag.

Oft ein grosser Widerspruch!

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Zum Wohle der Frauen gibt es aber auch in den genannten Gesellschaften Millionen von Männern, die diese Praxis nicht leben oder geradezu ablehnen. Und diese Männer und Frauen müssen ihre Kinder im gleichen Geiste grossziehen und in Zukunft hörbar nach vorne treten, damit sich die Gleichberechtigung der Geschlechter weltweit in allen Kulturen verfestigt.

Nicht militante Gleichmacherei der Geschlechter ist das Ziel aufgeklärter Männer und Frauen weltweit - sondern Selbstbestimmung eines jeden Menschen.

Deshalb sollten wir am Weltfrauentag über den Beitrag jedes Einzelnen zu dieser Entwicklung nachdenken.

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