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Was hat Lilith mit Oscar zu tun?

25/01/2016 19:26 CET | Aktualisiert 25/01/2017 11:12 CET
mattjeacock via Getty Images

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Ende Januar 2016 war zu vernehmen, dass die Oscar-Academy "historische" Massnahmen ergreifen will. Weil schwarze Künstler regelmäßig bei den Nominierungen übergangen werden, wollen viele die Preisverleihung boykottieren. Jetzt sollen mehr Minderheiten und Frauen aufgenommen werden.

Laut Mitteilung stimmte der Vorstand der Akademie für neue Regeln mit dem Ziel, die Zahl von Frauen und Minderheiten bis 2020 zu verdoppeln. Das bisherige lebenslange Stimmrecht soll auf zehn Jahre beschränkt werden. Eine Verlängerung ist nur dann möglich, wenn das Mitglied weiterhin aktiv im Filmgeschäft tätig ist. Bei der jährlichen Berufung neuer Mitglieder soll aus einem vielfältigeren Pool geschöpft werden.

Damit reagierte die Oscar-Academy auf die wachsende Kritik über die jüngste Nicht-Nominierung schwarzer Talente. Zum zweiten Mal in Folge hatten die Wähler der Film-Akademie Afroamerikaner in den vier Schauspielkategorien für den wichtigsten Filmpreis der Welt ignoriert. Bereit 2012 ermittelte die "Los Angeles Times", dass in der rund 7000 Mitglieder starken Academy 94 % weiss seien, 77 % männlich, und das Durchschnittsalter liege bei 62 Jahren. Nun will die Academy "bunter" werden.

Das Resultat dieser historischen Massnahmen ist die Sprache Liliths. Lilith gilt als kreative, schöpferische, weibliche Urkraft. Sie war in der Mythologie die erste Frau Adams und gab sich ungezähmt, denn sie forderte Gleichberechtigung. Da dies nicht in das damals vorherrschende Weltbild passte, musste Lilith das Paradies verlassen - und dann kam die angepasste Eva. In der einen Variante wurde Lilith verbannt.

In einer anderen Variante heisst es, dass Lilith stolz und erhobenen Hauptes gegangen sei. Die Lilith-Energie wirkte während des Matriachats über 5000 Jahre, indem die ganze Natur weiblich-schöpferisch gedacht wurde. Das vorherrschende Bild war damals die Grosse Göttin. Dann kam die Ablösung durch das Patriachat, dass ebenso für ca 5000 vorherrschte. In dieser Zeit wechselte auch das Gottesbild, das nun von männlichen Göttern dominiert wurde.

Heute stehen wir an einem ganz anderen Punkt in der Evolution der Menschheit. Denn heute ist die Lilith-Energie unübersehbar wieder da! Sie ist nach ihrer 5000-jährigen Verbannung jetzt wieder mitten unter uns. Und unsere Erfahrungen aus Matriachat und Patriachat kommen jetzt zusammen, damit etwas ganz Neues entstehen kann.

In dem Zusammenhang ist zu erkennen, dass alle Randgruppen, alle Unterdrückten, alle bisher Verbannten, Ignorierten und alle von der domestizierten Gesellschaft "Ausgestossenen" sich nun immer stärker zu Wort melden UND ihren rechtmässigen Platz wieder einnehmen.

Denn Lilith steht symbolisch für all diese nicht Integrierten, gilt unterdessen als Ikone der alleinerziehenden Mütter und ist die Schutzpatronin aller Schwulen und Lesben. Sogar das Weisse Haus setzte am 19.08.2015 ein kraftvolles Lilith-Integrationszeichen dadurch, dass sie die erste offen transsexuelle Beamtin als Mitarbeiterin eingestellt hat.

"Die US-Regierung sieht in Raffi Freedman-Gurspans Einstellung einen symbolischen Schritt zur Gleichstellung. Ihr Einsatz für die Verbesserung des Lebens von transsexuellen Amerikanern, besonders farbiger und armer Transsexueller, spiegelt die Werteauffassung der Regierung wider."

Und jetzt setzt die Lilith-Energie im Filmbusiness an. Wunderbar! Genau jetzt Ende Januar 2016 zum geschichtsträchtigen ersten kosmischen Jahreshöhepunkt nimmt Lilith (die Ignorierten) am Sternenhimmel eine markante Position ein. Sie befindet sich derzeit im Waage-Zeichen (Beziehungen) gegenüber von Uranus (Freiheit) im Widder-Zeichen (Aufbruch) und auch noch im Spannungsfeld von Pluto (Transformation) in Steinbock (Verantwortung).

Die wachsende Kritik und die erheblichen Proteste seitens der bisher Ignorierten haben sich gelohnt und zeigen jetzt nachhaltige Wirkung! Lilith ist wieder mitten unter uns. So kann das Ruder historisch gewendet wenden. Gut so!

Sieht aus, als ob Lilith Oscar ganz gut tut! Und wir als Menschheit sind wieder einen Schritt weiter auf der Evolutionsspur.

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