Serife-Nur Turan
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Serife-Nur Turan wurde am 05. August 1997 in Bayern geboren. Als Tochter einer deutsch türkischen Familie befasst sie sich leidenschaftlich mit migrations- und gesellschaftspolitischen Fragen. Die Jura Studentin ist Aktivistin im Bereich interkulturellem Dialog und multireligiöser Gesellschaft. Die Grundlage für ihren Blog entnimmt sie sich durch das Engagement in Schule, Universität und Vereinen. Als Social Media Bloggerin und Aktivistin möchte sie zu mehr Dialog und Austausch auf interkultureller Ebene beitragen.

Beiträge von Serife-Nur Turan

Alice Schwarzer und ihre ideologischen Zeitgenossen: Sie müssen jetzt ganz, ganz stark sein!

(1) Kommentare | Veröffentlicht 22. Mai 2017 | (04:41)

Ideologische Scheingefechte, Denkverbote und Gruppenterror: Das wirft Alice Schwarzer den Studierenden an der Universität Würzburg vor. Nach ihren eigenen Worten hat sie "Erstaunliches erlebt". Doch inwiefern waren die Reaktionen der Studentinnen und Studenten während des Vortrags an dem sonnigen Freitag über „Sexualgewalt, Interkulturalität und Recht" unangemessen? Wurde die Vorzeigefeministin von...

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Die anderen Frauenrechtlerinnen

(1) Kommentare | Veröffentlicht 22. Mai 2017 | (02:00)

Einige Worte meiner damaligen deutsch-deutschen Deutschlehrerin zu der Auseinandersetzung mit Alice Schwarer:

"Warum soll man sich über Alice Schwarzer ärgern? Auch emanzipierte Frauen meiner Generation haben sich von ihren Vorstellungen von Emanzipation nicht vertreten gefühlt. Das ist auch liberaler Fundamentalismus, - oder liberaler Dogmatismus. Auch da weiß „eine", was richtig...

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Liebe Frau Schwarzer, ich bin kein Opfer

(19) Kommentare | Veröffentlicht 14. Mai 2017 | (20:47)

Der Hörsaal ist voll, Frauen und Männern unterschiedlichen Alters. Wir sind anwesend, um uns einen Vortrag von Alice Schwarzer anzuhören, einen Vortrag über Sexualgewalt. Das sollte es ursprünglich nämlich werden.

Wo wir stattdessen gelandet sind? Selbstverständlich bei einer Kopftuchdebatte (man Beachte: nicht Burka!).

Einer Ihrer fünf Weisheiten, die sie uns mit auf den Weg geben möchte: Das Kopftuch sollte komplett aus dem Öffentlichen Dienst verbannt werden. Damit möchte Sie mir ein Recht nehmen, das mir der Rechtsstaat einräumt.

Mit dem Argument, dass wir in die Realität blicken müssen. In Algerien tragen Frauen das Kopftuch nicht aus freiwilligen Motiven, sie werden gezwungen.

Sie reden über die Frauen, die Sie selbst in die Opferrolle zwängen

Liebe Frau Schwarzer, die Realität in Deutschland, hier und jetzt, sieht anders aus. Ich, geboren, aufgewachsen und Studentin in Deutschland, trage das Kopftuch freiwillig. Das muss Ihnen nicht gefallen. Dennoch können Sie es mir nicht verbieten.

Traurig, dass sich die Mehrzahl der Studentinnen im Saal von einer Vorzeigefeministin nicht vertreten fühlen können. Ich fühle mich nicht vertreten von einer Frauenrechtlerin, die sich ausschließlich für die Frauen einsetzt, die Ihrem ganz persönlichen Frauenbild entsprechen.

Ich hätte mir gewünscht, dass wir über die wirklichen Probleme reden, die wahren Opfer, Opfer von sexuellen Übergriffen. Denn das sind Frauen ganz sicher nicht freiwillig. Stattdessen reden wir über die Frauen, die Sie in die Opferrolle zwängen.

Ich bin kein Opfer. Ich nehme meine Religionsfreiheit in Anspruch

Es steht Ihnen nicht zu, darüber zu spekulieren, inwiefern ich das Kopftuch freiwillig trage, tragen kann oder aber, ob es ein politisches Symbol sei.

Mehr zum Thema: "Mit Kopftuch leider nicht" - was ich als Muslima auf Jobsuche erlebte

Solange ich für mich entscheide, das Kopftuch für mich aus spirituellen Gründen zu tragen, dass dies nicht eine politische Symbolik ist, können Sie mir das nicht absprechen.

Ich bin nicht die unterdrückte Frau in Algerien, Afghanistan oder Iran.

Ich bin kein Opfer. Ich nehme meine Religionsfreiheit in Anspruch.

Und Sie keine Vorzeigefeministin. Denn Sie werden den freiheitlichen Ansprüchen des Feminismus nicht gerecht.

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Endlich: Nigeria verbietet Genitalverstümmelung an Frauen und Mädchen

(0) Kommentare | Veröffentlicht 19. Januar 2017 | (22:04)

Es ist ein historischer Moment: Die nigerianische Regierung hat die grausame Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung nun im ganzen Land unter Strafe gestellt. Internationale Beobachter hoffen auf Vorbildwirkung auf weitere Länder.

Nach einem Bericht der UNO aus dem Jahr 2014 ist ein Viertel der weiblichen Bevölkerung Nigerias von der Genitalverstümmelung direkt...

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Die Homo-Ehe ist ein Menschenrecht

(20) Kommentare | Veröffentlicht 15. August 2016 | (21:25)

Wer in Europa einen gleichgeschlechtlichen Partner heiraten möchte, kann sich dabei laut dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nicht auf die Menschenrechte berufen. Das entschied der EGMR in einem Fall in Frankreich. Dieses Urteil ist entgegen jeder zivilisatorischen Errungenschaft und absolut hinter seiner Zeit.

Männer und Frauen im heiratsfähigen Alter...

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