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Was kostet die Welt?

Veröffentlicht: Aktualisiert:
YOUNG MAN MONEY
Big Cheese Photo via Getty Images
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Ich kenne das noch so: Mein Opa hatte sein ganzes Gespartes immer bei sich im Haus, meistens im Kleiderschrank, ganz hinten zwischen zwei Handtüchern in einer Box versteckt. Also in der Hinsicht völlig unabhängig von jeder Bank, sie hätten es nicht "verzocken" können, es war, abgesehen von diebischen Banden, die es hätten klauen können, ziemlich sicher.

An sich macht die alte Generation ja sehr vieles anders als wir heute. Die Frage, die ich mir nun stelle, ist die: Wie werden WIR eines Tages unser Geld sparen, wenn es in grauer Zukunft einmal nur digitales Geld geben wird und wir keine Scheine zu Hause "sicher" verstecken können?

Auf einem USB-Stick? Auf kommenden supersicheren winzig kleinen Datenträgern? Oder doch auf einer CD? Vermutlich nicht, denn dieses System zwingt uns ja, es auf der Bank zu halten.

Gäbe es irgendwann kein physisches Geld mehr, was erst einmal vielleicht gar nicht so schlimm wäre, und die Finanzwelt alles Geld ins digitale transferiert, wo wird dann unser Geld überall liegen können? Ganz einfach: nur noch auf der Bank.

Die digitale Finanzwelt der Zukunft

Es wird kein "unabhängiges" Geld mehr geben, dieses System zwingt unser Geld dort zu bleiben, und die Banken dürfen immer weiter in noch höherem Maße damit weiterzocken, bis zur nächsten Finanzkrise.

Es gibt ja bis jetzt keine Möglichkeit, sein Vermögen bei sich zuhause digital aufzubewahren, unabhängig von seiner Bank, weil dann wäre diese Situation eine wesentlich andere. Statt der Geldbox zwischen meinen Kissen, läge eben ein USB-Stick oder sowas. Wonach die Bank keinen Zugang hätte.

Andererseits ist es so, dass wir Menschen vor nicht allzu langer Zeit noch kein Geldsystem gekannt haben und unsere Sachen getauscht haben. Damals hätte sich vermutlich keiner vorstellen können Dinge mit Papier und Münzen kaufen zu können.

So denken wir vielleicht jetzt über die digitale Finanzwelt der Zukunft nach. Auf jeden Fall müssten sich die Banken der Welt ein neues, sicheres System ausdenken, das für viele Otto Normalverbraucher eine Option wäre, ihr hart Erspartes weiter in Sicherheit zu wissen.

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Und leider gibt es da noch etwas, was den meisten von uns ziemlich auf die Nerven geht: Wir verstehen die heutige Finanzwelt einfach nicht mehr. Sie ist so undurchschaubar und vielfältig, dass sie hochkomplexe, mathematische Formeln braucht um einen Prozess auszurechnen.

Da blickt der Laie nicht mehr durch. Wie konnte das passieren? Indem das heutige, noch "moderne" Geld zum wichtigsten Mittel geworden ist, wichtiger als Nahrung und Sicherheit.
Wir Menschen sind nicht umsonst die einzigen Lebewesen auf dieser Erde, die dafür bezahlen müssen, um zu überleben.

Mehr von Sascha Solaković könnt ihr auf seinem Blog nachlesen.

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