BLOG

Huffington Post Deutschland kooperiert mit der Uno

19/01/2016 11:54 CET | Aktualisiert 19/01/2017 11:12 CET
DIMITAR DILKOFF via Getty Images

Europa gerät aus den Fugen. Folgt man den Kommentaren in Medien, in Blogs und in sozialen Netzen, sehen wir, wie tief gespalten unsere Gesellschaft ist.

Die Uno beobachtet sogar, dass die Menschen in Europa die Fähigkeit verlieren, nüchtern über die Flüchtlingskrise zu debattieren.

"Ein gefährlicher Zustand", sagt Michael Møller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf (UNOG). Denn "wir verlieren die Fähigkeit, nüchtern auf die Entwicklung zu schauen." Statt Fakten würden Emotionen die Diskussion über Flüchtlinge dominieren.

"Wir bräuchten mehr Debatten. Nicht weniger."

Dabei bräuchten wir eigentlich mehr Debatten über das Thema, nicht weniger. Wir brauchen Antworten auf die Frage, wie sich diese gewaltige Aufgabe bewältigen lässt.

Wir brauchen einen konstruktiven Ansatz - keine blinde Willkommenskultur, aber eben auch keine komplette Verweigerung. Einen solchen Ansatz wollen die UN-Experten nun - zusammen mit der Huffington Post Deutschland - entwickeln und verfolgen.

Gemeinsam mit der Uno lassen wir in den nächsten sieben Tagen Experten aus allen Bereichen zu Wort kommen: Darunter Michael Møller, den Generaldirektor der International Organization of Migration William Lacy Swing, den Präsidenten des Migration Policy Institute Europe Demetrios Papademetriou und der Großmufti von Ägypten Shawki Ibrahim Abdel-Karim Allam.

Politik und Forschung zusammenbringen

Es ist eine Aktion, die Politik und Forschung zusammenführen soll. Und die verändern soll, wie Politik und Bürger über die Flüchtlingskrise reden. Deshalb wollen wir das Thema auch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos debattieren.

Die wichtigsten Fragen, die wir dabei beantworten müssen: Welche Rolle spielen die muslimischen Staaten in der Krise - und was können sie zu einer Lösung beitragen? Wie können wir den Flüchtlingsstrom beherrschbar machen? Und: Was passiert, wenn wir die Grenzen schließen?

Im Laufe der Aktion werden wir auch zeigen, wie die Korruption auch in europäischen Staaten, die entwicklungspolitische Arbeit behindert.

Auch bei diesem Problem wollen wir fragen: Was können wir tun? Wir werden uns deshalb auch mit der Frage befassen, wieso große Institutionen wie Banken und politische Organisationen so viel Vertrauen verloren haben.

Wenn Sie Fragen haben oder sich an der Aktion beteiligen wollen, schreiben sie uns an: blog@huffingtonpost.de

Gesponsert von Knappschaft