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Science-Fiction oder Realität: Roboter als Alltagshelfer

26/03/2017 12:56 CEST | Aktualisiert 26/03/2017 12:57 CEST
Thomas Peter / Reuters

Roboter kennt man nicht nur aus Hollywood, mittlerweile gehören sie längst zu unserer alltäglichen Realität. Die Entwicklungen im technischen Bereich zeigen tägliche Fortschritte, die wir nur mit staunenden Augen mitverfolgen können.

Ohne smarte Gadgets können wir uns den Alltag bereits kaum noch vorstellen. Unser Smartphones speichern unsere wichtigsten Dateien und machen sie überall auf der Welt für uns verfügbar. Sie behalten simple Dinge, die wir nicht länger selbst als mahnende Stimme im Hintergrund, im Kopf behalten müssen, für uns und erinnern uns zur genau richtigen Zeit. Sie verbinden uns mit der Welt und assistieren uns täglich. Intelligente sprachgesteuerte Systeme wie Apples Siri oder Google Assistant fungieren als smarter persönlicher Helfer. Fitness-Bänder überwachen unsere Gesundheitswerte und zählen die Kalorien für uns. Sie sparen Platz und machen unsere Mediathek und Bibliothek mobil: Überall können wir unsere Lieblings-Playlists hören, den neuen Schmöker lesen, von dem wir gelesen haben oder den Film ansehen, den wir in der Kinovorstellung verpasst haben. Je nach App und Präferenz empfiehlt uns das Programm auch - anhand unserer Benutzerpräferenzen - Musik, Filme und Bücher, wenn wir gerade selbst nicht so richtig wissen, worauf wir Lust haben.

Smart Home Roboter sorgen dafür, dass wir uns zuhause wohl fühlen und alles nach unserem Geschmack läuft. Für den Gang zum Licht müssen wir uns nicht mehr bewegen. Alexa, Echo und Co. verbinden uns per Sprachsteuerung mit allen smarten Haushaltsgeräten. Roboter machen uns bereits heute den Alltag auf vielen Ebenen einfacher. Putzroboter übernehmen lästige Reinigungsarbeiten für uns. Automatisch putzen Saugroboter das eigene Heim und lassen sich zeitlich programmieren, sodass sie immer dann putzten, wenn man nicht zuhause ist. Sie erstellen, mit ihren Sensoren, Karten von der eigenen Wohnung und merken sich wo der meiste Schmutz liegen bleibt.

Die Welt aus Film und Fernsehen verleiht unserer Vorstellungskraft, was Roboter betrifft, ungeahnte Power. So können sich die Vorstellungen wie Tag und Nacht voneinander unterscheiden. In erster Linie richten sie sich nach den vielen verschiedenen Filmen und Serien des Sci-Fi-Genres und dem allgemeinen Tenor der Popkultur. Während damalige Ideen der Science-Fiction-Welt damals noch fantastisch schienen, offenbaren sie einen Kern, der in der heutigen Zeit allmählich aufzublühen beginnt.

In der Filmwelt zeigen sich Roboter vielseitig: Von Killer-Maschinen-Cyborgs wie Arnold Schwarzenegger himself in „Terminator" über „RoboCop", dem unzerstörbaren Roboter-Polizisten, in dem ein menschliches Bewusstsein schlummert bis hin zu süßen Phantastereien à la Disney Pixar's „Wall-E", der die Erde aufräumt, ist alles mit dabei. Die Vorstellungen lassen sich zumeist irgendwo auf dem Spektrum zwischen Hoffnung und Zukunftsangst einordnen. Steven Spielberg's „A.I." lässt uns erleben, wie eine Zukunft mit androiden Menschen sich gestalten könnte. Hierbei geht der Regisseur cinematisch der Frage nach, was den Menschen eigentlich zum Menschen macht und wo der Unterschied zum künstlichen, dem Menschen nachgeahmten, Bewusstsein liegt. Angesichts dieser heiklen Thematik werfen sich nicht nur große philosophische Fragen auf; auch Ängste entstehen hier oftmals, je ähnlicher ein Roboter dem Menschen wirkt.

