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Wie sage ich es Oma, dass es reicht mit dem Spielzeug?

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OMA KINDER ENKEL
GettyImages
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In meiner Großfamilie gab es die Plastik-Oma. Sie war eine Oma meiner Töchter und beschenkte diese bei jedem Besuch reichlich mit buntem Plastikspielzeug. Zum Leidwesen von uns Eltern, denn es brachte uns in zwei Zwickmühlen.

Erste ZwickmĂĽhle: Das "falsche" Spielzeug

Wir fanden das Spielzeug nicht gut - rein subjektiv. Die Kinder liebten es. Pädagogisch wertvoll und Handarbeit aus Holz verlor regelmäßig an Gunst, wenn Plastik mit Batterie und Made-in-China um die Ecke kam.

Also wie sagen wir der Oma, dass ein Geschenk reicht und es nicht gleich drei pro Kind sein mĂĽssen? Schwierige Kiste, denn fĂĽr sie war es ein Liebesbeweis an die Enkel. Plus: Sie freute sich so ĂĽber Freude der Kinder beim Auspacken.

Zweite ZwickmĂĽhle: Zu viel Spielzeug

Wir erlaubten uns kaum noch etwas zu schenken, denn wir fanden es alles zu viel. Mit dem Resultat, dass wir uns als Mutter und Vater zurückhielten, während die Geschenke aus der Großfamilie nur so prasselten.

Kein schönes Gefühl, mit einem Buch im Wettbewerb zu einer rosaroten Plastikdigitalkamera mit eingebauten Minicomputerspiel zu stehen. Das Buch verliert - garantiert.

Wenn Eltern anfangen zu tricksen

Lange lag die Lösung darin, dass wir die Kinder austricksten. Keine ehrliche zugleich bis zu einem gewissen Alter wirksame Lösung. Der Trick lag darin, die Spielsachen dummerweise bei der Oma vergessen zu haben.

Oder die Spielsachen aus der hintersten Ecke im Kinderzimmer zu entfernen. Aus dem Auge aus dem Sinn, das funktionierte gut. Bis die Kinder es merkten. Seitdem muss ich mir zu Recht anhören, dass ich ja die rosarote Plastikkamera verschwinden lassen habe.

Die Lösung lautet: Übernahme von Verantwortung

Wenn ich zurückschaue, habe ich mich als Vater ganz schön um klare Verantwortung gedrückt. Heute, etliche Jahre später und reflektierter würde ich es anders machen. Mein zentraler Impulsgeber ist hierbei der dänische Familientherapeut Jesper Juul. Heute sind es keine Zwickmühlen, sondern ein Anlass, mich als Vater oder Mutter klar abzugrenzen.

Wie sage ich es der Oma? Mit einer liebevollen und gleichzeitig deutlichen Ansage im Sinne von: "Ich sehe, dass du den Kindern eine Freude machen willst. Gleichzeitig will ich nicht, dass sie so viele Geschenke bekommen. Es überfordert sie und das meiste davon bleibt ungenutzt. Wie kann es ab dem nächsten Besuch anders sein? Hast du eine Idee?"

So erleichtere ich mein Kind von Spielzeug

Und wie nehme ich Kindern Spielzeug weg? Auch mit einer liebevollen und klaren Ansage: "Heute nehme ich dir die Plastikkamera weg, denn sie hat ein Computerspiel, was ich nicht will, dass du es spielst.

Dafür bist du noch zu jung in meinen Augen. Für dich ist das blöd und unfair; es war mein als Fehler als dein Vater, die Kamera überhaupt ins Kinderzimmer zu lassen." Das ich dann der blödeste Papa der Welt bin, ist klar. Geht auch in Ordnung. Das kann ich und mein Kind verkraften.

Übrigens habe ich das wirklich einmal so gemacht. Es ging nicht um Spielsachen, sondern um Harry Potter Bücher, die meiner Tochter den Schlaf raubten. Ich nahm ihr alle Bücher weg mit dem Hinweis, dass es mein Fehler war, ihre diese zu erlauben. 48 Stunden lang war ich der Unpapa schlechthin, doch sie schlief wieder ruhig und ohne Albträume. Heute lachen wir beide darüber.

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Die Spielzeugindustrie boomt. Ob Elsa-Puppe, Spiderman-KostĂĽm oder die neueste Spielkonsole: Viele Kinderzimmer quellen ĂĽber mit Spielsachen. Und die Kinder wollen immer mehr, denn nach kurzer Zeit ist das Spielzeug bereits langweilig und etwas Neues muss her.

Doch wie viel Spielzeug braucht ein Kind eigentlich? Bedeuten zu viele Spielsachen eine ständige Überforderung oder benötigen Kinder tatsächlich viele unterschiedliche Spielsachen für ihre Entwicklung?

Diskutiert mit. Schreibt uns eine E-Mail an Blog@huffingtonpost.de

Mehr zum Thema Spielzeugahn findet ihr hier.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fĂĽnfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in SĂĽdeuropa, Afrika oder SĂĽdasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstĂĽtzen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V." möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen."Details findet ihr hier.

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