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Die westliche Welt steht vor einem Fett- und Zucker-Kollaps - Zeit für eine Revolution

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BURGER
Getty
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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Food Innovations Netzwerk HERMANN'S.

Blutige Pflanzen-Burger. Fleisch aus dem Reagenzglas. Oder ein veganes Getränk, das so nahrhaft ist, dass ihr den ganzen Tag satt und bestens ernährt seid.

Hunger? Der wird kommen. In aller Welt arbeiten Unternehmen und Forscher an genau solchen Ideen - und das aus gutem Grund.

Denn die Zahl der Menschen, die in einigen Jahren Burger, Steaks, und ja, auch Salat essen wollen, steigt dramatisch. Gleichzeitig sehen wir in vielen westlichen Gesellschaften die Folgen ungesunder Ernährung: Wir stehen vor einem Fett- und Zucker-Kollaps.

Mehr zum Thema: Warum wir eine Lebensmittelrevolution brauchen

Doch es gibt längst Ideen und Lösungen für dieses globale Problem. Denen will sich die HuffPost in den nächsten Monaten mit Artikeln, Reports und Expertenbeiträgen widmen.

Dafür arbeiten wir mit der in Berlin entstehenden und von dem Kekshersteller Bahlsen finanzierten Plattform Hermann's zusammen, einer Art Denkfabrik für die Zukunft unserer Ernährung.

Hermann's - Plattform für Zukunftsfragen

Die neue Plattform will die Köche, Wissenschaftler, Blogger, Unternehmer und Firmen zusammenbringen, die sich genau mit diesen Zukunftsfragen beschäftigen

Und davon gibt es viele. Die Thought for Food Foundation etwa, ein weltweites Netzwerk aus jungen Menschen unterschiedlichster Disziplinen, die sich Gedanken darüber machen, wie bis 2050 rund neun Milliarden Menschen ernährt werden können.

Die wichtigsten Fragen: Welchen Beitrag können Logistik, vertikale Farmen, neue Proteine oder mehr Hightech dabei spielen?

Eine faszinierende Antwort kommt heute schon von dem US-Startup Ripple Foods, einem Unternehmen, das die Milch neu erfinden will - mit Hilfe von Erbsen.

Das Problem: Kuhmilch ist schlecht für den Körper und die Milchproduktion verschlingt unfassbar viel Wasser und Land.

Ripple Foods hat daher ein Protein aus der gelben Erbse isoliert und dann mit Hilfe von pflanzlichen Zutaten Kuhmilch sozusagen nachgebaut. Und die hat sogar mehr Eiweiß, Ballaststoffe und Vitamine als normale Milch, verbraucht aber weniger Wasser und Landfläche.

Noch bekannter ist das US-Unternehmen Impossible Foods, das einen fleischlosen und trotzdem blutigen Burger herstellt, der bereits in einigen Restaurants Kritiker begeistert hat.

Die Food-Revolution kommt in Deutschland an

Im Silicon Valley fließen längst Millionen Dollar in solche Ideen. Impossible Foods konnte 180 Millionen Dollar Risikokapital einsammeln - unter anderem von Bill Gates und Google.

Die Food-Revolution kommt auch längst in Deutschland an: Farmer's Cut etwa ist ein Hamburger Startup, das in Hightech-Hangarn in unmittelbarer Nähe von Großstädten Salat und Gemüse produzieren will - viel schneller als Landwirte, ohne Pestizide, mit weit weniger Wasser und auf einer kleineren Fläche. Eine Idee für die Ernährung von Ballungszentren in aller Welt.

Die Beispiele zeigen: Hier kommt gerade etwas in Bewegung.

Microsoft-Gründer Bill Gates wies schon vor einigen Jahren auf die Chancen dieser Entwicklung hin: Innovationen im Foodsektor seien aus gesundheitlichen und sozialen Gründen eine gigantische Chance.

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Und das Faszinierende an der Food-Revolution: Sie steht noch ganz am Anfang, in einer Zeit also, in der jeder eine Chance hat. Jedes Startup kann zum Food-Google der Zukunft werden, jeder Blogger zu einem wichtigen Vordenker, und jeder Wissenschaftler hat letztlich die Chance, die Welt zu verändern.

Eine spannende Entwicklung. Höchste Zeit, sich näher mit dem Thema zu befassen.

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Die Zahl der Menschen, die in einigen Jahren Burger, Steaks, und ja, auch Salat essen wollen, steigt dramatisch. Gleichzeitig sehen wir in vielen westlichen Gesellschaften die Folgen ungesunder Ernährung: Wir stehen vor einem Fett- und Zucker-Kollaps.

Doch es gibt längst Ideen und Lösungen für dieses globale Problem. Denen will sich die HuffPost in den nächsten Monaten mit Artikeln, Reports und Expertenbeiträgen widmen.

Dafür arbeiten wir mit der in Berlin entstehenden und von dem Kekshersteller Bahlsen finanzierten Plattform Hermann's zusammen, einer Art Denkfabrik für die Zukunft unserer Ernährung.

Die neue Plattform will die Köche, Wissenschaftler, Blogger, Unternehmer und Firmen zusammenbringen, die sich genau mit diesen Zukunftsfragen beschäftigen.

Die aktuellen Beiträge aus der Kooperation findet ihr hier.

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