Sogenannte Avatare - Roboter, die dem Menschen detailgenau nachgeahmt sind, gibt es bereits. Durch die Medien bekannt gewordene Prototypen wie der Scarlett-Johansson-Roboter, den der Ingenieur Ricky Ma eigenständig gebaut hat, zeigen wie verblüffend ähnlich solche Avatare dem Menschen sein können. Häufig verfügen sie auch über eine Sprachfunktion. Dabei reagiert der Roboter allerdings nur auf einprogrammierte Befehle.

Künstliches Bewusstsein ist eine andere Geschichte: Der Bereich der artifiziellen Intelligenz befindet sich noch im Anfangsstadium; schließlich handelt es sich hier um die Nachahmung des komplexesten Teils des Menschen handelt: Dem menschlichen Gehirn in seiner Funktionsweise.

Seit seinem Erscheinungsjahr (2004) hat sich insbesondere der Sci-Fi-Blockbuster „iRobot" einen Namen gemacht. Der Film basiert auf dem Roman von Isaac Isamov und spielt im Jahre 2035: Hier werden sogenannte „Robots" - Roboter mit einer künstlichen Intelligenz - als Helfer und Arbeiter in der Gesellschaft eingesetzt.

Während ein komplexes, dem Menschen ähnelndes, künstliches Bewusstsein noch Zukunftsmusik ist, greift „iRobot" jedoch einen Teil der Robotik-Thematik auf, der aktueller nicht sein könnte: Roboter als zusätzliche Arbeitskraft und Unterstützung im alltäglichen Leben.

Roboter setzen nämlich da an, wo sie dem Menschen nützlich sind: Dort, wo durch ihren Einsatz Aufwand und Kosten gespart werden können. Sie sollen den Menschen nicht ersetzen, sondern ihn unterstützen. Genau wie Smartphone-Programme, Fitness-Armbänder, Smart Watches und sprachgesteuerte Haushaltsgeräte machen sie uns den Alltag einfacher, sodass wir uns kurzum auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren können. Ein Sandwich nicht mehr selbst schmieren zu müssen, nicht mehr selbst zum Kühlschrank gehen zu müssen, sich Speisen von einem Kochroboter zubereiten lassen - all dies klingt nach einem Luxus, den man sich gerne leisten können möchte. Zu oft wünschen wir uns doch, der Tag hätte mehr als 24 Stunden, da wir nur ständig den täglichen Erfordernissen des hektischen, immer schneller werdende Alltags hinterher zu hecheln scheinen - nicht nur bei Nutzung unserer Fitness Smartwear. Wenn uns Roboter diese kleinen Lästerlichkeiten des Alltags abnehmen, müssen wir uns keine Gedanken mehr auf einfache Ausführungen machen, sind entspannter und arbeiten produktiver.

Vor allem der Service- und Pflegebereich profitiert schon jetzt von der Robotik. Gerade in Japan wird schon an vielen Orten auf Roboter gesetzt. Ob als individueller Geh- und Bewegungshelfer für Patienten in der Rehabilitation oder als Service-Personal in einem Hotel oder einer Gaststätte - all das ist in Japan schon heute Realität. Die Roboter helfen den Patienten auf die Beine, wenn sie fallen. Sie übernehmen den Check-In oder bringen den Kunden die Cola zum Sitz-Tisch.

Zudem werden Sprachroboter bereits für den Bereich des Lernens und Spielens eingesetzt. Dabei reagieren sie auf einprogrammierte Befehle.

Gerade der medizinische Bereich profitiert von der Robotik enorm. Bei Operationen dienen sie als Assistenz und führen Handgriffe - vom Menschen gesteuert - viel präziser als manuell aus.

Was all diese Bereiche, die sich momentan in der Entwicklung befinden, betrifft, können wir eins daraus lernen: Wir müssen keine Angst vor der Zukunft haben, im Gegenteil. Der Roboter funktioniert in allen Bereichen funktionell nur mit dem Menschen. Der Mensch programmiert ihn und steuert ihn. Und momentan steuern wir dabei in eine höchst produktive Richtung. Die Robo-Technik funktioniert so, nahezu perfekt, in Synthese und Einklang mit dem Menschen. Er macht den Alltag smarter, einfacher, praktischer. Sodass wir endlich wieder mehr Zeit für uns haben, für Freunde, für Familie, Kunst und Kultur. Dinge, die in der schnellen Welt mit ihren vielfältigen Anforderungen, schnell mal aus Gründen des Zeitmangels verloren gehen.

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